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Gartenbaumläufer

Certhia brachydactyla

CERTHIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 8-12 g

Von weitem nicht vom Waldbaumläufer zu unterscheiden : kleiner

Vogel mit brauner Oberseite und schmutzig weißer Unterseite (bei der

Zwillingsart rein weiß), mit oft rahmfarbenen Flanken. Von nahem sieht man

den längeren und stärker gebogenen Schnabel, vor dem Auge wird der

Überaugenstreif dunkler und undeutlicher, die Flügelzeichnung ist anders

und die Hinterzehe ist kürzer als beim Waldbaumläufer. Am deutlichsten

unterscheiden sich die beiden Arten durch den Gesang, der beim Gartenbaumläufer

kürzer und lauter ist. Bewegt sich wie ein Specht spiralförmig am Baumstamm

oder an einem Ast hüpfend nach oben und sucht dabei nach Nahrung.

Standvogel ; brütet in fast ganz Europa, fehlt auf den Britischen Inseln,

in Skandinavien, auf Sardinien und Korsika.

Lebensraum

Unterschied zum Waldbaumläufer : alte Wälder und Gehölze, Parks,

Gärten und Obstwiesen. Vorzugsweise an Bäumen mit rauher Borke wie

Eichen. Im Mittelmeergebiet manchmal in Nadelwäldern.

Geht bis auf 1500-1800 Meter Höhe.

Nahrung

Sucht unter und in der Baumrinde nach Nahrung : kleine Insekten mit ihren Eiern,

Larven und Puppen, Asseln, Spinnen und Schnecken.

Fortpflanzung

Brütet in einer Baumhöhle oder zwischen dem Stamm und einem großen,

etwas abstehendem Rindenstück. Das Nest besteht aus trockenen Zweigstückchen,

Blättern, Moos und Gräsern, das Innere wird mit Pflanzenfasern, Federn und

Haaren ausgekleidet. Legt 1-2mal jährlich, von April-Mai und Mai-Juni

5-6 weiße, rotbraun gepunktete Eier von 16 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage,

die Jungvögel sind mit 16-17 Tagen flügge.

Waldbaumläufer

Certhia familiaris

CERTHIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 8-12 g

Von weitem nicht vom Gartenbaumläufer zu unterscheiden. Körperoberseite

braun, Unterseite reiner weiß als bei der Zwillingsart. Von nahem sieht man die hellere

Unterseite, den auch vor dem Auge hellen Überaugenstreif, die längere Hinterzehe

und den etwas kürzeren und geraderen Schnabel sowie die andere Flügelzeichnung.

Bewegt sich spiralförmig an Baumstämmen und Ästen hüpfend nach oben und sucht

dabei nach Nahrung.

Oft mit Meisentrupps vergesellschaftet. Der Gesang unterscheidet sich deutlich von

dem des Gartenbaumläufers : längere Strophe mit absteigendem Triller am Ende.

Standvogel, mit Tendenz zur Winterflucht vor allem der nördlichen und östlichen

Populationen. Nordischer Brutvogel, brütet von den Britischen Inseln, Skandinavien

und Mitteleuropa ostwärts, lokal auch in Frankreich. Im Mittelmeergebiet in den

höheren Lagen (Spanien, Italien, Griechenland).

Lebensraum

Unterschied zum Gartenbaumläufer : Parks und Wälder, oft Nadelwälder,

bis 1800 Meter Höhe. Bevorzugt Bäume mit glatter Borke.

Nahrung

Insekten und ihre Eier, Larven und Puppen, kleine Schnecken, Asseln.

Fortpflanzung

Brütet selten in einem Holzhaufen oder einer Mauerspalte, vorzugsweise

direkt am Stamm hinter leicht abstehenden Rindenstücken. Baut ein manchmal

recht tiefes Nest aus Zweigen, alten Blättern und Moos, das mit Pflanzenfasern

und Haaren ausgekleidet wird. Legt 1-2mal jährlich, von April-Mai und Ende

Mai-Juni 5-6 weiße, rotbraun gepunktete Eier von 16 mm Größe. Brutdauer

15 Tage, die Jungvögel sind mit 16-17 Tagen flügge.