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Zippammer

Emberiza cia

EMBERIZIDAE

Beschreibung

Größe 16 cm

Spannweite 24 cm

Gewicht 25 g

Männchen : aschgrauer Kopf mit langen schwarzen Längsstreifen, graue Kehle;

rotbrauner Körper, am Rücken heller mit dunklen Streifen. Weibchen und Jungvögel

nicht so kontrastreich: bräunlicher Kopf, Brust dunkel schattiert.

Singt von einer exponierten Warte aus, im Flug gut erkennbar am kastanienbraunen

Bürzel und den weißen Schwanzkanten.

Standvogel im mediterranen West- und Südeuropa, Zugvogel im südlichen Mitteleuropa.

Gebirgsbewohner ziehen im Winter ins Flachland.

Lebensraum

Sonnige, steinige Berge, Weinberge.

Nahrung

Samen, Insekten.

Fortpflanzung

Bodenbrüter, baut ein napfförmiges Nest aus Halmen und Blättern. Legt

von Mai-August 3 bis 5 weiße, dunkel mit Flecken und Schnörkeln gezeichnete Eier.

Brutdauer und Nestlingszeit je 10 bis 13 Tage. 2 Gelege pro Jahr.

Ortolan

Emberiza hortulana

EMBERIZIDAE

Beschreibung

Größe 16,5 cm

Gewicht 24 g

Gefieder mit zarter Färbung : braun gestreifter Rücken wie bei den anderen Ammern,

Kopf, Hals und Schultern oliv graugrün, mit schwefelgelbem Bartstreif und Augenring,

der Schnabel ist braunrosa und nicht graublau wie bei der Goldammer, die Beine

sind auch braunrosa. Männchen im Prachtkleid : die graugrüne Brust kontrastiert

mit dem pfirsichfarbenen bis braunroten Bauch, im ersten Winter noch stärker

gestreift. Weibchen : unterscheidet sich vom Männchen durch die gestreifte

Brust und das insgesamt gelblichere Gefieder. Jungvogel vor der ersten Mauser :

Körperunterseite und Kopf sind deutlich gestreift, der Bartstreif ist noch schwach

ausgeprägt. Singt von einer Baumspitze ; es gibt leichte individuelle Unterschiede

bei den Strophentypen und regionale Dialekte. Ruhiger und zurückhaltender Vogel,

der laufend und hüpfend seine Nahrung am Boden sucht.

Zugvogel ; brütet in fast ganz Europa außer auf den Britischen Inseln und in Nordund

Westskandinavien, in Mittel- und Westeuropa sehr lückenhaft verbreitet, teils im

starken Rückgang. Überwinterung im tropischen Afrika. Wegzug Ende August-Oktober,

Heimzug April-Mai.

Lebensraum

Offene Flächen mit teilweise blankem Boden, die mit einzelnen Bäumen

bestanden sind, so daß ein Angebot an Singwarten und Schutzmöglichkeiten

besteht. Im Norden des Verbreitungsgebietes oft in der Nähe von

Feuchtgebieten : Kulturland mit Hecken und Gehölzen, Feuchtwiesen mit

Weiden und Birken. Im Süden auf besonnten, warmen und trockenen Flächen ;

Getreidefelder, Heiden und steinige Brachen, Weinberge ; im Gebirge bis über

die Baumgrenze. Wird durch Straßen mit Alleen und Leitungsdrähten angezogen.

Die Siedlungsdichte variiert.

Nahrung

Samen, Knospen, zarte Blätter, während der Jungenaufzucht auch Insekten.

Fortpflanzung

Baut in einer gekratzten Bodenmulde unter einem Strauch oder einem kleinen

Baum ein grobes Nest aus Halmen, das im Inneren mit feinen

Wurzeln ausgekleidet wird. Legt 1-2 mal jährlich Mitte Mai-Juni und Ende

Juni-Juli 4-6 bläuliche bis rosafarbene, schwarzbraun gefleckte und gestrichelte

Eier von 20 mm Größe. Brutdauer 11-14 Tage, Nestlingszeit 10-15 Tage.

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Goldammer

Enberiza citrinella

EMBERIZIDAE

Beschreibung

Größe 16,5 cm

Gewicht 24-30 g

Große Ammer mit länglichem Körper und langem Schwanz; charakteristisch

sind der gelbe Kopf und der rotbraune Bürzel. Männchen : Kopf und Brust sind

hellgelb und olivbraun gestrichelt, mit nußbrauner, dunkel gestrichelter

Körperoberseite und gelber Unterseite, die Flanken sind rotbraun. Im frisch

gemauserten Schlichtkleid überdecken die graugrünen Federsäume die gelbe

Färbung, die im Frühling nach und nach durchdringt. Weibchen : mattere

Färbung mit weniger Gelb, vor allem am Kopf blasser oder beigegelb,

die Brust ist deutlicher gestreift. Im ersten Winter sind sie beigegrau mit

olivbrauner Zeichnung. Jungvogel : ähnlich wie Weibchen, der Kopf ist brauner,

der Bürzel nicht so deutlich rostrot und der Körper stärker gestreift.

Auf kurzen Strecken fliegt die Goldammer geradlinig, sonst wellenförmig,

manchmal unregelmäßig. Sie ist lebhaft, gesellig und nicht sehr scheu.

Im Winter vergesellschaftet sie sich bei der Nahrungssuche mit anderen

Ammern, Sperlingen und Finkenvögeln : Stieglitz, Finken,

Bluthänfling. Teilzieher. Brütet in ganz Europa außer in Südspanien

und auf den Mittelmeerinseln. Unregelmäßige Zugbewegungen im Winter

bis zum Mittelmeer und südlich der Pyrenäen. Wegzug September-November,

Heimzug März-April.

Lebensraum

Kulturland bis in 1500 m Höhe. Felder mit Hecken, Gehölzen und

Waldlichtungen.

Nahrung

Sämereien von Wildpflanzen; treibt gern Nachlese auf Stoppelfeldern; Beeren,

Insekten, Spinnen, Schnecken. Hüpft bei der Nahrungssuche auf dem Boden,

mit kurzen Beinen, horizontaler Körperhaltung, der Bauch berührt dabei fast

den Boden, und die Flügel hängen wie beim Sitzen leicht nach unten.

Fortpflanzung

Baut in einer gekratzten Mulde unter einem Busch, in einem Grasbüschel oder

niedrig im Gebüsch ein Nest aus trockenen Halmen, Wurzeln und Moos, das mit

feinerem Material ausgekleidet wird. Legt 2-3mal jährlich Mitte April-Mai,

Mitte Juni und Ende Juli-August 3-5 weißliche bis rötliche, dunkel gezeichnete

Eier von 22 mm Größe. Brutdauer 12-14 Tage, Nestlingszeit 12-13 Tage.

Zaunammer

Emberiza cirlus

EMBERIZIDAE

Beschreibung

Größe 16,5 cm

Gewicht 17-25 g

Gleiche Größe wie Goldammer, nicht so schlank, mit kürzerem

Schwanz und dickerem Kopf. Männchen : olivbraune Kopfplatte, gelbschwarze

Gesichtszeichnung, mit schwarzem Augenstreif und schwarzer Kehle,

Rücken und Flanken sind rotbraun. Weibchen ähnelt der weiblichen

Goldammer ; die Brust ist deutlicher gestrichelt, die gelbe bis gelbgraue

Färbung der Unterseite ist blasser und ausgedehnter, der Bürzel ist oliv

graugrün und nicht rotbraun, dafür sind die Unterschwanzdecken manchmal

rotbraun gefärbt.

Das Männchen singt entweder offen von einer Warte oder versteckt im Gebüsch.

Scheuer als die Goldammer und schwieriger zu beobachten, da die Vögel sich meist

versteckt halten. Im Winter vergesellschaften sie sich oft mit anderen Ammern und

Finkenvögeln, dann sind sie eher in Heckenlandschaften als im offenen Flachland

anzutreffen.

Standvogel; brütet in den Mittelmeerländern, wo sie zum Teil die Goldammer

ersetzt, und in großen Teilen Frankreichs ; vereinzelte Vorkommen auch

in Südengland, in den Niederlanden, in Deutschland nur in Rheinland-Pfalz.

Nur ein Teil der Population zieht im Winter südlich ; Zugbewegungen

Oktober-November und März-April.

Lebensraum

Bevorzugt trockenes und sonniges Gelände. Stärker an Waldgebiete gebunden

als die Goldammer, meidet aber dichte Wälder ; Schonungen, Parks,

Gärten, Alleen, Lichtungen, breite Hecken, Weinberge, im Süden Macchie

und Garrigue. Im Herbst und im Winter auch auf Feldern. Im Gebirge bis

auf 1400 m Höhe, im südlichen Teil des Verbreitungsgebietes ersetzt sie

die Goldammer.

Nahrung

Samen und Insekten.

Fortpflanzung

Brütet nicht höher als 1,5 m in einem Busch, einer Hecke oder einer Kletterpflanze,

manchmal an einer Mauer oder am Boden in der Vegetation versteckt. Das Nest

ist ähnlich wie das der Goldammer, besteht aber aus mehr Moos, mit

Halmen, Gräsern und verschiedenen Stengeln, von innen wird es mit feinen

Halmen verflochten und mit Federn ausgekleidet. Legt 2-3mal jährlich, im

Mai-Anfang Juni, Ende Juni und im Juli 3-4 weißliche bis grünliche, schwarz und

braun gezeichnete Eier von 21 mm Größe. Brutdauer 11-13 Tage, Nestlingszeit

11-13 Tage.

Rohrammer

Emberiza schoeniclus

EMBERIZIDAE

Beschreibung

Größe 15 cm

Spannweite 24 cm

Gewicht 20 g

Im Prachtkleid ist das Männchen unverwechselbar : Kopf, Schnabel und Kehle

schwarz, weißer Bartstreif und weißes Nackenband, braun-roter Rücken mit schwarzen

Längsstreifen. Im Schlichtkleid ähnelt es mit grau-braunem Kopf und grau-brauner

Kehle dem Weibchen. Das Weibchen und die Jungvögel haben einen braunen Kopf,

einen dunkelbraunen und weißen Bartstreif, einen hellen Überaugenstreif und eine

weißliche Kehle. Der Gesang wird von erhöhter Warte aus, oft von einem Schilfhalm

aus, vorgetragen.

Teilzieher. Die Populationen des nördlichen, mittleren und östlichen

Europas fliegen zum Überwintern nach Westeuropa, ins Mittelmeergebiet und bis nach

Nordafrika. Wegzug von September-Oktober, Rückkehr von März-April. Außer den Alpen-, den

Appenninen- und den iberischen Brutvögeln sind die meisten Populationen

Westeuropas Standvögel.

Lebensraum

Flußufer mit Schilfzonen und Weidengebüsch, Moore und Sümpfe.

Nahrung

Samen, Insekten.

Fortpflanzung

Napfförmiges Nest, aus Schilfhalmen- und Blättern, Seggen, in Bodennähe.

Legt von Mai-Juli 4-6 braun-graue oder hellbraune, unregelmäßig

gefleckte Eier, 20 mm groß. Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit 9-13 Tage.

Kappenammer

Emberiza melanocephala

EMBERIZIDAE

Beschreibung

Größe 16,5 cm

Gewicht 35 g

Große Ammer mit lebhaften Farben und großem, bläulichem Schnabel, ohne

weiße Schwanzkanten am schwarzbraunen Schwanz. Männchen : die

schwarze Kappe bedeckt die Augen und die Wangen, die gelbe Körperunterseite

ist ungestreift, der Mantel gleichmäßig braunrot. Weibchen und Jungvögel :

sehr hell ; mit dunkel olivgrauer, leicht gestrichelter Kopfkappe, die Unterseite ist

mehr oder weniger grau gelb und nicht gestrichelt; die Unterschwanzdecken sind

gelb. Im Sommer kann beim Weibchen die Kappe schwarzgrau gefärbt sein, und

die Mantel- und Bürzelfedern können rotbraune Zentren haben. Einige, vor allem

die Vögel im zweiten Kalenderjahr, sind blaß graubeige und dabei schwach

gestreift, nur der Unterbauch ist gelb, und sie haben einen blassen Augenring.

Kräftiger und lebhafter Vogel.

Zugvogel ; brütet in Südosteuropa, überwintert in Westindien. Wegzug

August-Oktober, Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Offene, durch Büsche, Hecken und Einzelbäume gegliederte Landschaft :

Gärten, Feldränder, Olivenhaine, buschiges Ödland, Hügel.

Nahrung

Samen und Insekten.

Fortpflanzung

Baut niedrig in Büschen ein grobes Nest aus Halmen und trockenem Pflanzenmaterial,

das mit Wurzeln und feinen Grashalmen ausgelegt wird. Legt einmal jährlich

3-5 hell blaugrüne, braun gefleckte Eier von 22 mm Größe. Brutdauer 14 Tage,

weitere Einzelheiten sind nicht bekannt.

Grauammer

Miliaria calandra

EMBERIZIDAE

Beschreibung

Größe 18 cm

Gewicht 38-55 g

Größte Ammerart. Kräftiger Körper, großer runder Kopf, mit dickem, kräftigem

blaß gelbem Schnabel und gelblichen Beinen, insgesamt erdfarben wie die

Feldlerche : Körperoberseite graubraun mit dunkelbraunen Streifen,

unterseits gelblich weiß mit schwarzen Flecken und Stricheln. Ohne Haube

und ohne weiße Schwanzkanten.

Der Flug ist schwerfällig und geradlinig, dabei hängen die Beine oft nach

unten, die Flügel sind breit und abgerundet. Singt sitzend von einem

Leitungsdraht oder von der Spitze eines Strauches aus; manchmal auch

im Flug. Das abschließende Motiv der charakteristischen Gesangsstrophe

klingt wie das Klirren eines Schlüsselbundes.

Außerhalb der Brutzeit vergesellschaftet sie sich mit Finkenvögeln und anderen

Ammern, vor allem mit der Goldammer.

Teilzieher; brütet in ganz Europa bis auf Irland und Skandinavien. In Deutschland

nehmen die Brutbestände stark ab. Eingeschränkte winterliche Wanderbewegungen

August-November und Februar-Mai.

Lebensraum

Offene, durch Gebüsche und Bäume gegliederte Flächen, die durch Wasserläufe

und Wege gequert werden : Getreidefelder, Brachen, Wiesen, Feuchtwiesen,

Steppen.

Nahrung

Nahrung zu zwei Dritteln pflanzlich : Grassamen und Getreidekörner, kleine

Blätter, Knospen, Beeren. Während der Jungenaufzucht auch Insekten und

ihre Larven, Spinnen, Schnecken und Regenwürmer.

Fortpflanzung

Brütet manchmal in kleinen Kolonien auf dem Boden. Einige Männchen

sind polygam und paaren sich in ihrem Revier mit mehreren Weibchen.

Das Nest ist fast genauso groß wie das der Amsel. Die in eine

Bodenmulde eingelassene Unterlage wird aus Halmen, Gräsern

und Wurzeln grob zusammengefügt und von innen mit Gräsern, feinen

Halmen, Haaren und Wolle ausgelegt. Legt 1-3mal jährlich, im Mai-Juni,

im Juni-Juli und im August 3-5 graublaue bis hellbraune, grau gefleckte und

dunkelbraun gezeichnete Eier von 24 mm Größe. Brutdauer 12-13 Tage,

Nestlingszeit 9-12 Tage.

Schneeammer

Spornammer

Grauortolan

Waldammer

Zwergammer

Weideammer