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Bartgeier

Gypaetus barbatus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 100-115 cm

Spannweite 245-272 cm

Gewicht 5000-7000 g

Großer Geier; die Flügel sind schmaler als beim Mönchsgeier, der

keilförmige Schwanz ist länger. Segelt oft majestätisch, fast ohne mit den

Flügeln zu schlagen, den Kopf abwärts gerichtet und Flügel und Schwanz

leicht hängend. Ausgewachsen hat er ein gelblich-weißes Gesicht mit schwarzem

Bart- und Augenstreif. Nacken, Hals, Kehle und Unterseite sind gelborange,

der Bauch heller, die Oberseite, die Flügel und der Schwanz sind schwarzgrau,

die Beine sind bis zu den Zehen mit rötlichbraunen Federn bedeckt.

Unausgefärbte Jungtiere sind am Rücken und auf den Flügeldecken hell gefleckt.

Standvogel in den Pyrenäen und auf Korsika, neuerdings wiedereingebürgert

in den Alpen.

Lebensraum

Südliche Gebirgslandschaften : felsige und schluchtenreiche Gebiete.

Nahrung

Kadaver z.B. von Hirschen, Gemsen, Schafen, Ziegen. Läßt aus großer Höhe Knochen

fallen, um sie zu zerkleinern. Fängt kleine Wirbeltiere auch lebend.

Fortpflanzung

Sucht sich Überhänge oder Höhlungen in unzugänglichen Steilwänden,

um dort eine Plattform aus kleinen Ästen zu bauen, die mit Schafwolle,

Fell oder Moos ausgelegt wird. Legt ab Februar-März 1-2 weiße, braun und

violett gefleckte Eier, 66 mm groß. Brutdauer 55-60 Tage, Nestlingszeit ca.

180 Tage. Oft überlebt nur ein Junges.

Schmutzgeier

Neophron percnopterus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 60-70 cm

Spannweite 158-163 cm

Gewicht 1600-2200 g

Gefieder weiß bis gelblich, Schwingen schwarz. Nacktes, orangegelbes Gesicht

und ebensolche Kehle, der weiße Schwanz ist keilförmig. Die Jungvögel, die

bis zur Geschlechtsreife mit 5 Jahren meist in Afrika bleiben, sind dunkelbraun mit

gelben Flecken, das Gesicht ist blaßgrau.

Zugvogel; brütet im Mittelmeergebiet, das er im August-September

zum Überwintern in Zentralafrika verläßt. Rückkehr im März-Mai.

Lebensraum

Bergige Landschaften im Süden : entwaldete Berghänge, felsige Hänge,

tiefe Schluchten; meist in der Nähe von Wasserläufen.

Nahrung

Allesfresser : Aas, Exkremente, Insekten, Eier, Küken, besucht häufig Müllplätze.

Fortpflanzung

Baut in einer unzugänglichen Steilwand in einer Vertiefung oder einer Grotte

einen Horst aus Zweigen, Lumpen, Mist, Knochen usw. Legt im März-April

1-2 weiße, braun gefleckte Eier. Brutdauer 42 Tage, Nestlingszeit 70-90 Tage.

Gänsegeier

Gyps fulvus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 95-105 cm

Spannweite 255-280 cm

Gewicht W:8000-11000 g, M:7500-10500 g

Gut erkennbar an der Größe, den langen, breiten Flügeln mit geschwungenem

Hinterrand und tief gefingerte Handschwingen. Die Körperunterseite ist

hellbraun, mit dunkleren Schwingen. Der Schwanz ist sehr kurz und gerader

abgeschnitten als beim Mönchsgeier. Beim Kreisen werden die Flügel

nicht gerade wie bei den anderen Geierarten, sondern leicht V-förmig nach

oben gehalten. Der nackte Kopf und Hals sind weißlich bedunt.

Standvogel des Mittelmeergebiets, mit Erfolg in den Cevennen in Frankreich

wiedereingebürgert; Sommergast in Österreich

Lebensraum

Gebirge mit Felswänden, bei der Nahrungssuche auch in der Ebene.

Nahrung

Aasfresser, der sich vor allem im Winter und im Frühling von Viehkadavern

und Abfall ernährt. Bei der Nahrungssuche kreisen die Geier hoch in der Luft

und beobachten dabei ebenfalls kreisende Artgenossen. Setzt einer über einem

erspähten Kadaver zur Landung an, dann folgen weitere aus großer Entfernung

nach, so daß die Nahrungsquelle für mehrere Tiere erschlossen werden kann.

Fortpflanzung

Brütet auf einem Felsband in einer Nische, die mit Wolle, Haaren,

Federn usw. ausgelegt wird. Legt im Februar ein weißes, selten braun geflecktes Ei,

92 mm groß. Brutdauer 52 Tage, Nestlingszeit 100-120 Tage.

Mönchsgeier

Aegypius monachus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 100-110 cm

Spannweite 250-295 cm

Gewicht 7000-12500 g

Größter Greifvogel Europas, insgesamt schwarzbraun, mit braunem Halskragen. Der

Schwanz ist länger als beim Gänsegeier und leicht keilförmig. Der Kopf ist

dicker und dunkel bedunt; die nackte Haut am Hals ist bei Alttieren hellblaugrau,

bei Jungtieren eher rosa. Flügelhaltung beim Segeln völlig gerade, im Gleitflug

mit hängendem Handflügel.

Brutvogel Zentralspaniens und des Balkans, Standvogel. Wiederansiedlung

auf den Balearen.

Lebensraum

Gebirgslandschaft mit Felswänden, Wald- und Hügelland.

Nahrung

Vor allem Aas, wo er anderen Geierarten überlegen ist.

Fortpflanzung

Brütet in lockeren Kolonien. Baut einen Baumhorst aus kräftigen Ästen. Legt

von Ende Februar bis Mitte März 1 weißes, meist rotbraun geflecktes Ei.

Brutdauer 50-55 Tage, Nestlingszeit 100-120 Tage.

Schlangenadler

Circaetus gallicus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 62-67 cm

Spannweite 170-185 cm

Gewicht 1100-2000 g

Großer, heller Greifvogel mit breiten, biegsamen Flügeln, dickem, eulenähnlichem

Kopf und schmalem, gerade abgeschnittenem Schwanz mit 3-4 dunklen Querbinden.

Oberseite : graubrauner Körper mit dunklen Schwingen. Unterseite : rein weiß

oder mehr oder weniger braunrot gestreift, mit dunkelbrauner Vorderbrust und Kehle.

Kreist mit geraden Flügeln, rüttelt oft mit hängenden Fängen.

Zugvogel; mediterrane Art, die im Sahel überwintert. Wegzug September-Oktober,

Heimzug März-April.

Lebensraum

Gebirge und Ebene, offene Landschaften mit Wäldern : felsige Hügel,

mit Wald durchsetzt, Brachen, Macchien, Heiden.

Nahrung

Jagt an sonnigen Hängen vor allem Reptilien, auch kleine Nagetiere,

Vögel und Amphibien.

Fortpflanzung

Baut in Bäumen oder auf Felsbändern einen jedes Jahr mächtiger werdenden

Horst aus Ästen, der mit grünen beblätterten Zweigen ausgelegt wird. Legt im

März-April 1 weißes Ei von 73 mm Größe. Brutdauer 45-47 Tage, Nestlingszeit

70-75 Tage.

Rohrweihe

Circus aeruginosus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 48-55 cm

Spannweite 110-125 cm

Gewicht W : 500-800 g; M : 400-650 g

Bussardgroß, größer als andere Weihen, von denen sie sich durch die Färbung

deutlich unterscheidet. Männchen : Rücken braun, Bauch, Flanken und

Hosen rostrot, Schwanz und Flügel bis auf die braunen Oberflügeldecken

und die schwarzen Handschwingen hellgrau, Kopf hell mit dunklen Streifen,

Brust braun gestreift. Weibchen : schokoladenbrauner Körper, heller Kopf

mit schwachen Streifen, Oberkopf und Schultern cremefarben. Jungvogel : wie

Weibchen, aber Kopfplatte heller und ohne oder mit nur schwach ausgebildeten

Schulterflecken. Ihr leichter Flug und die V-förmige Flügelhaltung mit dem langem

Schwanz unterscheiden sie von einem Bussard. Einige Männchen sind polygam.

Teilzieher; außer in den Niederlanden sind in Mitteleuropa keine regelmäßigen

Überwinterungen bekannt. Winterquartier Süd-Westeuropa bis Nordafrika.

Wegzug August-Oktober, Heimzug April-Mai.

Lebensraum

Feuchtgebiete; Teiche, Seen und Flüsse mit Schilfgürteln.

Breitet sich neuerdings auch in trockenere Lebensräume aus.

Nahrung

Kleine Säugetiere, Wasservögel und ihre Jungen, Reptilien, Amphibien,

Insekten und bei Gelegenheit Aas.

Fortpflanzung

Nest im Schilfgürtel, ein Haufen aus Schilf und Zweigen. Legt von Mitte April-Mai,

manchmal im Juni 4-5 weiß-bläuliche oder weiß-grünliche Eier von 50 mm Größe.

Brutdauer 31-38 Tage, Jungvögel beginnen nach 40 Tagen, im Schilf herumzustreunen.

Schwarzmilan

Milvus migrans

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 55-60 cm

Spannweite 135-155 cm

Gewicht 650-950 g

Dunkler Greifvogel von der Größe eines Mäusebussards. Unterscheidet

sich von diesem vor allem durch einen längeren Schwanz mit leichter

Gabelung, die bei gespreiztem Schwanz verschwindet, sowie durch

gleichmäßig breite Flügel. Im Flug sind die Flügel leicht gewinkelt, mit dem

sehr beweglichen Schwanz wird gesteuert. Die Oberseite ist dunkelbraun,

die Unterseite rotbraun mit schwarzen Streifen, der Kopf grau. Die Jungvögel

sind oberseits dunkelbraun mit rotbraunen Flecken, unterseits heller braun,

am Kopf graubraun. Wie sein wissenschaftlicher Name vermuten läßt, ist er

ein Zugvogel. Während des Sommers auf dem gesamten europäischen

Kontinent bis auf Nord-Westeuropa häufiger Brutvogel, zieht von

September bis Mai nach Zentralafrika, Rückzug ab Februar-April.

Lebensraum

Für die Nahrungssuche auf Gewässer angewiesen. Kulturlandschaft mit Wäldern.

Nahrung

Insekten, Fische, Eidechsen, kleine Säugetiere. Aasfresser, der häufig

Speisereste auf Müllkippen und auf Straßen überfahrene Tiere frißt.

Fortpflanzung

Nistet auf großen Bäumen in Wassernähe, manchmal auf Felsvorsprüngen;

kann lockere Kolonien in der Nähe von Reiherkolonien bilden. Baut ein Nest

aus Ästen, das mit Erde, Haaren, Lumpen, Mist usw. ausgekleidet wird.

Legt Mitte April-Mai 2-3 schmutzigweiße, braun gefleckte Eier, 53 mm groß.

Brutdauer 34-38 Tage, Nestlingszeit ca. 42 Tage.

Seeadler

Haliaeetus albicilla

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 77-92 cm

Spannweite 200-245 cm

Gewicht W : 4100-7000 g; M: 3100-5500 g

Größter nordeuropäischer Greifvogel, außer in Skandinavien selten.

Mächtiger, dunkelbrauner Adler mit kräftigem Schnabel und relativ langem

Hals; kurzer, keilförmiger Schwanz und rechteckige gleich breite Flügel.

Altvogel mit hellem Kopf und weißem Schwanz, Schnabel gelb; Jungvogel

mit einheitlich dunklem Körpergefieder und dunklem Schnabel. Fliegt meistens

sehr niedrig : Flügel beim Kreisen gerade oder schwach angehoben, beim

Gleiten Flügelbug nach vorne geschoben und Handflügel herabhängend, dabei sind

die freien Handschwingen an den Flügelspitzen weit gespreitzt. Fliegt oft im

Ruderflug.

Brutvogel Nord-Osteuropas ; Teilzieher, überwintert lokal in West- und Mitteleuropa.

Die Population in Nordostdeutschland nimmt zu.

Lebensraum

Felsküsten, Inseln, Seen, Moore, Stauseen, große Flüsse.

Nahrung

Fische, Wasservögel, Säugetiere ; bei Gelegenheit auch Aas.

Fortpflanzung

Baut einen sehr großen Horst aus Ästen auf Bäumen oder an Felswänden, manchmal

auf dem Boden, ausgekleidet mit Zweigen, Algen, Flechten und Wolle. Legt

Ende Februar bis Anfang März 2 mattweiße Eier von 76 mm Größe. Brutdauer

36-42 Tage, Nestlingszeit 70-75 Tage.

Rotmilan

Milvus milvus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 60-66 cm

Spannweite 145-165 cm

Gewicht W : 950-1300 g; W: 750-1050 g

Größer als der Schwarzmilan und nicht so dunkel. Oberseite braunrot,

Unterseite schwarz gestreift, mit dunkel gestreiftem, weißlichem Kopf; helle Flügeldecken und

weiße Flecken unter den Flügeln. Das Gefieder der Jungvögel ist heller mit einer

braun und schwarz gefleckten gelblichen Unterseite. Elegantes Flugbild :

langer, tief gegabelter Schwanz, der hin-und her bewegt wird, lange, schmale Flügel.

Diese werden beim Segeln gerade oder leicht gebogen gehalten. Vollführt im

Frühjahr zur Paarungszeit akrobatische Balzflüge. Versammelt sich im Winter an

Gemeinschaftsschlafplätzen in großen Bäumen oder Wäldchen.

Teilzieher; die Brutpopulationen Nord-Osteuropas ziehen zum

Überwintern nach Südwesten. Wegzug August-November, Heimzug Februar-Mai. In

Deutschland lokale Überwinterung.

Lebensraum

Nicht so ans Wasser gebunden wie der Schwarzmilan. Hügelland, Kulturlandschaft

mit Wäldern.

Nahrung

Insekten, Fische, Vögel, Amphibien. Weniger Aasfresser als der Schwarzmilan,

stiehlt bei Gelegenheit anderen Vögeln wie (Habicht, Wanderfalke,

Fischadler, Rabenkrähe, Saatkrähe) die Beute oder plündert ihre Nester.

Fortpflanzung

Nest auf Bäumen aus Ästen, mit Papier, Lumpen, Erde usw. ausgekleidet. Benutzt alte

Nester von Krähen oder Bussarden. Legt im April-Mai 2-3 weiße,

braunrot gefleckte Eier, 57 mm groß. Brutdauer 31-32 Tage, Nestlingszeit 50-60 Tage.

Sperber

Accipiter nisus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 27-38 cm

Spannweite 55-70 cm

Gewicht W:185-350 g, M:110-200 g

Kleiner Greifvogel mit langem Schwanz. Das Weibchen, viel größer als das

Männchen, ähnelt dem Habicht in Kleinformat. Die Silhouette ist

schlanker, der Schwanz länger und abgeschnitten, der Rücken dunkel

braun-grau, die Unterschwanzdecken sind schmutzig weiß. Das Männchen ist

oberseits dunkel grau-blau, unterseits mit feinen rostbraunen Querstreifen. Die

Silhouette der Jungvögel ähnelt dem Weibchen, aber das Federkleid ist braun.

Sehr heimlicher Vogel.

In Mitteleuropa Standvogel. Jungvögel streifen ab August umher. Brutvögel

aus Nordeuropa ziehen durch oder überwintern von September bis April

in Mitteleuropa.

Lebensraum

Vor allem in bewaldeten und landwirtschaftlich genutzten Flächen, mit

Wäldchen, Schonungen, auch in Stadtparks.

Nahrung

Hauptsächlich Vögel, bis zu Taubengröße, selten Mäuse, ausnahmsweise

Fledermäuse.

Fortpflanzung

Horst aus Zweigen, vorzugsweise in Nadelbäumen, manchmal in einem

großen Busch oder Laubbaum. Legt von April-Juni 4-5 Eier von 40 mm Größe,

bläulich mit braun-roten Flecken. Brutdauer 33-35 Tage, Nestlingszeit 24-30 Tage.

Wespenbussard

Pernis apivorus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 50-58 cm

Spannweite 135-150 cm

Gewicht 600-1000 g

Schlanker als der Mäusebussard. Unterscheidet sich von anderen

Bussarden durch schmalere Flügel, längeren Schwanz und kleinen Kopf

mit langem Hals. Dunkelbrauner Rücken, helle, gefleckte Unterseite.

Flügelschlag energisch, häufiger Segelflug. In Europa von April bis September.

Zugvogel, brütet in ganz Europa außer Süditalien und dem südlichen und

dem westlichen Teil der Iberischen Halbinsel. Die nördliche

Verbreitungsgrenze geht durch Skandinavien, in Großbritannien brüten nur

einige Paare im Süden. Wegzug ins tropische Afrika ab Mitte August bis Mitte

November, Heimkehr Ende April/Anfang Mai.

Lebensraum

Lichtungen und Umgebung von Gehölzen, Laubwälder

Nahrung

Gräbt im Boden nach Wespen- und Hummellarven, Kleintiere.

Fortpflanzung

Horst in Bäumen, oft in alten Nestern von Rabenvögeln. Legt 2 Eier

von 51 mm Größe, weiß oder beige, stark braun gefleckt, von Mai-Juli.

Brutdauer 30-37 Tage, Nestlingszeit 40-44 Tage, Nesthocker.

Mäusebussard

Buteo buteo

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 50-56 cm

Spannweite 113-128 cm

Gewicht W : 700-1200 g, M : 550-850 g

Farbvarianten von dunkelbraun bis fast ganz weiß. Im Flug gut erkennbar : breite Flügel,

breiter, abgerundeter Schwanz, sehr kurzer Hals. Kann im Flug verwechselt werden mit

Wespenbussard. Häufiger Segelflug. Regelmäßig auch beim Ansitz auf Pfählen

am Straßenrand zu beobachten. In Europa Teilzieher, im Norden Kurzstreckenzieher.

Lebensraum

Wald- und Kulturland, Berghänge, Ebenen.

Nahrung

Kleine Nagetiere, Jungvögel, Reptilien, auch Regenwürmer.

Fortpflanzung

Nistet in Bäumen. Legt 2 bis 3 weiße, braun gefleckte Eier, 57 mm, April-Juli.

Brutdauer 33-35 Tage. Nestlingsdauer bis zu 50 Tage, Nesthocker.

Rauhfußbussard

Buteo lagopus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 50-65 cm

Spannweite 126-155 cm

Gewicht W:950-1300 g, M:600-950 g

Etwas größer als der Mäusebussard, oft heller, die Flügel sind länger und

tragen von unten am Handgelenk einen dunklen Fleck. Der weiße Schwanz hat

eine breite dunkle Endbinde. Die Füße sind bis zu den Krallen befiedert. Das

Männchen ist dunkler als das Weibchen und hat am Schwanzende zusätzlich zu

der breiten Endbinde noch 3-4 schmalere Querbinden. Jungvögel sind bis auf

den dunklen Bauch von unten sehr hell mit dunklen Flecken auf Kopf, Brust und

Flügelunterseite. Rüttelt häufig, kreist mit v-förmiger Flügelstellung, gleitet mit

angehobenen Armflügeln, aber horizontal gehaltenen Handflügeln.

Skandinavischer Brutvogel, Zugvogel; überwintert in Nord- und Osteuropa

sowie an den Nordseeküsten.

Lebensraum

Im Sommer Tundra, im Winter Kulturland. Seine Wanderungen hängen von der

Verfügbarkeit von Nagetieren ab.

Nahrung

Nagetiere : Lemminge und Wühlmäuse.

Fortpflanzung

Baut einen Horst aus Zweigen in einem Baum oder auf einem Felsband. Legt

von Ende Mai bis Anfang Juni 3-4 weiße, braunrot gefleckte Eier von 55 mm Größe.

Brutdauer 28-31 Tage, Nestlingszeit 39-43 Tage.

Habicht

Accipiter gentilis

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 61-68 cm

Spannweite 135-165 cm

Gewicht W:800-1350 g, M:500-1100 g

Weibchen viel größer als das Männchen, so groß wie ein Mäusebussard,

aber mit runden Flügeln und langem Schwanz. Das Männchen ähnelt einem großen

Weibchen vom Sperber, aber die Flügel sind länger und breiter. Oberseits

dunkel, Bauch bei Adulten enge Querstreifung, bei Jungvögeln längs gefleckt.

In Mitteleuropa Standvogel. Die Jungvögel streifen umher, und Teilzieher aus Nord- und

Osteuropa können in Mittel- und Westeuropa überwintern.

Lebensraum

Vor allem Nadelwald, mit großen Lichtungen und Kahlschlägen.

Nahrung

Säugetiere und Vögel bis zur Größe eines Hasen oder Birkhahns.

Fortpflanzung

Horst aus Ästen in Bäumen. Legt von März-Juli 3-4 weiß-bläuliche Eier von

57 mm Größe. Brutdauer 35-41 Tage, Nestlingszeit 38-43 Tage.

Wiesenweihe

Circus pygargus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 43-50 cm

Spannweite 98-110 cm

Gewicht W:300-450 g, M:225-300 g

Kleinste Weihe. Elegante Silhouette, zierlicher als die Kornweihe. Im

Gleitflug werden die langen, spitzen Flügel leicht angehoben und geknickt

gehalten. Das adulte Männchen ist silbergrau mit einem schwarzen Streif

auf der Flügeloberseite und zwei schwarzen Streifen auf der Flügelunterseite,

die nicht immer gut sichtbar sind. Die Flanken und der Bauch sind leicht

rotbraun gestreift. Das dunkelbraune Weibchen ist schlanker als das Weibchen

der Kornweihe und hat einen weniger auffälligen weißen Bürzel. Im

Jugendkleid ist die Unterseite einheitlich rotbraun-orange gefärbt. Es gibt auch

eine melanistische Farbvariante. Ein Männchen ist manchmal mit zwei

Weibchen verpaart. Im fast ganzen kontinentalen Europa verbreitete Vogelart,

aber nirgends häufig; Zugvogel. Überwintert in Südspanien, in Italien und

in Nordafrika. Wegzug im August-September, Heimzug im April-Mai.

Lebensraum

Teils feuchte Ebenen, mit Bäumen und Büschen : Heiden, Moore, Brachland, Felder.

Nahrung

Kleine Säugetiere, Kleinvögel, Insekten, Eidechsen und Amphibien.

Fortpflanzung

Nistplatz in hoher Vegetation verborgen. Nest aus einer Schicht

trockener Gräser und Zweigen. Legt im Mai-Juni 4-5 weißbläuliche oder

grünliche, manchmal dunkelbraun gefleckte Eier von 45 mm Größe.

Brutdauer 28-29 Tage, Nestlingszeit 35-40 Tage. Am Anfang der

Aufzuchtzeit wird das Weibchen vom Männchen gefüttert, dabei nimmt es

die Beute vom Männchen im Flug mit den Fängen entgegen.

Kornweihe

Circus cyaneus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 43-50 cm

Spannweite 98-110 cm

Gewicht W : 400-700 g; M: 300-400 g

Silhouette kräftiger als die Wiesenweihe, Flügel breiter.

Das Männchen ist graublau, Kopf und Brust sind dunkler, es hat keine

schwarzen Streifen auf oder unter den Flügeln. Das braune Weibchen hat einen gut

sichtbaren weißen Bürzel. Die Jungvögel sind rotbrauner gefärbt als das Weibchen.

Schaukelnder, niedriger Jagdflug, mit V-förmiger Flügelhaltung;

im Gleitflug werden die Flügel gerade gehalten. Einige Männchen sind polygam.

Teilzieher ; überwiegend Standvogel in Frankreich, Spanien und

Norditalien. Nördliche Populationen überwintern auf der Iberischen Halbinsel

bis nach Nordafrika. Wegzug September-November, Heimzug im März.

Lebensraum

Flachland : Moore, Felder, Heiden, Dünen, Kahlschläge, junge Nadelholzaufforstungen.

Nahrung

Kleine Nagetiere, bodenbrütende Vögel und ihre Nestjungen, Insekten, Amphibien.

Fortpflanzung

Bodennest aus Gräsern und Zweigen, auf trockenem, aber auch feuchtem Untergrund,

dann auf einem Bult. Legt von Ende April bis Anfang Juni 4-6 weiß-bläuliche Eier,

46 mm groß. Brutdauer 29-31 Tage, Nestlingszeit 32-34 Tage. Am Anfang der

Aufzuchtszeit bringt das Männchen die Beute, die das Weibchen im Flug mit

den Fängen vom Männchen entgegennimmt.

Würgfalke

Eleonorenfalke

Falco eleonorae

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 36-42 cm

Spannweite 90-105 cm

Gewicht 350-450 g

Mittelgroßer Falke, mit schlanker und graziler Silhouette und abgerundetem,

längerem Schwanz als Baumfalke und Wanderfalke.

Es gibt eine helle und eine seltenere dunkle Farbvariante. Helle Form : ähnlich wie

Baumfalke mit rostfarbener Unterseite und dunkler rußbrauner Oberseite,

Kehle und Wangen hell. Die Jungvögel sind an der Körberoberseite mehr gestreift

und haben rostbraun gebänderte Flügel und Schwanz. Dunkle Form : Altvogel einheitlich

dunkelbraun oder schwarz, Jungvögel mit rostbraunen Flecken und Streifen.

Zugvogel, brütet auf Felseninseln im Mittelmeer und überwintert von

Oktober bis April in Ostafrika, vor allem auf Madagaskar.

Lebensraum

Küstenklippen, Felseninseln im Mittelmeer.

Nahrung

Kleine Zugvögel, die über dem Meer gefangen werden, große Insekten;

jagt auch sehr spät nach Einbruch der Nacht.

Fortpflanzung

Koloniebrüter, auf Felsbändern an Steilküsten, in natürlichen Felsspalten oder

in alten Nestern anderer Vogelarten. Legt sehr spät von Mitte Juli bis

Anfang August 2-3 weißrosa, braun gefleckte Eier von 42 mm Größe. Brutdauer 28 Tage,

Nestlingszeit 35-40 Tage.

Gerfalke

Falco rusticolus

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 55-60 cm

Spannweite 125-135 cm

Gewicht W:1400-2100 g; M:800-1300 g

Größter europäischer Falke : fast so groß wie ein weiblicher Habicht.

Flügel und Schwanz sind an der Basis breiter als beim Wanderfalken, der

Flügelschlag ist langsamer. Färbung der Altvögel variabel von Bleigrau bis rein Weiß

mit einigen dunklen Flecken; gebänderte Flanken, Wachshaut am Schnabel und

Beine gelb. Jungvögel braun mit gestreifter Unterseite, Wachshaut und Beine

blaugrau bis grünlich. Die Silhouette erinnert im schnellen Flug an einen

Wanderfalken.

Standvogel der skandinavischen Gebirgsregionen und Islands; viele

Jungvögel ziehen bei Herannahen des Winters südwärts entlang der

Küste und ins Binnenland.

Lebensraum

Offene Tundra oder Taiga, Gebirgsregionen, Klippen, Inseln.

Nahrung

Ernährt sich bis zu 90% von Schneehühnern und kann, da er als Zusatzkost

auch Aas nimmt, in arktischen Regionen ganzjährig leben. Entsprechend wird

durch die Populationsschwankungen dieser Beutetiere seine Fortpflanzungsrate

reguliert. Weitere Beutetiere : Limikolen, Enten, Lemminge vor allem als Zusatznahrung

während der Jungenaufzucht. Jagt oft im Pirschflug dicht über dem Boden.

Fortpflanzung

Brütet in einer Felswand oder auf einem Baum, in alten Horsten des Rauhfußbussards

oder Kolkraben. Legt Ende April 3-4 hellgelbe, rötlichbraun gefleckte Eier,

59 mm groß. Brutdauer 35 Tage, Nestlingszeit 46-49 Tage.

Rotfußfalke

Lannerfalke

Falco biarmicus

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 43-52 cm

Spannweite 95-115 cm

Gewicht W : 700-900 g; M: 500-600 g

Größe wie Wanderfalke, Silhouette schlanker mit längerem Schwanz,

längeren, gleichmäßig breiten Flügeln, die an der Spitze etwas abgerundet sind.

Altvogel : graubraune, dunkel gebänderte Körperoberseite ; hellrosa, schwach dunkel

gestreifte Unterseite, so daß er von weitem bis auf die dunklen Flügelspitzen hell wirkt.

Der dunkle Bartstreif ist nicht so deutlich wie beim Wanderfalken. Beim Männchen

sind die Zeichnungen nicht so kräftig wie beim Weibchen, oft sind nur die

Flanken gestreift; Überaugenstreif und Nacken sind rotbraun, beim Weibchen beige.

Jungvogel : schlanker als Altvogel, oberseits brauner, mit kräftigeren dunklen

Streifen auf der Unterseite.

Seltener Standvogel in Griechenland, Italien, Kroatien und Sizilien, umherstreifend

in West- und Südeuropa.

Lebensraum

Niedrige Gebirge, trockene und felsige Regionen, Halbwüsten.

Nahrung

Vögel, Säugetiere, Eidechsen.

Fortpflanzung

Brütet auf Felsbändern oder Bäumen in alten Horsten anderer Vogelarten. Legt

Mitte März bis Anfang April 3-4 beigefarbene, mehr oder weniger dicht rotbraun

gefleckte Eier, 52 mm groß. Brutdauer 32-35 Tage, Nestlingszeit 44-46 Tage.

Baumfalke

Falco subbuteo

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 28-35 cm

Spannweite 70-84 cm

Gewicht W:140-340 g, M:130-230 g

Gedrungener als der Turmfalke, schneller und kraftvoller. Silhouette

wie großer Mauersegler mit sehr langen, spitzen Flügeln und kürzerem

Schwanz als die anderen Falkenarten. Altvogel : Körperoberseite und

Kopf schiefergrau, weiße Wangen mit kräftigem Bartstreif , Brust und Bauch

cremeweiß mit dunklen Längsstreifen, Unterschwanz und Hosen rostbraun.

Jungvogel: dunkler und brauner oberseits, Körperunterseite hellbräunlich

mit dunklen Streifen.

Zugvogel; Wegzug August-September nach Südafrika, Heimzug April-Mai.

Lebensraum

Offene Landschaft in der Nähe von Waldgebieten und Teichen, Moore.

Nahrung

Meistens Vögel wie Schwalben, Lerchen, Spatzen,

Mauersegler. Daneben Insekten (besonders Libellen), die im Flug gefangen

und im Unterschied zu anderen Falkenarten auch sofort im Flug verzehrt werden.

Fortpflanzung

Sehr späte Brut im Juni-Juli in alten Nestern von [Krähen, Elstern oder

Bussarden. Legt 2-3 weißliche, ganz braunrot gefleckte Eier, 42 mm groß.

Brutdauer 28-32 Tage, Nestlingszeit 28-32 Tage.

Merlin

Falco columbarius

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 25-30 cm

Spannweite 60-65 cm

Gewicht W : 150-300 g; M: 125-250 g

Kleinster europäischer Falke; Flügel sind kurz und an der Basis breit, der lange

Schwanz ist am Ende gerade abgeschnitten. Das Männchen ist oberseits blaugrau,

unterseits rotbraun und gestreift, der Schwanz ist grau mit einer schwarzen

Endbinde. Das Weibchen ist oberseits dunkelbraun, unterseits beige gefleckt mit

einem gebänderten Schwanz. Im Flug kompakte Silhouette mit schnellen und

kräftigen Flügelschlägen.

Hauptsächlich Zugvogel, nur im nördlichen Teil der britischen Inseln gibt es einige

ganzjährige Populationen. Die skandinavischen Brüter überwintern in Europa bis

Nordafrika von Oktober bis April.

Lebensraum

Offene Landschaften : Heiden, Moore, Sümpfe, Kulturlandschaft.

Nahrung

Vor allem kleine Singvögel, die im schnellen, niedrigen Jagdflug gefangen werden.

Fortpflanzung

Brütet entweder gut versteckt im Gras auf dem Boden in einer mit Zweigen

ausgekleideten Mulde, oder auf einem Baum in einem alten Rabenvogel- bzw.

Greifvogelnest, oder hoch oben in einer Felswand. Legt von Mai-Juni 3-5

beigefarbene, rot oder schokoladenbraun gefleckte Eier, 40 mm groß.

Brutdauer 28-32 Tage, Nestlingszeit 25-27 Tage.

Rötelfalke

Falco naumanni

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 29-32 cm

Spannweite 58-72 cm

Gewicht W : 140-210 g; M: 90-170 g

Etwas kleiner als der Turmfalke. Das Männchen unterscheidet sich von

diesem durch die blaugrauen äußeren Armdecken (fehlen beim Männchen im zweiten

Kalenderjahr) und den ungefleckt rostroten Mantel. Das Weibchen ähnelt

stark dem weiblichen Turmfalken, mit kürzerem Schwanz und verlängerten

mittleren Steuerfedern, die Körperunterseite ist heller und weniger gestreift,

Krallen weiß.

Zugvogel des Mittelmeergebiets bis Österreich ; überwintert in der südlichen

Hälfte Afrikas. Wegzug August-September, Heimzug März-April.

Lebensraum

Kulturlandschaft, Steppe.

Nahrung

Hauptsächlich Insekten, aber auch kleine Vögel, Eidechsen, kleine Säugetiere.

Fortpflanzung

Koloniebrüter, in Spalten, Felswänden, Mauernischen. Legt von Ende April bis

Mitte Mai 3-5 weiße, braunrot gefleckte Eier, 35 mm groß. Brutdauer 28-29 Tage,

Nestlingszeit ca. 25 Tage.

Turmfalke

Falco tinnunculus

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 33-39 cm

Spannweite 65 80 cm

Gewicht W : 220-300 g; M: 190-240 g

Nicht viel größer als die Turteltaube, einziger kleiner mitteleuropäischer

Greifvogel, der regelmäßig rüttelt. Häufig an Straßen und Eisenbahnlinien. Männchen :

grauer Kopf, rotbraune Körperoberseite mit dunklen Flecken, Unterseite

cremefarben mit Flecken und Streifen, grauer Schwanz mit schwarzer Endbinde

und weißem Spitzensaum. Weibchen : herzförmige Flecken auf der Oberseite und

an den Flanken, Unterseite gestreift; Schwanz rötlich mit braunen Querbändern.

Jungvogel : wie Weibchen, aber Oberseite weniger und Unterseite mehr gestreift.

In Nordeuropa Langstreckenzieher, nach Süden und Westen zunehmend Teilzieher,

in Westeuropa Standvogel; im Winter ziehen nordeuropäische Brutvögel durch

Mitteleuropa bis nach Nordafrika.

Lebensraum

Sehr vielfältig : Hochgebirge, Kulturlandschaft, Almen, Heiden, Moore, Sümpfe,

Küsten, Städte.

Nahrung

Kleine Nagetiere, kleine bodenlebende Vögel, Amphibien, große Insekten, Eidechsen.

Fortpflanzung

Brütet an Felsen, in Baumhöhlen oder in alten Nestern von Krähen oder

Elstern. Legt von Mitte April bis Mai 3-6 weißliche, braunrot gefleckte Eier.

Brutdauer 27-29 Tage, Nestlingszeit 27-32 Tage.

Habichtsadler

Hieraaetus fasciatus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 65-74 cm

Spannweite 150-180 cm

Gewicht 1500-2500 g

Rücken dunkelbraun, an den Flügelspitzen fast schwarz. Unterseite weißlich mit

Strichelung. Schwanz hellgrau, recht lang, mit einer breiten dunklen Endbinde.

Jungvögel eher rotbraun und nicht so kontrastreich. Beim Segeln sind die Flügel

leicht gebogen und die Hinterkante ist gerade. Jagt im Suchflug an Berghängen,

oft paarweise. Brutvogel des südlichen Westeuropa, auf der Iberischen Halbinsel.

Dort ganzjährig Standvogel. Jungvögel manchmal umherstreifend.

Lebensraum

Bergige Landschaften, selten im höheren Gebirge

Nahrung

Vögel, Säugetiere, Reptilien

Fortpflanzung

Horst in Felsen, selten auf Bäumen. Legt 2 weiße Eier mit feiner grau-brauner

Fleckung, von Februar-April. Brutdauer 37-40 Tage, Nestlingsdauer zwei Monate.

Fischadler

Pandion haliaetus

PANDIONIDAE

Beschreibung

Größe 51-58 cm

Spannweite 145-170 cm

Gewicht 1200-2000 g

Großer Greifvogel mit langen, schmalen und geknickten Flügeln ; Kopf

und Unterseite hell, braunes Brustband, vom Auge bis zu den Halsseiten

schwarzer Streifen, von oben Rücken und Flügel dunkelbraun. Beim Fliegen sind

die Flügel angewinkelt, außer beim Segeln.

Zugvogel. Brutvogel Nordeuropas und Schottlands, auch in den neuen

Bundesländern, überwintert vor allem in Westafrika ; manchmal im Westen

des Mittelmeergebiets. Wegzug im August-Oktober, Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Waldgebiete mit Seen, Flüssen, auch felsige Meeresküsten.

Nahrung

Fische bis zu 2 kg. Rüttelt über der erspähten Beute, um dann im Sturzflug ins

Wasser zu tauchen.

Fortpflanzung

Horst aus Ästen, mit Gräsern, Moos und Fischabfällen gepolstert;

Vor allem das Männchen baut in einem großen Baum über dem Wasser, in

einer Höhlung oder in Klippen. Legt von April-Juli 2-4 gelblich-weiße Eier

mit braunen Flecken.

Brutdauer 38 Tage, Nestlingszeit 50-60 Tage.

Wanderfalke

Falco peregrinus

FALCONIDAE

Beschreibung

Größe 39-50 cm

Spannweite 95-115 cm

Gewicht W:900-1300 g, M:600-750 g

Größe wie Ringeltaube, mit kräftiger Gestalt, spitzen, breit ansetzenden

Flügeln und kurzem Schwanz. Männchen oberseits stahlgrau, weißlicher,

dunkel quergestreifter Bauch, der von weitem grau wirkt, die Brust ist heller;

breiter, schwarzer Wangenfleck. Das Weibchen ist an der Oberseite dunkler

und unterseits deutlicher quergebändert. Jungvögel sind schlanker und

oberseits brauner, unterseits weißlich bis gelblich mit dunklen Längsstreifen.

Teilzieher; Standvogel vor allem in Westeuropa, wo sich die Bestände, zu

denen sich im Winter nordische Überwinterer gesellen, nach einer

starken Abnahme Mitte dieses Jahrhunderts wieder erholen. Einjährige

Jungvögel streifen weit umher.

Lebensraum

Sehr abwechslungsreich : Kulturland, Städte, Gebirge, Klippen, Küste.

Nahrung

Vor allem Vögel, die im Flug gefangen werden, seltener Insekten oder kleine

Säugetiere.

Fortpflanzung

Brütet meist an Felswänden ; gräbt in den Boden eine kleine Vertiefung.

Nimmt auch künstliche Nisthilfen an. Legt Ende März/Anfang April 3-4

weißliche, braunrot gefleckte Eier von 52 mm Größe. Brutdauer 29-32 Tage,

Nestlingszeit 35-42 Tage.

Gleitaar

Elanus caeruleus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 58-69 cm

Spannweite 132-145 cm

Gewicht 1400-2400 g

Kleiner Greifvogel, so groß wie ein Turmfalke, aber gedrungener mit breitem

Kopf. Die Körperunterseite ist weiß, die Oberseite grau, die Schultern und

die Flügelspitzen sind schwarz, die Iris rot, die Beine gelb und der Schnabel

schwarz. Wirkt im Flug leicht, die Flügel dreieckig und der Schwanz kurz.

Segelt oft und rüttelt. Beim Balzflug fliegt er erst mit schnellen Flügelschlägen

spiralförmig nach oben, um dann mit V-förmig gehaltenen Flügeln und hängenden

Beinen wie ein Papierflieger abwärtszugleiten.

Standvogel in Südspanien und in Nordafrika.

Lebensraum

Kulturland mit Gehölzen, lichte Wälder.

Nahrung

Insekten : vor allem Käfer und Heuschrecken, Reptilien, kleine Nagetiere, Vögel.

Fortpflanzung

Horst in Bäumen aus Ästen, mit Wurzeln und Gräsern ausgekleidet. Legt

3-4 cremefarbene, dunkelbraun gefleckte Eier von 39 mm Größe. Brutdauer 26 Tage,

Nestlingszeit 30-35 Tage.

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Spanischer Kaiseradler

Aquila adalberti

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 75-84 cm

Spannweite 180-215 cm

Gewicht W: 3150-4000 g; M: 2450-2700 g

Oft nur als Unterart des Kaiseradlers (Aquila heliaca) betrachtet. Der rechteckige

Schwanz ist kürzer als beim Steinadler. Beim Altvogel ist er grau mit einer

schwarzen Endbinde, die Oberseite des Kopfes und der Nacken sind rahmfarben,

der Körper insgesamt ist schwarzbraun, die weißen Schulterflecken erstrecken

sich über den Flügelvorderrand; beim Kaiseradler sind sie auf die Schultern

beschränkt. Fliegt meistens mit zusammengelegtem Schwanz, so daß dieser besonders

kurz und schmal aussieht. Im Flug hält er die Flügel gerade und nicht gewinkelt,

der Armteil ist dabei leicht angehoben. Beim Jungvogel ist der Körper dunkelbraun

(beim jungen Kaiseradler rötlich braun), hellt dann auf und wird kaffeebraun;

im Jugendkleid wirkt der Kopf schwarz und das Gefieder oft gefleckt.

Standvogel; seltener Brutvogel in Süd-Ostspanien.

Lebensraum

Ebenen mit Feldern, Gehölzen, Wiesen, Mooren, auch in Flußdeltas.

Nahrung

Kleine Nagetiere, Vögel, Frösche, Reptilien ; bei Gelegenheit auch Aas.

Fortpflanzung

Brütet auf einem isolierten Baum, einem bewaldeten Abhang oder Hügel; die mit

Pflanzen ausgelegte Horstunterlage aus Ästen wird oft mehrere Jahre lang benutzt.

Legt von Ende Februar bis Mitte März 2 weißbraune, dunkel gefleckte Eier von

73 mm Größe. Brutdauer 43-45 Tage, Nestlingszeit 63-67 Tage.

Zwergadler

Hieraaetus pennatus

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 46-53 cm

Spannweite 100-121 cm

Gewicht W:850-1250 g, M:500-800 g

Dies ist der kleinste Adler, so groß wie der Mäusebussard. Schwanz

länger und gerade abgeschnitten. Es gibt zwei Farbvarianten: eine helle

Morphe mit braun-grauem Rücken und weißer Unterseite und eine

einheitlich dunkelbraune Morphe mit hellerem Schwanz. Flug mit geraden,

etwas nach vorne gestreckten Flügeln und angewinkelten Spitzen. Dadurch

hat der Beobachter den Eindruck, die Flügel seien nicht ganz gestreckt.

Zugvogel, brütet in Westeuropa von der Lorraine im Süd-Osten Frankreichs

bis über den größten Teil der Iberischen Halbinsel. Überwintert von

September bis März/April von Äquatorial-Afrika bis Südafrika. In Deutschland

seltener Gast, vereinzelte Bruten.

Lebensraum

Laub- und Nadelwald, in der Nähe von Lichtungen, wo er jagt.

Nahrung

Reptilien, Vögel, kleine Säugetiere

Fortpflanzung

Horst aus Ästen in Bäumen oder an Felswänden. Legt 2 weiße Eier mit brauner

Fleckung, 55 mm, von April-Juli. Brutdauer 35-39 Tage. Nestlingszeit

ca. 50 Tage.

Steinadler

Aquila chrysaetos

ACCIPITRIDAE

Beschreibung

Größe 75-88 cm

Spannweite 204-220 cm

Gewicht W:3850-6700 g, M:2850-4500 g

Großer Adler mit majestätischem Flug ; Flügelschlag weich und mäßig

schnell. Insgesamt dunkelbraun, Alttiere mit goldgelbem Oberkopf und

Nacken. Bei Jungvögeln sind schon von weitem die hellen Handwurzeln

und die weißen Schwanzwurzeln sichtbar. Brütet in den Gebirgen Europas.

Die Altvögel sind Standvögel, die Jungvögel streifen umher.

Brutvögel Nordeuropas ziehen teilweise im Winter südwärts.

Lebensraum

Gebirgsregionen, Wälder, Ebenen und Täler.

Nahrung

Vögel, Säugetiere, hauptsächlich Murmeltiere und Hasen, manchmal Aas.

Fortpflanzung

Auf unerreichbaren Felsvorsprüngen, manchmal auf Bäumen. Der Horst

besteht aus Ästen, ist mit Gräsern und Wolle ausgepolstert und kann bis

1 oder 2 m hoch sein, wenn der Brutplatz mehrere Jahre benutzt wird.

Im Februar/März werden 2 weiße Eier mit braun-violetter Fleckung gelegt,

77 mm groß. Die Brutdauer beträgt 37-40 Tage, die Nestlingsdauer

zwei Monate.

Adlerbussard

Schelladler

Schreiadler

Kaiseradler

Kurzfangsperber

Steppenweihe