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Misteldrossel

Turdus viscivorus

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 27 cm

Gewicht 110-140 g

Große Drossel mit recht langem Schwanz. Gefiederfärbung ähnlich wie die

Singdrossel ; Körperoberseite erdbraun, mit hellerem, eher beigefarbenem

Bürzel und hellen Federsäumen auf den Flügeln. Körperunterseite rahmweiß mit

dunklen Tüpfeln, die sich an den Brusteiten oft zu Bändern verdichten. Die

Achseln sind weiß. Wellenförmiger Flug; während der Gleitphasen werden die

Flügel angelegt. Bei der Landung sind die hellen Spitzen der äußeren Steuerfedern

zu sehen. Singt schon im zeitigen Frühjahr und selbst bei Regen und Wind, wenn

andere Vögel schon verstummt sind.

Teilzieher; brütet in ganz Europa bis auf Nordskandinavien. Nördliche und östliche

Populationen sind Zugvögel und ziehen im Herbst südwestlich bis zum

Mittelmeergebiet und zum Maghreb. Wegzug August-Oktober, Heimzug

Februar-April.

Lebensraum

Brütet in Wäldern und lichten Gehölzen, Parks und großen Gärten sowie Obstwiesen.

Im Winter und auf dem Zug eher auf Feldern, wo sie sich mit anderen Drosseln

vergesellschaftet.

Nahrung

Insekten, Regenwürmer, Schnecken, ab Sommer auch Beeren und andere Früchte.

Fortpflanzung

Brütet in einer Astgabel in Bäumen, im Efeu oder in Mistelbüschen, oft

höher als andere Drosselarten. Das Nest aus Moos, trockenen Halmen und

Gräsern wird mit Schlamm von innen verfestigt und dann mit Pflanzenhaaren

ausgekleidet. Legt 2-3mal jährlich, von Ende März bis Juni-Juli, 3-5 hellblaue

oder blaß rahmfarbene, rotbraun oder rötlichgrau gefleckte Eier von 31 mm

Größe. Brutdauer 13-14 Tage, Nestlingszeit 14-16 Tage.

Singdrossel

Turdus philomelos

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 23 cm

Gewicht 65-90 g

Kleiner als die Misteldrossel, aber sonst sehr ähnlich : Körperoberseite

erdbraun, ohne helle Federsäume auf den Flügeln ; die Unterseite ist rahmweiß

bis gelblich mit dunklen Flecken, der Schwanz ist kürzer. Im Flug sieht man die

rostbeigefarbenen Unterflügeldecken.

Singt als eine der ersten Arten frühmorgens und noch spät in der Abenddämmerung.

Teilzieher; brütet in ganz Europa außer in Südspanien und Italien. Die nördlichen

und östlichen Populationen überwintern in Westeuropa bis in die Mittelmeerregion

und im Maghreb; in zunehmendem Maße werden auch in Mitteleuropa Überwinterer

beobachtet. Wegzug September-Dezember, Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Bevorzugt dichtes und feuchtes Unterholz in Wäldern, Gehölzen, Parks und

Gärten. In Heckenlandschaften, auch in reinen Nadelwäldern. Geht im Gebirge

bis auf 2000 Meter Höhe.

Nahrung

Regenwürmer, Insekten und Schnecken, deren Gehäuse an Steinen

aufgebrochen werden, so daß regelrechte "Drosselschmieden" mit vielen

umherliegenden Gehäuseteilen entstehen können.

Fortpflanzung

Brütet in 2-3 Meter Höhe im Gebüsch, in Hecken oder Nadelbäumen. Das Nest

besteht aus Moos und Gräsern. Die Nestmulde wird mit einem Gemisch aus

Holzmulm und Schlamm glatt eingestrichen. Legt 2-3mal jährlich 3-5 blaugrüne,

schwach schwarz gefleckte Eier. Brutdauer 12-14 Tage, Nestlingszeit 12-15 Tage.

Rotdrossel

Turdus iliacus

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 21 cm

Gewicht 55-75 g

Ähnelt der Singdrossel; etwas kleiner, mit dunklerem Gefieder,

deutlichem rahmfarbenem Überaugenstreif und charakteristischer Kopfzeichnung.

Im Flug fällt die weinrote Färbung an den Flanken und den Flügelunterseiten auf.

Bei der Nahrungssuche auf kurzrasigen Flächen und Feuchtwiesen vergesellschaftet

sie sich mit anderen Drosselarten. Der starenartige Gemeinschaftsgesang wird durch

typische, flötende Strophen einzelner Individuen durchdrungen.

Teilzieher; brütet in Skandinavien und Nordosteuropa, auch in Schottland.

Überwinterung in ganz Mittel-, West- und Süd-Osteuropa bis Nordafrika.

Die nächtlichen Zugbewegungen finden von Ende September bis Oktober und

von April bis Mai statt.

Lebensraum

Im Sommer skandinavische Wälder (typisch für montane Birkenwäldchen);

überwintert in lichten Wäldern, an Waldrändern, Hecken und auf Wiesen.

Nahrung

Insekten, vor allem Käfer, Larven, Regenwürmer, Schnecken, Beeren und andere

Früchte.

Fortpflanzung

Brütet in Bäumen oder Sträuchern. Das Nest besteht aus Pflanzenmaterial, das

mit Erde gefestigt und innen mit trockenen Gräsern ausgekleidet wird.

Legt 2mal jährlich 5-6 bläulich grüne, rotbraun gefleckte Eier von 26 mm Größe.

Brutdauer 12-14 Tage, Nestlingszeit 12-14 Tage.

Wacholderdrossel

Turdus pilaris

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 26 cm

Gewicht 80-140 g

Kleiner als die Misteldrossel, Kopf, Hals und Bürzel blaugrau, Rücken

kastanienbraun, Kehle und Brust rotgelb mit schwarzen Flecken, Flanken

mit dunkelbrauner, pfeilförmiger Zeichnung, Schwanz fast schwarz. Die

Achseln sind weiß.

Geselliger Vogel, der oft zusammen mit anderen Drosseln auf Wiesen

nach Nahrung sucht.

Singt im Flug oder von der Spitze eines Baumes aus. Am Brutplatz sehr

wachsam, warnt bei Gefahr auch andere Vogelarten. Gemeinschaftliche

Kotattacken gegen Greifvögel.

Teilzieher; brütet von Nord-Osteuropa bis zu einer Linie Alpen-Schottland ;

fehlt in der Mittelmeerregion. Überwinterung in ganz Europa bis auf

den größten Teil Skandinaviens. Zugbewegungen August-Dezember

und Februar-Mai.

Lebensraum

Breitet sich aus dem Norden und Osten kommend Richtung Süden und

Westen aus. In offenen, kühlen und feuchten, durch Gehölze gegliederten

Landschaften : Birkenwäldchen, Kiefernwälder, städtische Parks, Taiga.

Nahrung

Insekten, Regenwürmer und Larven, die mit dem Gehör geortet werden,

bevor sie aus dem Boden gezogen werden; auch Beeren und andere Früchte.

Fortpflanzung

Brütet in lockeren Kolonien, in der Taiga in Gebäuden, sonst in Bäumen.

Das voluminöse Nest besteht aus Gräsern, Moos, Zweigen und Wurzeln,

einer stabilisierenden Erdschicht mit einer feinen Grasauspolsterung.

Legt 1-2mal jährlich im April-Anfang Mai und Ende Mai-Anfang Juni

4-6 blaß blaugrüne, rotbraun gefleckte Eier von 29 mm Größe.

Brutdauer 13-14 Tage, Nestlingszeit ca. 15 Tage.

Ringdrossel

Turdus torquatus

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 24 cm

Gewicht 90-130 g

Ähnlich wie eine Amsel, mit weißlichem Halbmondfleck auf der Brust. Männchen

heller als die Amsel, Schnabel oft gelb mit schwarzer Spitze. Weibchen braun,

Brust dunkel geschuppt ; der helle Brustfleck ist im ersten Winter noch nicht

ausgebildet. Beim fliegenden Vogel wirken die Flügel im Gegenlicht durchscheinend,

in allen Kleidern mit hellen Federsäumen. Bei der Unterart "alpestris" sind die

Federsäume breiter und deutlicher, manchmal haben die Männchen einen eher

graubraunen statt schwarzen Kopf. Vorsichtiger und scheuer Vogel; sitzt aber öfter

gut sichtbar auf Baumspitzen oder Büschen als die Amsel.

Teilzieher; brütet im Nordteil der Britischen Inseln, in Skandinavien,

in den Pyrenäen und von den Alpen (Unterart "alpestris") an ostwärts. Alle

Populationen überwintern im Mittelmeergebiet : lokal in Frankreich,

in Süd-Osteuropa, in Spanien und in Nordafrika. Zugbewegungen finden von

Mitte September bis Oktober und von März bis April statt.

Lebensraum

Nördliches Europa : Felsklippen; Süd- und Mitteleuropa : alpine Nadelwälder

bis auf Meeresniveau, Gebirgsheiden und -moore. Überwintert im Mittelmeergebiet.

Nahrung

Vor allem Insekten; auch Mollusken, Regenwürmer, Beeren.

Fortpflanzung

Brütet in Bodennähe in Sträuchern oder an Böschungen. Das Nest besteht aus

trockenen Gräsern, Halmen und Moos. Legt 2mal jährlich 4-5 blaugrüne,

rötlich braun gefleckte Eier von 30 mm Größe. Brutdauer 14 Tage, Nestlingszeit

14 Tage.

Amsel

Turdus merula

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 24-25 cm

Gewicht 80-110 g

Männchen : schwarzes Gefieder, hellorangefarbener Schnabel, orangegelber Augenring.

Weibchen : oberseits dunkelbraun, unterseits dunkel gefleckt, Kehle und Brust

rötlich braun, Schnabel dunkelbraun. Jungvogel : rötlich braun, Körperunterseite

dunkelbraun gefleckt, Flügel dunkelbraun.

Teilzieher, in ganz Europa bis auf Nord- und Osteuropa Standvogel. Die

Populationen Nordeuropas schließen sich von Oktober bis März den südlicheren

Standvogelpopulationen an.

Lebensraum

In allen gehölzreichen Lebensräumen sehr verbreiteter Brutvogel : Wälder,

Gehölze, Hecken, Parks und Gärten. Geht im Gebirge bis auf 1200 Meter Höhe.

Nahrung

Nahrungssuche vor allem am Boden, meist in offenem Gelände: Insekten,

Regenwürmer, Früchte.

Fortpflanzung

Brütet meist zwischen 1 und 3 Meter über dem Boden in einer Astgabel, im

Blattwerk oder in Gebäuden auf einem Balken. Das Nest besteht aus pflanzlichem

Material, das mit Erde gefestigt wird. Das Innere wird mit feinen Gräsern

und Wurzeln ausgekleidet.Legt 2-3mal jährlich von Ende März bis August 3-5

hellgrüne, braun gefleckte Eier von 29 mm Größe. Brutdauer 13-15 Tage,

Nestlingszeit 12-15 Tage.

Steinrötel

Monticola saxatilis

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 19 cm

Gewicht 42-65 g

Kleine Drossel mit kurzem, in allen Kleidern rötlichem Schwanz und langem

Schnabel. Männchen im Prachtkleid : bunter, blaugrauer und orangeroter Vogel

mit großem weißem Bürzelfeld, das als innerartliches Signal zu verstehen ist. Im

Schlichtkleid wird das Männchen bräunlich wie das Weibchen, unterscheidet sich aber

von diesem durch das graublaue Kopfgefieder und den weißen Bürzel. Weibchen

blasser als die weibliche Blaumerle; oberseits beigebraun gefleckt, unterseits

heller braun.

Versteckt sich gut im felsigen Umfeld. Beim Singflug wird der rötliche Schwanz

gefächert, dabei steigt der Vogel flatternd wie eine Lerche auf, um dann

fallschirmartig zum Sitzplatz zurückzusegeln.

Zugvogel; brütet im Mittelmeergebiet und weiter östlich. Überwinterung vom Sahel

bis Somalia und an die großen Seen bis Tansania. Wegzug im August-Oktober,

Rückzug im März-April.

Lebensraum

Felsige, sonnige Geröllfelder im Gebirge von 1000 bis 2500 Meter Höhe.

Nahrung

Fängt die Beute hauptsächlich am Boden : Insekten und ihre Larven, Spinnen,

Würmer, kleine Schnecken, manchmal kleine Eidechsen, Amphibien; nimmt auch Beeren.

Fortpflanzung

Baut versteckt in Felsspalten oder Mauerlöchern unter überhängenden Pflanzen aus

Blättern, Halmen, Wurzeln und Moos ein Nest, das im Inneren mit feinem

Material ausgekleidet wird. Legt im Mai-Anfang Juni 4-5 blaßblaue, manchmal

rotbraun gefleckte Eier von 26 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage, Nestlingszeit

14-16 Tage.

Blaumerle

Monticola solitarius

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 20,5 cm

Gewicht 37-54 g

Kleiner als die Amsel, kaum größer als der Steinrötel. Männchen

schlehenblau, am Kopf und an der Körperunterseite kräftiger gefärbt, Flügel

und Schwanz grauschwarz; im frischen Schlichtkleid mit beigegrauen Federsäumen.

Im ersten Sommer Bauch und Kehle wie beim Weibchen. Weibchen : variables

Gefieder mit graubrauner Körperoberseite, mehr oder weniger blau getönt und

braun gestreift, Körperunterseite heller. Unterscheidet sich vom weiblichen

Steinrötel durch den längeren Schnabel, die insgesamt dunklere Färbung,

den längeren, braunen und nicht rotbraunen Schwanz und im Herbst durch die

wärmer rahmfarbenen Federsäume an der Körperoberseite.

Aktiver und beweglicher Vogel; hüpft zwischen den Felsen am Boden umher und

versteckt sich dort, wenn er gestört wird.

Teilzieher; brütet in der Mittelmeerregion. Im Winter geht er in tiefere Lagen, und

viele, vor allem die weiblichen Brutvögel Europas überwintern in Nordafrika.

Lebensraum

Gebirgsregionen, in tieferen Lagen als der Steinrötel, an besonnten Felswänden;

überwintert oft an mediterranen Klippen und Ruinen, auch an Felsküsten.

Nahrung

Jagt von einem Felsen aus wie ein Grauschnäpper fliegende Insekten;

frißt auch Spinnen, kleine Eidechsen, im Herbst Beeren.

Fortpflanzung

Brütet geschützt in Felsspalten oder Mauerlöchern in einem Nest aus Blättern,

Halmen und trockenen Gräsern, das mit Wurzeln und feinen Gräsern

ausgekleidet wird. Legt 1-2mal jährlich ab Ende April-Mai 4-5 blaßblaue Eier

von 27 mm Größe. Brutdauer 12-13 Tage, Nestlingszeit 16-17 Tage.

Mittelmeer-Steinschmätzer

Oenanthe hispanica

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 14,5 cm

Gewicht 15-22 g

Ähnlich wie der Steinschmätzer, aber schlanker. Prachtkleid des Männchens

auffallend schwarz-weiß und lachsfarben, beim Weibchen kontrastärmer und weniger

auffällig. Schwanz schwarz und weiß, länger als beim Steinschmätzer, mit

schwarzem Mittelband, die schwarze Endbinde verbreitert sich seitwärts. In beiden

Geschlechtern sind die Flügel schwarz. Die rötlichbraune Körperoberseite und die Flügel

des Weibchens sind dunkler als beim weiblichen Steinschmätzer. Das Männchen

hat einen grauen bis rötlichen Rücken. Innerhalb dieser Art gibt es sowohl zwei Unterarten

als auch zwei verschiedene Farbvarianten. In beiden Geschlechtern kann die Kehle schwarz

(Variante "stapazina") oder gelblich bzw. rötlich sein (Variante "aurita").

Unterarten :

Östlich von Süditalien brütet die Unterart "melanoleuca" : Männchen im Frühling

oft völlig schwarz-weiß ; das Weibchen hat dann eine schokoladenbraune

Kopfplatte und einen ebensolchen Mantel, der in die dunkleren Schulterfedern

übergeht, Ohrdecken und Kehle sind mehr oder weniger dunkel, die Brust ist

rotbraun getönt, der Bauch schmutzig weiß oder rahmfarben. Im Herbst ist die

Körperoberseite graubraun, ohne geschuppte Zeichnung und ohne blassen

Überaugenstreif, die braunrote Brust setzt sich von der hellen Kehle ab.

Westlich von Süditalien schließt sich die Unterart "hispanica" an : das Männchen

hat weniger Schwarz am Kopf als "melanoleuca", die Körperoberseite ist rein

ockerfarben. Weibchen heller, oberseits wärmer rostbeige, häufiger mit

hellerem Überaugenstreif.

Bewegt sich nicht so oft am Boden wie der Steinschmätzer, sitzt waagerechter,

wippt mit dem Schwanz und spreizt ihn wie alle anderen Schmätzer. Singt im Flug

oder von einer exponierten Warte aus.

Zugvogel; brütet in allen Mittelmeerländern; überwintert im Sahel bis Äthiopien.

Wegzug August-Oktober, Heimzug April-Mai.

Lebensraum

Offene, trockene und sonnige Landschaften mit niedriger Vegetation :

felsige Abhänge mit Macchia, große Gärten, Ödland, an Ruinen. Geht im

Bergland nicht höher als 1000 m.

Nahrung

Hauptsächlich Insekten, auch Spinnen, kleine Schnecken und Beeren.

Fortpflanzung

Baut in einer Felsspalte oder in einem Mauerloch ein Nest aus trockenen Gräsern,

das im Inneren mit Tierhaaren und Federn ausgekleidet wird. Legt 2mal jährlich

Anfang Mai und im Juni-Juli 4-5 blaugrüne, rötlich gepunktete Eier von 20 mm

Größe. Brutdauer ca. 15 Tage, Nestlingszeit 13-14 Tage.

Trauersteinschmätzer

Oenanthe leucura

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 18 cm

Gewicht 34 g

Größer als andere Steinschmätzer, mit rundlicher und gedrungener Silhouette ;

Flug schwerfälliger und langsamer. Das Männchen ist glänzend schwarz, das

Weibchen schwarzbraun. Der Bürzel und die basalen Schwanzkanten sind weiß,

ansonsten ist der Schwanz bei beiden Geschlechtern schwarz. Die Jungvögel sind

matter schwarz gefärbt als das Männchen.

Standvogel; brütet vor allem in Spanien bis zum Ostteil der Pyrenäen in Frankreich.

Lebensraum

Trockene und felsige Gebiete ; Abhänge, Schluchten.

Nahrung

Insekten, Spinnen und Skorpione, Tausendfüßer, Beeren.

Fortpflanzung

Baut in Felsspalten oder Mauern ein Nest aus trockenen Gräsern und Halmen,

das mit Tierhaaren, Wolle und Federn ausgelegt wird. Das Männchen, manchmal

auch das Weibchen, legt unter und vor dem Nest einen Wall aus flachen Steinen

an. Legt 2mal jährlich, von Mitte März bis April und Mitte Juni 4-6 hellblaue,

rotbraun gefleckte Eier von 22 mm Größe. Brutdauer 16 Tage, Nestlingszeit

durchschnittlich 15 Tage.

Braunkehlchen

Saxicola rubetra

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 16-24 g

Kurzer Schwanz, gelbbraune, schwarz gefleckte Oberseite, in allen Kleidern mit

breitem, weißem oder rahmfarbenem Überaugenstreif. Männchen : im Prachtkleid

sind die Ohrdecken und die Wangen schwarzbraun, die Stirn ist weiß, mit weißen

Flecken auf den Schulterfedern und den Handschwingen. Schlichtkleid : braun und

rötlich braun. Die seitliche Schwanzbasis ist in allen Kleidern weiß. Weibchen :

matter als das Männchen im Schlichtkleid.

Im Flug unterscheidet es sich durch das Weiß an den Flügeln und am

Schwanz vom Schwarzkehlchen. Sitzt oft aufgerichtet auf der Spitze einer

Staude; singt auch nachts.

Zugvogel; fehlt auf der Iberischen Halbinsel südlich der Pyrenäen, im größten

Teil Italiens, auf Sardinien und Sizilien. Überwintert im Sahel, am Oberlauf des Nils

und südlich bis Tansania. Wegzug August-November, Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Feuchtgebiete, Wiesen mit hohen Stauden und einzelnen Sträuchern.

Häufig auch in trockenen Gebieten.

Nahrung

Insekten, die im Flug gefangen werden, Insektenlarven, Spinnen, Würmer.

Fortpflanzung

Baut gut versteckt in der Vegetation in einer Bodenmulde ein Nest aus trockenen

Gräsern und Moos. Legt 1-2mal jährlich 5-7 blaugrüne, manchmal rotbraun gefleckte

Eier von 19 mm Größe. Erstgelege im Mai oder Anfang Juni, im Hochland auch

später. Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit auch ca. 13 Tage.

Steinschmätzer

Oenanthe oenanthe

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 15-16 cm

Gewicht 17-30 g

So groß wie ein Sperling. Männchen im Prachtkleid : Körperoberseite

silbergrau, Flügel schwarz, Unterseite weiß, mit schwarzer Maske und weißem

Überaugenstreif, der sich bis zum Schnabel fortsetzt. Weibchen : insgesamt brauner,

mit rahmfarbener Unterseite. Im Flug fallen der charakteristische weiße Bürzel

und der kurze schwarzbraune Schwanz mit an der Basis weißen Schwanzkanten auf.

Sehr lebendiger, nervöser und flinker Vogel, der recht scheu ist.

Zugvogel in ganz Europa; überwintert im Sahel, am Oberlauf des Nils und weiter

südlich bis Tansania. Wegzug August-November, Heimzug Februar-Mai.

Lebensraum

Offenes und steiniges Gelände: Strandheiden und Brachen, Almen, Tundra.

Nahrung

Vor allem Insekten, auch Spinnen und Schnecken.

Fortpflanzung

Baut in einer Bodenmulde oder unter einem Stein ein Nest aus Gräsern, Wurzeln,

Halmen und Moos, das im Inneren mit Federn und Wolle ausgelegt wird.

Legt 1-2mal jährlich von Ende April bis Juni 5-6 hellblaue Eier von 21 mm Größe.

Brutdauer 14 Tage, Nestlingszeit 16 Tage.

Schwarzkehlchen

Saxicola torquata

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 14-17 g

Kleiner als ein Sperling, mit rundlichem Profil, wippt ständig mit

dem schwarzen bis braunschwarzen Schwanz. Männchen : Kopf und Kehle schwarz,

die weißen Halsseiten heben sich deutlich davon ab, Brust rotbraun, Bauch cremefarben,

Rücken schwarz, mit weißem Bürzel und weißen Flügelfeldern. Weibchen : Kehle

braun bis graubeige, die braune Oberseite ist schwarz gestreift, ohne weißen

Bürzel und weiße Flügelfelder. Die Unterart "rubicola" aus Europa und Nordafrika

ist sehr kontrastreich gezeichnet, beim Männchen mit schwärzlicher Oberseite

und orangeroter Brust; "hibernans" von den Britischen Inseln, aus der Bretagne

und von der portugiesischen Küste ist dunkler, das Männchen hat eine eher

rostbraune Brust und breitere braune Federränder auf der Körperoberseite. Sitzt

oft auf Leitungen, wo man es gut beobachten kann.

Im Süden teilweise Standvogel; fehlt in Nord- und Osteuropa. Die Brutvögel Mitteleuropas

ziehen fast alle in das Mittelmeergebiet bis Nordafrika und in die Sahara. Wegzug

August-November, Heimzug Februar-April.

Lebensraum

Offene Gebiete : Heiden, Brachen, Straßen- und Feldränder, Kulturland.

Nahrung

Vor allem Insekten, auch kleine Schnecken, Asseln, im Winter Samen.

Fortpflanzung

Baut in dichter Vegetation in Bodennähe, oft in einem Strauch ein Nest aus

trockenen Gräsern, Wurzeln und Moos, das mit Federn und Tierhaaren

ausgekleidet wird. Der Nestzugang wird durch einen ausgetretenen Eingangstunnel

gebildet. Legt 2-3mal jährlich Ende März Anfang April, im Mai und evtl. nochmal

im Juli 5-6 hellblaue, rötlich gefleckte Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage,

Nestlingszeit ca. 16 Tage.

Nachtigall

Luscinia megarhynchos

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 16,5 cm

Gewicht 18-27 g

Im Gelände meist nicht vom Sprosser zu unterscheiden, nur unter guten

Beobachtungsbedingungen : Körperoberseite heller und wärmer braun, die graue

Unterseite ist eher gelbbräunlich, der Schwanz deutlicher rotbraun, die Brust

ungefleckt ; die Beine sind blaß gelbrosa. Jungvogel gleichmäßig gefleckt wie

ein junges Rotkehlchen. Wie bei der Schwesterart singt das Männchen

tags und nachts versteckt aus der Vegetation heraus; der Gesang fällt aber vor allem in

der Dämmerung und nachts auf.

Zugvogel; fehlt in Irland und Schottland, wird in Nord-Osteuropa durch den

Sprosser ersetzt. Überwintert im Sahel und im tropischen Afrika. Wegzug

Ende Juli-Anfang Oktober, Heimzug Ende März-Anfang Mai.

Lebensraum

Wälder mit dichtem Unterholz : Laubwald, Dickicht, Parks und Gärten.

Bevorzugt trockenere und mehr lichtdurchflutete Lebensräume als der Sprosser,

geht im Bergland nicht höher als 1000 m.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Regenwürmer, Spinnen, im Sommer auch Beeren.

Fortpflanzung

Wie beim Sprosser : Baut gut versteckt oft direkt am Boden oder im

Gebüsch, aber nie höher als 50 cm, ein Nest aus Blättern und trockenen Gräsern,

das im Inneren mit feinem Material ausgelegt wird. Legt 1-2mal jährlich,

Ende April-Mai und Ende Juni-Anfang Juli, 5-6 olivgrüne oder dunkelbraune

Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage, die Jungvögel verlassen mit

12 Tagen das Nest und können mit 14 Tagen fliegen.

Blaukehlchen

Luscinia svecica

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 15-23 g

Bei allen Unterarten haben die Männchen ein leuchtend blaues Brustschild,

nur der Fleck in der Mitte variiert farblich : die Nominatform "svecica"

Skandinaviens, Nord-Osteuropas und selten in den Alpen hat einen roten Fleck;

bei "cyanecula" aus dem mitteleuropäischen Tiefland ist er weiß. Je nach

Alter und Geschlecht sind diese Merkmale nicht immer gut zu sehen; im frischen

Herbstgefieder kann die gesamte Brustzeichnung durch die hellen Federränder

verdeckt sein. Der Rücken ist braun, der Bauch weißlich, die äußeren Steuerfedern

sind an der Basis rotbraun; Kopf mit deutlichem weißen Überaugenstreif.

Hüpft auf dem Boden mit aufgestelltem Schwanz zwischen der Vegetation umher.

Zugvogel; brütet in Nord und Osteuropa, in Mittel- und Westeuropa mit lückenhafter

Verbreitung, fehlt auf den Britischen Inseln. Überwintert in Spanien und Marokko sowie

von der Sahelzone bis Somalia. Wegzug August-Oktober Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Offenes, feuchtes Gelände : skandinavische Birken- und Weidenwälder, wo die Vögel

sich oft in Wassernähe aufhalten; weiter südlich an Ufern von Flüssen, Seen und

Kanälen, in Schilfzonen und Sümpfen. In der Agrarlandschaft an Gräben.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, kleine Mollusken, Regenwürmer, im Sommer auch Beeren.

Fortpflanzung

Baut versteckt an einer Böschung oder unter einem Grasbüschel, oft am Boden in

Wassernähe ein Nest aus Gräsern, trockenen Blättern und eingeflochtenem

Moos, das mit feinem Material ausgelegt wird. Legt 1-2mal jährlich, Ende April-

Anfang Mai und Ende Mai-Juni 5-6 blaugrüne, fein rötlich gepunktete Eier von

19 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage, Nestlingszeit 15 Tage.

Hausrotschwanz

Phoenicurus ochruros

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 14-20 g

Beide Geschlechter sind dunkelgrau, mit etwas hellerem Bauch und rostbraunem

Schwanz. Das Männchen ist an der Kehle, der Brust und manchmal am Mantel

schwarz, oft mit einem weißen Flügelfeld. Das Weibchen ist unterseits graubraun,

dunkler als das des Gartenrotschwanzes und immer ohne rötlichen Schimmer.

Männchen im ersten Sommer : weibchenfarben oder an der Kehle schwärzlich

wie beim ausgefärbten Männchen, aber ohne weißes Flügelfeld. Die Unterart

"aterrimus" von der Iberischen Halbinsel ist völlig schwarz mit grauer Kopfplatte.

Zuckt oft mit dem Schwanz; singt schon sehr früh morgens immer von einer

erhöhten Warte aus : Felsen, Dächer, Kirchtürme.

Teilzieher; brütet bis auf Skandinavien, Schottland und Irland sowie große Teile

Großbritanniens in ganz Europa. Großflächige Zugbewegungen in Mittel- und

Osteuropa Richtung Südwesten bis nach Nordafrika. Wegzug August-November,

Heimzug März-April.

Lebensraum

Ursprünglich an Steilwänden im Gebirge bis 3000 m Höhe; hat sich als Kulturfolger

im Flachland ausgebreitet.

Nahrung

Vor allem Insekten, die fliegenschnäpperartig oder rüttelnd an Fassaden erbeutet

werden. Im Herbst auch Beeren.

Fortpflanzung

Halbhöhlenbrüter, der in einem Fels- oder Mauerloch, in einer Scheune auf

einem Balken oder in einer Nische ein Nest aus Blättern, trockenen Stengeln

und Gräsern baut, das im Inneren mit Federn, Wolle und Tierhaaren ausgekleidet

wird. Legt 1-2mal jährlich im April-Mai und Juni-Juli 4-6 weiße Eier von

19 mm Größe. Brutdauer 12-13 Tage, Nestlingszeit 16-18 Tage.

Gartenrotschwanz

Phoenicurus phoenicurus

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 12-20 g

Männchen mit charakteristischem Prachtkleid : Flanken und Bürzel rotbraun,

Brust orangerot, Bauch weißlich, Körperoberseite schiefergrau ; am Kopf mit

einem weißen Stirnband, Kehle und Wangen schwarz. Weibchen :

Körperoberseite graubraun, die Unterseite ist im Unterschied zum weiblichen

Hausrotschwanz leicht rötlich; mit leicht hell abgesetzter Kehle und

schwachem Augenring.

Zuckt regelmäßig mit dem Schwanz wie der Hausrotschwanz, was beide

von anderen europäischen Singvögeln unterscheidet.

Zugvogel; brütet in ganz Europa außer Irland. Überwintert in der Sahelzone und

vom Oberlauf des Nils bis nach Kenia. Wegzug August-November mit

Hauptdurchzug im September, Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Sehr verschieden, aber an lichte Gehölze mit großen Bäumen gebunden :

lockerer Laubhochwald, kleine Wäldchen, Hecken mit einzelnen großen Bäumen,

Lichtungen im Nadelwald.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Spinnen, Schnecken, Würmer, gelegentlich auch

Beeren.

Fortpflanzung

Das Weibchen baut in Baumhöhlen, Mauern, Briefkästen oder in Nistkästen

ein Nest aus Gräsern, Moos und Fasern, das mit Federn, Wolle und Tierhaaren

ausgekleidet wird. Legt 1-2mal jährlich, Ende April-Anfang Mai und Ende Juni

5-7 hellblaue Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 13-14 Tage, Nestlingszeit

14-16 Tage.

Sprosser

Luscinia luscinia

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 16,5 cm

Gewicht 22-32 g

Im Gelände von der Nachtigall oft nicht zu unterscheiden, nur bei guten

Beobachtungsbedingungen : braunes Gefieder dunkler und weniger warm getönt,

Schwanz mit weniger Rotbraun, Brust und Flanken undeutlich gefleckt, Unterseite

matt weiß mit schwachgrau gefleckter Brust, Schnabel und Beine dunkel. Jungvogel :

gleichmäßig gefleckt wie ein Rotkehlchen. Lebt verborgen im Unterholz,

von wo aus er tags und nachts kraftvoll singt; man bemerkt ihn aber vor allem

nachts und in der Dämmerung.

Zugvogel; brütet in Nord-Osteuropa. In Deutschland mischt sich um Frankfurt/Oder

und an der Elbe das Verbreitungsgebiet mit der Nachtigall. Überwintert von

Äthiopien bis Südafrika. Wegzug im August, Heimzug im Mai.

Lebensraum

Im Unterschied zur Nachtigall in Lebensräumen mit feuchtem Untergrund :

Wälder mit dichtem Unterholz, in dem er sich gerne aufhält, Kulturland mit

Laubwäldchen, Ufervegetation an Seen, Sümpfen und Flüssen.

Nahrung

Insekten, Würmer, Schnecken, Beeren und andere Früchte.

Fortpflanzung

Brütet gut versteckt am Boden, oft an einem heruntergefallenem Ast, oder bodennah

(50-75 cm hoch) im Gebüsch. Nest aus trockenem Pflanzenmaterial

und Blättern, mit feinen Halmen und Wurzeln ausgekleidet. Legt einmal

jährlich Ende Mai 4-6 olivbraune, manchmal rötlich braune Eier von 22 mm Größe.

Brutdauer 13 Tage, die Jungvögel verlassen das Nest mit 12 Tagen, können

dann aber noch nicht fliegen und werden weiter versorgt.

Rotkehlchen

Erithacus rubecula

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 16-22 g

Rundlicher Vogel, der am Boden auf dünnen Beinen herumhüpft.

Körperoberseite olivbraun; die Unterseite ist weißlich mit einem großen,

orangeroten Fleck von der Stirn bis unterhalb der Brust. Die Jungvögel sind

braun und rötlichgelb gefleckt. Sehr vertraut, kommt ganz nahe heran,

um Nahrung zu ergattern, vor allem im Winter; während der Brutzeit eher heimlich.

Standvogel in Europa außer in Nord- und Osteuropa; die dortigen Populationen

ziehen zum Überwintern südlich bis in die Nordsahara. Wegzug im September-

Oktober, Rückzug im März-April.

Lebensraum

Häufiger Vogel, in Wäldern, Parks und Gärten. Geht im Gebirge bis auf

2000 m Höhe.

Nahrung

Insekten, Beeren und andere Früchte.

Fortpflanzung

Neststandort sehr variabel, in Bodennähe : am Boden unter einem Abhang,

in Löchern, unter Pflanzen, in einem Gartenhäuschen, einem Mauerloch

oder einem Baumstumpf. Das Nest besteht aus trockenen Halmen, Blättern

und Flechten und wird innen mit Tierhaaren, Federn und feinen

Pflanzenteilen ausgekleidet. Legt 1-3mal jährlich, im April-Mai, im Juni und

im Juli 4-7 weißliche, rotbraun gepunktete Eier von 20 mm Größe. Brutdauer

13-14 Tage, Nestlingszeit 12-15 Tage.

Heckensänger

Cercotrichas galactotes

TURDIDAE

Beschreibung

Größe 15,5 cm

Gewicht 20-27 g

Rostbrauner, rundlicher Vogel mit kurzen Beinen und langem, charakteristischem

Schwanz : gestuft, rotbraun, mit schwarzweißer Zeichnung an der Spitze ; wippt

oft auffallend mit dem Schwanz, stellt ihn auf und fächert ihn. Die Unterart "galactotes"

aus Spanien ist am Rücken und auf der Kopfoberseite rostbraun, die Unterart

"syriacus" aus dem südöstlichen Teil des Verbreitungsgebietes ist oberseits

blasser und graubraun gefärbt. Die Unterseite ist hell rahmfarben, der Bürzel

rotbraun, mit cremefarbenem Überaugen- und dunklem Augenstreif, der sich bis

weit hinter die Augen zieht, Schnabel hell. Jungvogel ungefleckt. Bewegt sich

oft am Boden. Singt sitzend von einem Strauch aus oder im Singflug, bei dem er

zunächst schmetterlingsartig geradeaus fliegt, um dann mit entfalteten Flügeln

und Schwanz wie ein Fallschirm herabzugleiten.

Zugvogel; brütet in Spanien, ausnahmsweise auch in Südfrankreich. Überwintert im

Sahel und in Ostafrika. Wegzug September-Oktober, Heimzug April-Mai.

Lebensraum

Trockene, buschige Landschaften : Weinberge und Gärten, Opuntienhecken,

Olivenhaine, Trockentäler.

Nahrung

Insekten, kleine Früchte.

Fortpflanzung

Baut in einem Strauch oder in einem Feigenbaum ein Nest aus Gräsern und Wurzeln,

das im Inneren mit Pflanzenfasern und Tierhaaren ausgekleidet wird. Legt 1-2 mal

jährlich im Mai-Juni und Ende Juni 4-5 weißliche, rotbraun und graugelb gefleckte Eier

von 22 mm Größe. Brutdauer wahrscheinlich 13-14 Tage, Junge verlassen mit 12-13

Tagen das Nest und werden noch bis zum Alter von 3-4 Wochen von den Eltern geführt.

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