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Tannenhäher

Nucifraga caryocatactes

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 32 cm

Gewicht 150-200 g

Kompakter Vogel, mit großem Kopf und kräftigem Schnabel, insgesamt

etwas kleiner als ein Eichelhäher. Erscheint von weitem grau, mit

grauschwarzen Flügeln und brauner Kopfplatte. Von nahem sieht man den

schokoladenbraunen Körper mit den weißen Flecken, die fast schwarze

Kopfplatte und den weißen Unterschwanz und die Endbinde. Flugbild wie ein

Eichelhäher, aber mit kürzerem Schwanz. Fliegt stetig und schnell,

mit geradlinigem Flug und vorderlastigem Körper. Die sibirische Unterart

"macrorhynchus", mit etwas dünnerem Schnabel, wandert invasionsartig

Richtung Westen, wenn seine Hauptnahrung, die Samen der Sibirischen Zirbelkiefer,

nicht ausreichend vorhanden sind.

Zur Brutzeit heimlicher Vogel, sitzt aber oft auf der Spitze einer Fichte. Ansonsten

nicht scheu mit geringer Fluchtdistanz.

Brütet in den Alpen, im höheren Mittelgebirge und von Südskandinavien bis

Rußland. Im Winter zum Teil umherstreifend.

Lebensraum

Nadel- oder Mischwälder, im Herbst auch Laubwälder.

Nahrung

Allesfresser : in den Alpen Samen der Zirbelkiefer, Eicheln, Bucheckern, Nüsse,

Beeren, Insekten, Schnecken, kleine Säugetiere und Jungvögel. Versteckt

gesammelte Samen, vor allem Haselnüsse und Zirbelkiefersamen, die er im Winter

selbst unter einer mehr als einen Meter dicken Schneeschicht noch

wiederfindet. Für einen Vogel hat man bis zu 2500 Verstecke mit je 20-60

Samen gezählt, die er nicht wieder auffindet. Er sorgt damit für die Verbreitung von

Zirbelkiefer und Haselnuß.

Fortpflanzung

Brütet zwischen 4 und 10 Meter Höhe in dichten Baumbeständen, meist in

Nadelbäumen. Baut ein voluminöses und tiefes, vierschichtiges Nest :

die Unterlage besteht aus Zweigen, dann kommt eine 2-3 cm dicke Schicht

aus Flechten, darauf folgt vermodertes Holz, und das Innere wird mit Flechten,

trockenen Gräsern, Moos, Haaren und Federn ausgekleidet. Legt einmal jährlich

von März bis Mai 3-4 grünliche, dunkelbraun und grau gefleckte Eier von

34 mm Größe. Brutdauer 18-19 Tage, Nestlingszeit 23-25 Tage.

Alpenkrähe

Pyrrhocorax pyrrhocorax

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 40 cm

Gewicht 280-360 g

Einziger europäischer Krähenvogel mit langem, nach unten gebogenem

Schnabel, der beim Altvogel rot und beim Jungvogel beigeorange ist.

Gefieder schwarz. Im Flug mit eckiger Silhouette : die breiten Flügel haben

an den Enden 6 gut sichtbar gefingerte Handschwingen, der breite Schwanz

ist kürzer als bei der Alpendohle und am Ende gerade abgeschnitten.

Zeigt entlang von Felswänden akrobatische Flugspiele mit plötzlichen Sturzflügen.

Paarweise oder in kleinen Kolonien.

Standvogel ; brütet in Spanien, in den Gebirgen Südfrankreichs, Italiens

und Griechenlands, auf Sizilien und Sardinien sowie an der Westküste der

Britischen Inseln und der Bretagne.

Lebensraum

Lückenhafte Verbreitung. Braucht ausgedehnte Felswände im Gebirge oder an

der Küste, wo es Aufwinde zum Segeln gibt.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Würmer, Spinnen, Mollusken, manchmal Samen.

Fortpflanzung

Baut auf unerreichbaren Felsvorsprüngen, in Höhlen oder Spalten ein Nest

aus Zweigen, Gräsern und Wolle. Legt einmal jährlich im Mai-Anfang Juni

3-5 beige grünliche, schwach grau und olivbraun gefleckte Eier von 30 mm

Größe. Brutdauer 17-18 Tage, Nestlingszeit 38 Tage.

Alpendohle

Pyrrhocorax graculus

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 38 cm

Gewicht 170-245 g

So groß wie eine Dohle, mit kleinem Kopf, langem Schwanz, gelbem

Schnabel und einfarbig schwarzem Gefieder. Die Beine sind beim Altvogel

rot, beim Jungvogel schwärzlich. Von weitem kann die Silhouette mit einer

Dohle verwechselt werden, aber mit längerem, schmalerem und

abgerundeterem Schwanz, die Flügel sind stärker gefingert und die

Flügeldecken etwas dunkler als der übrige Flügel. Verglichen mit der

Alpenkrähe ist das Gefieder matter, der Schwanz länger und runder,

und die Handschwingen sind weniger gefingert. Akrobatischer Flug, gleitet in

kleinen Trupps in den Aufwinden an Steilwänden und Schluchten

entlang. Geselliger und zutraulicher Vogel, der sich auch in Dörfern und an

touristischen Aussichtspunkten aufhält.

Metallische Rufe, die ähnlich wie auf Eis fallende Steine klingen.

Standvogel der Gebirge von Nordspanien über die Alpen bis nach

Griechenland.

Lebensraum

Hochgebirge bis in 4000 Meter Höhe, brütet zwischen 1500 und 2800 Metern. Nest

an senkrechten Wänden in Höhlungen oder Spalten, auch in Ruinen von Almhütten.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Spinnen, Würmer, kleine Schnecken, Jungvögel,

Früchte, Abfall.

Fortpflanzung

Baut in Felsspalten oder in ehemaligen Almhütten ein voluminöses Nest aus

kleinen Ästen, Wurzeln und trockenen Gräsern, das im Inneren mit Halmen

und Gräsern ausgelegt wird. Legt einmal jährlich im Mai oder Anfang Juni

3-5 rahmfarbene oder grünliche, dunkelbraun, graugrün und oliv gefleckte

und gepunktete Eier von 39 mm Größe. Brutdauer 17-21 Tage, Nestlingszeit

25-30 Tage.

Dohle

Corvus monedula

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 33 cm

Gewicht 220-270 g

Deutlich kleiner als die Rabenkrähe, knapp so groß wie eine Ringeltaube.

Gefieder schiefergrau, Nacken und Halsseiten hellgrau, die weiße Iris

kontrastiert mit der schwarzen Gesichtsmaske. Fliegt wie eine Ringeltaube,

aber mit ausholenderen Flügelschlägen und nicht so zügig. Das gedrungene Flugbild

unterscheidet sich durch den kurzen Schwanz und den dicken Hals sowie die

wenig gefingerten Flügelenden von der Alpendohle und der Alpenkrähe.

Fliegt in dichteren Schwärmen als die Rabenkrähe, bei der auch im

Schwarm immer noch die Paare oder Einzeltiere auseinandergehalten werden

können. Oft mit akrobatischen Flugspielen.

Ganzjährig geselliger Vogel, lebt in Kolonien, manchmal zusammen mit der

Saatkrähe, im Winter und im Herbst bildet sie zum Teil sehr große

Gemeinschaftsschlafplätze.

Teilzieher ; russische und skandinavische Brutvögel ziehen im Winter südlich und

westlich, ansonsten in Europa Standvogel, fehlt in Nordskandinavien.

Zugbewegungen September-November und Februar-Anfang Mai.

Lebensraum

Kulturlandschaft mit einem Angebot an potentiellen Nisthöhlen : alte Wälder

oder Alleen mit Baumhöhlen, Ruinen und Kirchtürme, Steilwände, alte Steinbrüche.

Nahrung

Allesfresser, Nahrungssuche am Boden. Insekten und ihre Larven, Schnecken,

Eier, Jungvögel, Samen, Früchte, Gemüse, Abfall.

Fortpflanzung

Brütet in Kolonien von bis zu 100 Paaren, manchmal auch mehr, in

Baumhöhlen, Mauerlöchern oder Felsspalten. Legt Ende April-Anfang Mai

4-6 hellgrüne, schwach schwarzbraun gefleckte Eier von 35 mm Größe.

Brutdauer 18-19 Tage, Nestlingszeit 30-35 Tage.

Saatkrähe

Corvus frugilegus

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 47 cm

Gewicht 380-520 g

Fast genauso groß wie die Rabenkrähe, von der sich die Silhouette durch

mehrere Einzelheiten unterscheidet : der Scheitel ist flacher, die Bauch- und

Schenkelbefiederung hängt wie eine lockere "Hose" zwischen den Beinen herunter ;

der Schnabel ist dünner und an der Spitze nicht gebogen, die unbefiederte Basis

bei den Altvögeln ist grau gefärbt, so daß er insgesamt länger erscheint. Die weniger

als einjährigen Jungvögel haben noch eine befiederte Schnabelbasis und können

daher mit Rabenkrähen verwechselt werden, aber die Borsten auf der

Oberschnabelbasis stehen buckelförmig ab und verengen die sonst geradlinig

verlaufende Schnabelbefiederung.

Hat einen wiegenden Gang, im Flug mit rundlicherem und längerem Schwanz als die

Rabenkrähe. Unterscheidet sich von dieser auch durch die tieferen und

gedehnteren Rufe.

Im Gegensatz zur Rabenkrähe sind Saatkrähen ganzjährig gesellige Vögel;

im Winter bilden sie zusammen mit Dohlen große Schlafgemeinschaften.

Teilzieher ; brütet in Frankreich, auf den Britischen Inseln, in Belgien und

Dänemark, lokal in Mitteleuropa, Osteuropa und Südskandinavien.

Überwintert weiter südlich bis Spanien und Südosteuropa. Zugbewegungen

September-November und Februar-April.

Lebensraum

Kulturlandschaft.

Nahrung

Anpassungsfähiger Allesfresser. Vor allem Samen und Gemüse, Früchte und Beeren.

Auch Insekten und ihre Larven, Regenwürmer, Schnecken, Eier, Küken und kleine

Sperlingsvögel, Abfälle.

Fortpflanzung

Brütet in Kolonien mit bis zu mehr als tausend Paaren in Baumkronen. Auf einem

einzigen Baum können sich 20-30 Nester befinden. Baut ein voluminöses Nest

aus Ästen, Moos, Wurzeln und Gräsern, dessen tiefe Mulde mit Haaren, Heu, Wolle,

Stroh und alten Blättern ausgelegt wird. Legt einmal jährlich Ende März 4-5

grünlichblaue, braun und grau gefleckte Eier von 40 mm Größe. Brutdauer

16-19 Tage, Nestlingszeit 29-30 Tage.

Nebelkrähe

Corvus corone cornix

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 47 cm

Gewicht 450-600 g

Gleiche Art wie die Rabenkrähe, mit der sie in den Überlappungsgebieten

Mischformen bildet. Das kontrastreiche, schwarze und graue Gefieder unterscheidet

sie sofort von anderen Krähenvögeln : Kopf, Kehle, Flügel und Schwanz sind

schwarz, der Rest des Körpers ist grau.

Im Flug fallen die langsamen, flachen Flügelschläge auf. Wie die Rabenkrähe

lebt auch sie in lebenslanger Paarbindung.

Teilzieher. Ersetzt in Irland, Schottland, Skandinavien, Italien und auf Sardinien

sowie östlich der Elbe die Rabenkrähe. Im Winter ziehen die nördlichen und

östlichen Populationen Richtung Westen bis Norddeutschland und Frankreich.

Lebensraum

Überall anzutreffen, bevorzugt Kulturland mit Baumbestand, fehlt im Gebirge oberhalb

von 2000 Meter. Bei gutem Nahrungsangebot wird sie fast überall seßhaft.

Nahrung

Sehr anpassungsfähiger Allesfresser : Getreidekörner, Beeren, Früchte,

Insekten und ihre Larven, Schnecken, Regenwürmer, Eier, Küken und

verletzte Vögel, Amphibien, kleine Säugetiere, Aas.

Fortpflanzung

Baut hoch in Bäumen, manchmal auf Masten ein Nest aus Ästen, Wurzeln,

Pflanzenfasern und Wurzelballen, das im Inneren mit Wolle, Gräsern, Moos,

Lumpen und Papier ausgelegt wird. Legt im April 4-6 blaß grüne, grau, oliv

und braun gefleckte Eier von 40 mm Größe. Brutdauer 21 Tage, Nestlingszeit

26-35 Tage.

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Blauelster

Cyanopica cyana

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 34 cm

Schwarze Kopfplatte, die sich bis über die Augen und in den Nacken erstreckt,

langer, gestufter Schwanz und blaßblaue Flügel, die Handschwingen sind

schwarz. Körper graubeige, unterseits heller als oben, mit weißlicher Kehle.

Lauter, geselliger Vogel. Wellenförmiger Flug, der von kurzen Gleitphasen

unterbrochen wird. Turnt in den Ästen von Baum zu Baum.

Standvogel ; häufiger Brutvogel in großen, südlichen Teilen der Iberischen

Halbinsel.

Lebensraum

Auf der Iberischen Halbinsel oft in Wassernähe : kleine Gehölze mit Eichen oder

Pinien, Obstwiesen, Gebüsche, Olivenhaine.

Nahrung

Insekten und Samen.

Fortpflanzung

Brütet in lockeren Kolonien in kleinen Bäumen. Das Nest in einer Astgabel

wird ohne Dach gebaut. Es besteht aus Zweigen, Wurzeln und Moos, das

Innere wird mit Fasern ausgekleidet. Legt 5-7 hellbraune bis olivgrüne,

braun gefleckte Eier von 28 mm Größe. Die Jungvögel sind Nesthocker.

Elster

Pica pica

CORVIDAE

Beschreibung

#Größe 46 cm

Gewicht 200-250 g

Elegante Silhouette, der größte Teil des Gefieders einschließlich des Schwanzes

ist schwarz mit grünlichem und violettem Schimmer ; Bauch, Flanken und

Flügeldecken sind weiß. Das Männchen ist etwas größer und der Schwanz ist

länger als beim Weibchen.

Sehr gesellig, ruffreudig und laut, dabei sehr vorsichtig. Im Herbst und

Winter bilden sich gemischte Ansammlungen mit Gemeinschaftsschlafplätzen

aus Paaren und Jungvögeln, in denen sich zum Teil feste Hierarchien einstellen.

Standvogel ; brütet in ganz Europa.

Lebensraum

Meistens in der Nähe menschlicher Ansiedlungen. Offene Kulturlandschaft :

Felder, Wiesen, Hecken, Gebüsche ; Parks und Gärten. Im Gebirge nicht

oberhalb von 1000-1500 Meter.

Nahrung

Allesfresser. Insekten und ihre Larven, vor allem wenn sie auffällig gefärbt

sind (Laufkäfer, Kurzflügler, Blatthornkäfer, Mistkäfer...). Auch Spinnen,

Schnecken, Regenwürmer, Eidechsen, kleine Säugetiere, Jungvögel oder verletzte

Vögel, Aas, Samen und Früchte.

Fortpflanzung

Brütet oft in der Krone eines Laubbaumes oder niedriger in Dornensträuchern,

in offenen Landschaften manchmal auch in Bodennähe. Baut ein kugeliges Nest

aus trockenen Ästen, das durch einen Überbau aus dornigen Zweigen nach oben

hin geschützt ist. Das Innere wird mit Erde und dann mit Wurzeln ausgekleidet. Oft

baut das Männchen in der Umgebung weitere Rohbauten, die als Schlafnester

oder für Ersatzgelege genutzt werden. Legt einmal jährlich im April-Mai

5-7 blaßgrüne, braun und grau gefleckte Eier von 34 mm Größe. Brutdauer

17-18 Tage, Nestlingszeit fast einen Monat. Die häufigen Totalverluste vor allem

durch andere Krähenvögel werden durch sofortige Ersatzgelege ausgeglichen.

Eichelhäher

Garrulus glandarius

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 34 cm

Gewicht 140-190 g

Schöner Vogel von der Größe einer Ringeltaube, buntester Vertreter der

europäischen Rabenvögel. Mehrere Unterarten sind bekannt, alle mit rosabraunem

Gefieder, schwarzen Steuer- und Schwungfedern, die Flügeldecken sind blau

und weiß gebändert, der Bürzel ist weiß. Die schwarz gestreiften Kopffedern werden bei

Aufregung aufgestellt. Flügelschlag unregelmäßig, mit breiten und abgerundeten

Flügeln. Von weitem wirkt der Flug schmetterlingsartig ; die Flugrichtung ist

meist unstet. Auf kürzeren Strecken im Unterholz oder an einer Lichtung fliegt

er weich und wellenförmig.

Außer den rätschenden und miauenden Rufen gibt er auch viele glucksende,

quietschende und andere Vögel imitierende Laute von sich. Gegen Ende des Winters

sammeln sich Trupps von bis zu 30 noch unverpaarten Vögeln, die zusammen

singen, sich gegenseitig verfolgen und balzen.

Geselliger, vorsichtiger und ruffreudiger Vogel; hält sich meist im Verborgenen.

Vor allem im Herbst häufig zu beobachten, wenn wandernde Trupps durchziehen

oder die einheimischen Vögel Eichelvorräte für den Winter sammeln und dabei

eifrig zwischen den Verstecken und den Nahrungsplätzen hin- und herfliegen.

Standvogel, in manchen Jahren invasionsartiger Einflug nordischer Populationen.

Brütet in ganz Europa.

Lebensraum

Häufig. Laub- und Nadelwälder, manchmal Parks und Gärten, die oft in feuchtem

Gelände oder in der Nähe von Gewässern liegen. Auch in kleinen Wäldchen,

Fichten- und Kiefernschonungen, fehlt in reinen Tannenwäldern. Im Gebirge hängt die

Populationsdichte von der Höhenstufe ab; geht nicht über die Laubwaldzone hinaus.

Nahrung

Allesfresser. Die Hälfte der Nahrung besteht aus Eicheln, die er auch für

den Winter sammelt und versteckt. Dabei kann er 6-9 Eicheln gleichzeitig

im Schnabel bzw. im Kehlsack transportieren. Außerdem Insekten,

Würmer, Jungvögel, Nüsse, Eßkastanien, Bucheckern, Kirschen, Samen.

Fortpflanzung

Brütet verborgen in einem Wald oder Gehölz mit Laubbäumen, manchmal in der

Nähe menschlicher Behausungen. Baut zwischen 2 und 8 Meter hoch in

einem Dornenbusch oder einem großen Strauch ein flaches Nest aus

Zweigen, das von innen mit Wurzeln, Tier- und Pflanzenhaaren ausgekleidet

wird. Legt einmal jährlich Mitte April bis Anfang Mai 5-7 blaugrüne oder

gelbgrüne, hellbraun-grünbraun gefleckte Eier von 31 mm Größe. Brutdauer

16-18 Tage, Nestlingszeit 19-20 Tage.

Rabenkrähe

Corvus corone corone

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 47 cm

Gewicht 450-600 g

Wird zusammen mit der Nebelkrähe auch als Aaskrähe bezeichnet. Im

Grenzgebiet der beiden Unterarten, z.B. entlang der Elbe, gibt es auch Mischformen.

Etwas größer als die Saatkrähe und leicht mit Jungvögeln von dieser zu

verwechseln. Das Gefieder ist einheitlich glänzend schwarz. Der schwarze

Schnabel ist dicker, mit auch auf Höhe der Oberschnabelborsten durchgehend

befiederter Basis und stärker gebogener Spitze (die weißliche Schnabelbasis

des weniger gebogenen Schnabels bei der Saatkrähe ist nur bei bis zu

einjährigen Vögeln befiedert, wobei die Borsten des Oberschnabels bucklig

hervorstehen), ohne durch herabhängendes Bauchgefieder gebildete "Hosen"

wie bei der Saatkrähe.

Im Flug wirkt der Schwanz kürzer und nicht so abgerundet, die Flügel sind

kürzer und breiter, mit unregelmäßigeren und langsameren Flügelschlägen.

Lebt lebenslang paarweise und nicht in so großen Schwärmen wie die Saatkrähe,

die Stimme ist höher.

Standvogel ; brütet in Mittel- und Westeuropa und wird im Norden, Osten und Süden

durch die Nebelkrähe ersetzt.

Lebensraum

Überall anzutreffen, bevorzugt aber Kulturland mit Baumbestand, fehlt im

Gebirge oberhalb von 2000 Meter. Wird bei gutem Nahrungsangebot fast

überall seßhaft.

Nahrung

Sehr anpassungsfähiger Allesfresser : Getreidekörner, Beeren, Früchte,

Insekten und ihre Larven, Schnecken, Regenwürmer, Eier, Nestjunge und

verletzte Vögel, Amphibien, kleine Säugetiere, Aas.

Fortpflanzung

Baut hoch in Bäumen, manchmal auf Masten ein Nest aus Ästen, Wurzeln,

Pflanzenfasern und Wurzelballen, das im Inneren mit Wolle, Gräsern, Moos,

Lumpen, Papier usw. ausgelegt wird. Legt im April 4-6 blaß grüne, grau, oliv

und braun gefleckte Eier von 40 mm Größe. Brutdauer 21 Tage, Nestlingszeit

26-35 Tage.

Kolkrabe

Corvus corax

CORVIDAE

Beschreibung

Größe 64 cm

Gewicht 1000-1300 g

Größter und kräftigster Sperlings- und auch Rabenvogel, deutlich größer

als die Saatkrähe. Der Schnabel ist äußerst kräftig, das schwarze

Gefieder hat einen metallischen, purpurnen und grünen Schimmer. Die

Jungvögel sind brauner und schimmern nicht so deutlich.

Im Flug fällt der lange, keilförmige Schwanz auf, der bei den anderen

schwarzen Krähenvögeln rundlich oder abgeschnitten ist. Segelt gerne und

lange wie ein Greifvogel in großen Höhen oder vollführt akrobatische

Luftspiele. Oft in Trupps, die Paare bleiben lebenslang zusammen.

Standvogel ; brütet in ganz Europa ; fehlt in einem breitem Band vom

westfranzösischen bis zum ostdeutschen Flachland.

Lebensraum

Bewohnt relativ einsame, waldreiche, felsige und schroffe Gebiete : waldreiches

Kulturland, Steilhänge, Gebirge, Felsküsten.

Nahrung

Insekten, Vögel, Nagetiere, Amphibien, Abfälle, Aas, manchmal kranke Hasen.

Fortpflanzung

Brütet in Steilhängen auf Felsvorsprüngen oder in Spalten, seltener in Bäumen.

Baut einen Horst aus Ästen und Pflanzenmaterial, das mit Erde untermischt wird, von

Innen mit Blättern, Flechten und Moos bedeckt und dann mit Wolle, Haaren, Papier

usw. ausgelegt wird. Legt einmal jährlich, an der Küste ab Ende Februar, im Gebirge

ab Mitte März 4-6 grünlichblaue, mehr oder weniger grau und braun gefleckte

Eier von 50 mm Größe. Brutdauer 21 Tage, Nestlingszeit 35-40 Tage.

Unglückshäher