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Kurzzehenlerche

Calandrella cinerea

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Spannweite 27 cm

Gewicht 19-25 g

Kleiner und blasser als Feldlerche, manchmal schwer zu unterscheiden

von Stummellerche aber längerer und spitzerer Schnabel als bei dieser.

Keine Haube, kurzer Schnabel. Oberseite sandfarben mit dunkler Strichelung,

Flügeldecken mit blassem Band. Unterseits einfarbig hell, heller Überaugenstreif,

der durch einen dunklen Augenstreif abgegrenzt wird. Imitiert den Gesang anderer

Vogelarten.

Zugvogel, brütet in Südeuropa : Mittelmeergebiet, Iberische Halbinsel südlich

der Pyrenäen. Eine Brut auch aus der Schweiz bekannt, in Deutschland nur

Ausnahmegast. In Frankreich an der südlichen Atlantikküste, von März bis

Oktober. Überwinterung in Nordafrika und im tropischen Afrika.

Lebensraum

Sandige oder steinige Brachen, Dünen, Steppen und Felder.

Nahrung

Samen und Insekten.

Fortpflanzung

Bodenbrüter, Nest in einer Grasmulde mit Daunen und Tierhaaren oder Disteln

gepolstert, geschützt unter einem Grasbüschel. Legt von Mai-Juli 3 bis 5 Eier

von 24 mm Größe, schmutzigweiß mit dunkelbraunen und grauen Flecken.

Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit 12 Tage.

Stummellerche

Calandrella rufescens

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 13-14 cm

Gewicht 22-28 g

Kleine Lerche, ähnlich wie die Kurzzehenlerche, mit runderem Kopf,

kürzerem, nicht konischem Schnabel, ohne auffälligen Augen- und

Überaugenstreif und ohne dunklen Fleck ander Brustseite. Man unterscheidet

einige geographische Rassen : die iberische Unterart "apetzii" ist dunkler und mehr

graubraun als die Kurzzehenlerche, mit deutlicher dunkler Strichelung

an der Brust, die auf den Flanken wie bei der Feldlerche verwischt,

"rufescens" von den Kanaren ist eher rotbraun. Steigt beim Singflug mit

langsamen Flügelschlägen recht hoch hinauf wie die Kalanderlerche.

Standvogel; brütet in Süd- und Ostspanien (asiatische Populationen sind

Zugvögel).

Lebensraum

Seltene Vogelart. Bevorzugt offene und trockene Gebiete : Salzsteppen mit

Queller und Ufer von Brackwassersümpfen.

Nahrung

Kleine Samen und Insekten.

Fortpflanzung

Legt 3-4 weißliche, braun und grau gefleckte Eier von 19 mm Größe. Zeitpunkt

und Dauer der Brut sind unbekannt, man weiß nur daß die Nestjungen beim

Sperren einen orangefarbenen Schlund und drei schwarze Punkte auf der Zunge haben.

Haubenlerche

Galerida cristata

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 17 cm

Gewicht 35-45 g

So groß wie eine Feldlerche, aber rundlicher und dicker. Trägt immer

eine lange, spitze gut sichtbare Haube, Flügel und Schwanz sind kurz. Der

Schnabel ist kräftig, mit je nach Population variierender Länge. Das Gefieder

variiert ebenso oft in Abhängigkeit von der Umgebungsfarbe des

Lebensraumes, mit immer rotbraunen Flügelunterseiten und Schwanzkanten.

Flug wellenförmig mit weichen Flügelschlägen, das Flugbild unterscheidet

sich von dem der Feldlerche durch die runderen Flügel und den kürzeren

Schwanz; ohne aufsteigenden Singflug wie diese. Setzt sich oft auf einen

Busch oder einen Leitungsdraht und singt öfter in Bodennähe als im Flug.

Paarweise oder in kleinen Trupps anzutreffen.

Standvogel; fehlt in Skandinavien, auf den Britischen Inseln und in der

Schweiz, in Mitteleuropa nehmen die Bestände ab.

Lebensraum

An Straßen und Eisenbahnlinien, in Industriegebieten, auf Ödland, steinigen

Heiden. Im Mittelmeergebiet in Kulturlandschaften.

Nahrung

Pickt oft am Wegesrand auf trockenem und sandigem Boden, manchmal auch

in Pferdeäpfeln nach Insekten und Samen.

Fortpflanzung

Brütet versteckt in einer Bodensenke in einem Nest aus trockenem

Pflanzenmaterial, das mit Tierhaaren und feineren Gräsern ausgekleidet wird.

Legt 2-3mal jährlich von Ende März bis Anfang Juli 3-5 weiß-braune oder

weiß-graue, dunkel gefleckte Eier von 23 mm Größe. Brutdauer 12-13 Tage,

Nestlingszeit 16-18 Tage.

Theklalerche

Galerida theklae

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 17 cm

Spannweite 28-32 cm

Gewicht 34-37 g

Ähnelt stark der Haubenlerche, ist aber etwas kleiner, die Haube ist kürzer,

der etwas dickere Schnabel auch, die dunkle Strichelung auf der Brust ist

deutlicher. Die Flügelunterseite ist sandfarben bis graubraun (nicht rotbraun),

der Bürzel zimtbraun. Im Unterschied zur Haubenlerche singt sie immer

im Flug, wobei sie zunächst kreisförmig hoch in den Himmel fliegt, um danach

senkrecht wieder herunterzukommen. Scheint nicht scheu zu sein und bildet

kleine Trupps aus mehreren Paaren.

Standvogel; brütet auf dem größten Teil der Iberischen Halbinsel, vereinzelt

auch in Frankreich.

Lebensraum

Manchmal im gleichen Lebensraum wie die Haubenlerche, aber allgemein in

nicht so offener und urtümlicherer Landschaft : steiniger, buschiger und an

Berghängen in höhergelegenen Bereichen. Im Winter zieht sie hinab ins Flachland,

wo sie mit der Haubenlerche gemischte Trupps bilden kann.

Nahrung

Samen und Insekten.

Fortpflanzung

Nest wird unter Pflanzen oder Steinen versteckt. Nestmulde aus trockenen Gräsern,

die mit Tierhaaren ausgelegt wird. Legt 2 mal jährlich 3-5 grau bis hellbraune, dunkel

gefleckte Eier, Erstbrut Ende April-Mai. Brutdauer 12-13 Tage,

Nestlingszeit 13-15 Tage.

Ohrenlerche

Eremophila alpestris

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 15-17 cm

Gewicht 33-45 g

Einzige europäische Lerche mit kontrastreicher Färbung, etwas kleiner als die

Feldlerche, Gesicht hellgelb, Auge und Wangen schwarz, schwarzes

Brustband. Der Mantel ist sandfarben grau mit schwacher Strichelung, die

beim Weibchen stärker ausgeprägt ist als beim Männchen. Im Prachtkleid

sind die Farben kräftiger, das Männchen hat dann zwei kleine schwarze "Hörner"

am Kopf.

Singt etwas erhöht auf einer Warte oder im Flug. Gerader, schneller Flug,

leicht wellenförmig. Nicht scheu und gesellig, oft in kleinen Trupps.

Teilzieher; in Skandinavien Zugvogel. Überwintert von Oktober bis April

an den Küsten der Nordsee und am Ärmelkanal. Aufgrund des

Bestandsrückgangs im skandinavischen Brutgebiet in den letzten

Jahrzehnten ist sie aber auch in den Winterquartieren seltener geworden.

Die Populationen der südosteuropäischen Gebirge sind Standvögel, ziehen

im Winter aber ins Flachland.

Lebensraum

Brütet in der Strauchtundra oder auf trockenem und steinigem Ödland im

Gebirge über der Baumgrenze. Überwintert im Flachland, oft in Küstennähe.

Nahrung

Samen, Pflanzenteile und Insekten, dazu kleine Schnecken und Krebstiere im

Winter.

Fortpflanzung

Bodenbrüter. Nest aus trockenem Pflanzenmaterial, mit Haaren, feinen

Gräsern und Daunen ausgelegt, versteckt unter einem Grasbüschel.

Legt 1-2mal jährlich von Mitte Mai bis Juli 4 hellgrüne, dunkelbraun und

schwärzlich gezeichnete Eier von 23 mm Größe. Brutdauer 10-14 Tage,

Nestlingszeit 12 Tage.

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Kalanderlerche

Melanocorypha calandra

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 19 cm

Spannweite 38-40 cm

Gewicht 65 g

Große Lerche, mit dickem gelblichem Schnabel, einem schwarzem Fleck

an jeder Halsseite, große, dreieckige Flügel. Im Flug fällt der Kontrast zwischen

der vorderen sehr dunklen Flügelunterseite und dem weißem Flügelhinterrand auf.

Keine Haube. Sehr leichter Flug.

Standvogel im Süden Europas, sammelt sich im Winter zu großen Trupps.

Lebensraum

Trockensteppen, mit kleinen Büschen, steinige Brach- und Ruderalflächen

Nahrung

Samen, kleine Insekten

Fortpflanzung

Nest in der trockenen Krautschicht, in Brachflächen oder Getreidefeldern versteckt.

Legt von April-Juli 4 bis 5 schmutzigweiße Eier mit dunkelbrauner

oder grauer Fleckung, 24 mm groß. Brutdauer 16 Tage, Nestlingszeit 10 Tage.

Oft ein zweites Gelege im Juni.

Dupontlerche

Chersophilus duponti

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 18 cm

Spannweite 26-31 cm

Gewicht 32-47 g

So groß wie eine Feldlerche, kräftiger, mit einem langen, schmalen und

abwärts gebogenen Schnabel. Farblich ähnlich wie die Feldlerche, im frischen

Kleid mit Schuppenmuster durch die hellen Federsäume. Der Überaugenstreif

ist blaß, der Schwanz hat weiße Kanten.

Verborgene Lebensweise ; fliegt nur, um zu singen, die Flügel sind deutlich

abgerundet. Läuft langbeinig versteckt in der Vegetation umher; manchmal

richtet sie sich mit gestrecktem Hals auf.

Standvogel; brütet in Ostspanien und ist dort lokal häufig.

Lebensraum

Buschige Grassteppen. Überwintert in Gesellschaft von anderen Lerchenarten

im kultivierten Flachland.

Nahrung

Insekten und kleine Samen, die vom lockeren oder sandigen Boden aufgepickt werden,

manchmal auch aus tierischem Kot.

Fortpflanzung

Legt 1-2mal jährlich in einem Bodennest aus trockenen Gräsern am Fuß einer

Deckung bietenden Pflanze 3-4 weiße, rotbraun gefleckte Eier von 24 mm Größe.

Heidelerche

Lullula arborea

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 15 cm

Spannweite 30 cm

Gewicht 26 g

Unterscheidet sich von der Feldlerche durch die geringere Größe, den

gut sichtbaren Überaugenstreif und den kurzen Schwanz ohne weiße

Schwanzkanten. Flügelbug typisch schwarz-weiß gezeichnet. Flug sehr wellig

mit Wechsel von schnellen, flatternden Flügelschlägen und Gleitphasen ;

Gesang nachts und morgens.

Teilzieher. Fehlt auf den Britischen Inseln außer im südlichen Teil, Bestand nimmt

in Mitteleuropa stark ab. Wegzugrichtung aus Mitteleuropa Süd-West bis nach Nordafrika.

Wegzug im September/Oktober, Heimzug Ende Februar-April.

Lebensraum

Trockene Lichtungen, Heiden, Brachen; im Winter auf Feldern.

Nahrung

Insekten, Spinnen, Samen.

Fortpflanzung

Bodenbrüter, Bodenmulde an Lichtungen oder Waldrändern ; Auspolsterung mit

trockenen Gräsern und Haaren. Legt von März-Juni 3-5 Eier, 22 mm groß, grau

oder gelblich mit braunroter Fleckung. Brutdauer 12-15 Tage, Nestlingszeit

zwei Wochen. Oft 2-3 Gelege pro Jahr.

Feldlerche

Alauda arvensis

ALAUDIDAE

Beschreibung

Größe 17 cm

Spannweite 35 cm

Gewicht 36 g

Oberseits braun mit schwarzbrauner Strichelung, unterseits weißlich bis

gelbbraun, an der Brust kräftig gestreift. Langer Schwanz mit weißen Schwanzkanten.

Kleine aufstellbare Haube, aber immer kürzer und nicht so spitz wie bei Haubenlerche.

Kräftiger und schwach wellenförmiger Flug. Bekannt durch den ununterbrochenen

Fluggesang, der im aufsteigenden Singflug aus großer Höhe vorgetragen wird.

In Westeuropa hauptsächlich Jahresvogel, aber auch Zugbewegungen

und Winterflucht bekannt. Von September bis April überwintern die

nördlichen Brutvögel zum Teil in Mitteleuropa, Zug bis Nordafrika.

Lebensraum

Trockene Waldlichtungen, Heide, Dünen, Felder.

Nahrung

Insekten, Spinnen, Samen, grüne Pflanzenteile.

Fortpflanzung

Bodenbrüter, Nest in einer Grasmulde, mit Haaren und feinen Pflanzenteilen

ausgepolstert. Legt von April-Juli 3-4 Eier von 24 mm Größe. Brutdauer 12-14 Tage,

Nestlingszeit 9-10 Tage. Oft zwei Gelege pro Jahr.