Zurück zum Artenverzeichnis Home Zurück zum  Familienverzeichnis

Alpenbraunelle

Prunella collaris

PRUNELLIDAE

Beschreibung

Größe 18 cm

Spannweite 16,5 cm

Gewicht 40 g

Etwas größer als die Heckenbraunelle. Oberseits dunkelbraun gestreift,

braunrote Strichelung an den Flanken, weißlich punktierte Flügelbinden, Kopf grau,

Basis des Unterschnabels gelblich. Hüpft schnell am Boden herum. Wippt oft

mit dem Schwanz wie die Steinschmätzer.

Teilzieher, in den Gebirgen Westeuropas Standvogel. Pyrenäen,

kantabrische Kordillere, Alpen, Jura und Zentralmassiv, Apennin. Von

Oktober bis April wandert sie teilweise zum Überwintern in die gebirgsnahen Ebenen

oder auch nach Süden ab : in Deutschland vor allem in die Hochlagen vom Schwarzwald

und der Schwäbischen Alb, außerdem fast auf die ganze Iberische Halbinsel, um das

Zentralmassiv herum, ins Tal der Rhône und an die Ostgrenze der Bretagne,

auf die Mittelmeerinseln und bis Nordafrika.

Lebensraum

Alpine Gebirgszone zwischen 1500 und 2300 Meter. Felsige Abhänge mit oder ohne

kurzrasige Vegetation, bevorzugt Südhänge. Wandert im Winter talwärts in

die Nähe menschlicher Siedlungen.

Nahrung

Im Sommer Insekten, Mollusken, Spinnentiere, Würmer und Beeren, im Winter vor

allem Samen.

Fortpflanzung

Nistet am Boden, unter Grasbüscheln, im Geröll oder in Felsspalten. Meist zwei

Gelege pro Jahr, im Mai/Juni und im Juli. Legt 4-5 blaue Eier von 23 mm Größe.

Brutdauer 13-15 Tage, Nestlingszeit ca. 15 Tage.

Heckenbraunelle

Prunella modularis

PRUNELLIDAE

Beschreibung

Größe 14,5 cm

Spannweite 21 cm

Gewicht 20 g

Ähnelt dem Haussperling Weibchen, aber schlanker und mit dünnerem

Schnabel. Oberseits braunschwarze Strichelung. Kopf und Gesicht bleigrau.

Hüpft oft auf dem Boden. Flatternder Flug, wobei der Schnabel schräg nach unten zeigt.

Teilzieher, von September bis April überwintern die skandinavischen und die

nordmitteleuropäischen Brüter in den südlicheren und westlichen Teilen Europas.

Lebensraum

Bewohnt Hecken und dichtes Gebüsch, Wälder und Koniferenschonungen,

bis auf 2000 Meter Höhe. Kommt auch in Gärten und Parks der Städte vor.

Nahrung

Weichhäutige Insekten und Spinnentiere. Im Herbst und im Winter wird die

Nahrung durch Sämereien ergänzt.

Fortpflanzung

Nest aus Zweigen, trockenen Gräsern und Moos, mit Wurzeln und Wolle

gepolstert. Versteckt im Dickicht oder in dichten Bäumen. Legt zwischen April

und Juli 4-5 blau-grüne Eier von 20 mm Größe. Die Brutzeit beträgt

13 Tage. Die Jungen verlassen das Nest nach zwei Wochen. Oft zwei Gelege pro

Jahr.