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Lachmöwe

Larus ridibundus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 38-44 cm

Spannweite 94-105 cm

Gewicht 225-350 g

In allen Kleidern mit weißem Keil am Vorderrand des Handflügels, Spitzen der

Handschwingen oberseits schwarz, unterseits dunkelgrau; Beine und

Schnabel sind rot. Im Prachtkleid mit schokoladenbrauner Kapuze, die nicht

bis in den Nacken reicht und im Schlichtkleid bis auf einen schwarzen Ohrfleck

und ein graues Feld auf dem Kopf verschwindet. Jungvogel im ersten Winter :

Mantel hellgrau mit dunkler Fleckung, Schnabelbasis und Beine braunrosa.

Vergesellschaftet manchmal mit der Sturmmöwe.

Teilzieher; Standvogelpopulationen in Mittel- und Westeuropa werden von

August bis April durch Zuzügler aus Skandinavien und Osteuropa ergänzt. An

den Mittelmeerküsten außer in Katalonien und in der Provence nur als Wintergast.

Einige überwintern auf dem offenen Atlantik bis an die kanadische Küste,

andere auf dem Mittelmeer, dem Roten Meer und dem Golf von Oman.

Lebensraum

Im Winter an Küsten, im Kulturland, in Städten. Im Sommer in Schilfgürteln, auf Inseln,

in Mooren und an Teichen.

Nahrung

Abwechslungsreich : Insekten, Mollusken, Regenwürmer, Abfall, manchmal

Vögel und kleine Säugetiere.

Fortpflanzung

Koloniebrüter in Schilfzonen, auf kleinen Brutinseln, an Teichen und Mooren.

Legt von Mitte April bis Mai in ein Nest aus Gräsern, Schilf, Wurzeln und Stengeln

2-3 hellbraune oder olivgrüne, dunkelbraun gefleckte Eier von 52 mm Größe.

Brutdauer 23-26 Tage, Jungvögel sind Platzhocker und können mit 35-42 Tagen fliegen.

Korallenmöwe

Larus audouinii

LARIDAE

Beschreibung

Größe 48-52 cm

Spannweite 127-138 cm

Gewicht 550-800 g

Ähnlich wie eine kleine Silbermöwe mit schmalen Flügeln, dunkel

graugrünen Beinen, lackrotem Schnabel mit schwarzer Querbinde vor der

gelben Spitze. Im Flug nur wenig Weiß an den schwarzen Handschwingenspitzen,

insgesamt erscheint der Flügel dunkler als bei den anderen Großmöwen.

Jungvogel : ähnlich wie junge Heringsmöwe braunschwarzer Mantel mit

blaß beigefarbenen Federsäumen; Kopf, Hals und Brust einheitlich grau,

Schwanz schwarz mit weißen Unterschwanzdecken, Flügelunterseite

gleichmäßig dunkel gebändert. Schnabel anfangs olivfarben, dann gelbgrün

und schließlich rot.

Standvogel; seltener, nur lokal vorkommender Vogel des Mittelmeergebiets;

überwintert in der Nähe der Brutplätze oder zieht entlang der marokkanischen

Küste bis nach Westafrika. Wegzug der Jungvögel Juli-August, der Altvögel

September-Oktober.

Lebensraum

Brütet auf kleinen Inseln, überwintert auf offener See; ist stärker ans Meer gebunden

als die Silbermöwe.

Nahrung

Fische und Wirbellose des Meeres, Insekten.

Fortpflanzung

Legt Ende März bis Mai in eine flache Mulde in Wassernähe 2-3 olivbraune,

dunkelbraun gefleckte Eier von 64 mm Größe. Brutdauer 28-29 Tage, Jungvögel

sind Platzhocker und können mit 35-40 Tagen fliegen.

Sturmmöwe

Larus canus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 38-44 cm

Spannweite 106-125 cm

Gewicht 300-500 g

Kleiner als die Silbermöwe; weichere Konturen durch den rundlichen

Kopf, dünnerer, gelbgrünlicher Schnabel ohne roten Fleck und gelbgrüne

Beine. Im Schlichtkleid mit graubrauner Strichelung am Kopf und im

Nacken. Jungvogel : Körperoberseite matt graubraun, im ersten Winter wird

der Rücken grau, das Gefieder im zweiten Kalenderjahr ist verwaschen

blaßgrau und fast identisch mit dem Schlichtkleid der Altvögel.

Brutvogel von Skandinavien bis Rußland, in Mitteleuropa vor allem an den

Küsten, lokal auch im Binnenland. Überwintert an den Küsten Skandinaviens

und Westeuropas südlich bis Bordeaux, sowie an den Küsten Großbritanniens

und Islands, außerdem im zunehmenden Maße auch im Binnenland.

Lebensraum

Sommer : an Küsten oder im Binnenland an Mooren und Seen; Winter : Küste

und küstennahes Kulturland, auch an Binnengewässern.

Nahrung

Wegen des schlankeren Schnabels kleinere Beute als die Silbermöwe :

vor allem Krebstiere, Ringelwürmer, Mollusken und Insekten, ferner Fische,

kleine Säugetiere, Pflanzen und Aas.

Fortpflanzung

Koloniebrüter, an erhöhten Stellen in Wassernähe : vereinzelt auch auf

Dächern oder Bojen. Das Nest wird sorgfältig mit Zweigen, Stroh, Gräsern

und Algen ausgelegt. Legt 2-3 grünliche, hell olivgrüne oder gelbbraune,

dunkelbraun gefleckte Eier, 58 mm groß. Brutdauer 22-28 Tage, Jungvögel

sind Platzhocker und bleiben 35-40 Tage im Nest.

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Zwergmöwe

Larus minutus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 25-27 cm

Spannweite 70-77 cm

Gewicht 90-150 g

Kleinste europäische Möwenart. Ähnelt einer kleinen Lachmöwe, im

Prachtkleid mit schwarzer und nicht brauner Kopfzeichnung, die sich bis in

den Nacken zieht. Im Schlichtkleid statt dessen mit grauer Kappe und dunklem

Ohrfleck, der Nacken ist hellgrau. Flügeloberseite blaßgrau, Flügelunterseite

schwarzgrau mit weißem Hinterrand. Bei den Jungvögeln wird der erst

braunschwarze Mantel im ersten Winter grau. Wie bei der Dreizehenmöwe

zieht sich hier über die Flügel ein schwarzes Zickzackband, das unterschiedlich

deutlich ausgeprägt ist. Der Schwanz ist gerade abgeschnitten, der Kopf ist

zunächst ganz schwarz und hellt allmählich auf. Fliegt eleganter und leichter

als die Lachmöwe.

Zugvogel; brütet in Nordosteuropa, auch in Großbritannien und den

Niederlanden; überwintert an allen mittel- und westeuropäischen Küsten,

im Maghreb und am Schwarzen Meer. Die Jngvögel kommen im

Juli-November, die Altvögel im Oktober-November. Heimzug im April.

Lebensraum

Sümpfe, Seen und kleine Wasserflächen im Sommer; küstennahe

Meeresgebiete im Winter.

Nahrung

Pickt im Sommer im Vorbeiflug Insekten von der Wasseroberfläche wie eine

Trauerseeschwalbe; im Winter Fische und Wirbellose.

Fortpflanzung

Koloniebrüter, oft zusammen mit Trauerseeschwalbe und Lachmöwe

Nest in Sumpfgebieten in einer Mulde, die mit Gräsern und Schilf ausgelegt wird.

Legt Anfang Juni 2-3 olivbraune, dunkelbraun gefleckte Eier von 42 mm Größe.

Brutdauer 23-25 Tage, Jungvögel sind Platzhocker und können mit 21-24 Tagen

fliegen.

Dünnschnabelmöwe

Larus genei

LARIDAE

Beschreibung

Größe 42-44 cm

Spannweite 102-110 cm

Gewicht 250-350 g

Wenig größer als die Lachmöwe, aber auch im Sommer ohne die schwarze

Kopfzeichnung. Länglicher Körper mit längerem Hals und Schnabel. Mantel perlgrau,

sonst weiß mit während der Brutzeit dunkelrotem, sonst orangebeige gefärbtem

Schnabel, die Beine sind rot. Im frischen Gefieder mit rosa überlaufener

Unterseite. Jungvogel unterscheidet sich von einer jungen Lachmöwe durch

den längeren Schnabel, der meistens orange mit schwarzer Spitze ist. Im Flug

wie bei der Lachmöwe Handschwinge mit schwarzem Endsaum und weißem

Keilfleck an der Spitze; Flügelschlag langsamer.

Teilzieher; brütet lokal an der Mittelmeerküste (in Frankreich in der Camargue);

überwintert auf dem Mittelmeer.

Lebensraum

Flußmündungen, Küsten im Winter; Lagunen und Seen im Sommer.

Nahrung

Vor allem Fische, auch Krebstiere und Insekten.

Fortpflanzung

Das Nest wird auf einer Insel in einer Lagune oder Saline in den Boden gekratzt

und mit Federn und Pflanzenteilen ausgelegt. Legt im Mai-Juni 2-3 weißliche oder

bläuliche, dunkelbraun gefleckte Eier von 56 mm Größe. Brutdauer 24-25 Tage,

Jungvögel sind Platzhocker und können mit 24-25 Tagen fliegen.

Schwarzkopfmöwe

Larus melanocephalus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 36-38 cm

Spannweite 98-105 cm

Gewicht 220-380 g

In allen Kleidern weißeste europäische Möwenart. So groß wie eine

Lachmöwe, mit breiteren Flügeln ohne schwarze Spitzen, im Prachtkleid

mit großer schwarzer Kopfkappe, roten Beinen, kräftigem, stumpfem rotem Schnabel mit

schwarzer Spitze. Im Schlichtkleid verschwindet die schwarze Kopfkappe bis auf

einen dunklen Fleck hinter dem Auge.

Teilzieher; seltener, in Mitteleuropa aber zunehmender Brutvogel Südosteuropas

und Norddeutschlands; überwintert entlang der westeuropäischen Küsten und am

Maghreb.

Lebensraum

Küsten, brütet auf Inseln in Lagunen, Sümpfen und Flußmündungen.

Nahrung

Kleine Fische, Insekten, Mollusken, Würmer, manchmal Früchte.

Fortpflanzung

Brütet in Deutschland vereinzelt in Kolonien der Lachmöwe.

Legt im Mai in ein Nest aus Gräsern und Federn 2-3 gelbliche bis hellbraune,

dunkelbraun gefleckte und gestrichelte Eier von 54 mm Größe. Brutdauer 23-25

Tage. Jungvögel sind Platzhocker und verlassen das Nest mit 35-40 Tagen.

Heringsmöwe

Larus fuscus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 52-67 cm

Spannweite 128-148 cm

Gewicht 650-1000 g

So groß wie eine Silbermöwe, aber mit dunklem Rücken wie die Mantelmöwe

und weißem Körpergefieder. Rücken- und Schulterfärbung variiert zwischen

Silbergrau bei der Unterart "graellsii" aus Westeuropa und Schwarz bei der

östlicheren Unterart "fuscus". Die Beine sind gelb oder orangegelb, der kleine Schnabel

ist gelb mit einem roten Fleck am Unterschnabel. Jungvogel im ersten Lebensjahr :

einheitlich dunkle Oberflügel und Schwungfedern, eine deutlich abgesetzte

Schwanzbinde, Kopf und Körperoberseite sind dunkler als bei der jungen

Silbermöwe. Wirkt im Flug sehr dunkel; die dunkle Flügelunterseite

kontrastiert mit der weißen Schwanzwurzel.

Teilzieher; brütet von der Bretagne über Großbritannien bis nach Skandinavien,

lokal auch an der Westküste der Iberischen Halbinsel. Im Winter auf dem Atlantik bis

Island und Kanada (Unterart "graelsii"); die Unterarten "fuscus" und die noch

östlichere und selten in Westeuropa zu beobachtende "heuglini" streifen im Winter

an den Mittelmeerküsten, am Schwarzen Meer, an den afrikanischen und

saudi-arabischen Küsten sowie an den ostafrikanischen Seen umher. Wegzug

Juli-Oktober, Heimzug Ende Februar ("graellsii") oder im April ("fuscus").

Lebensraum

im Sommer Klippen, Dünen, Inseln.

Nahrung

Sehr abwechslungsreich : Fische, Mollusken, Stachelhäuter, Ringelwürmer,

Insekten, Vogeleier, Aas, Abfälle, manchmal Algen, Getreide, das hinter Traktoren

aufgelesen wird.

Fortpflanzung

Oft in gemischten Kolonien mit der Silbermöwe, mit der sie zusammen auch

an Aas anzutreffen ist. Nest in einer Bodenmulde, die mit Pflanzen, Algen und

Federn ausgelegt wird. Legt im Mai-Juni 3 hellbraune, grünliche oder bläuliche,

dunkelbraun gezeichnete Eier von 67 mm Größe. Brutdauer 26 Tage,

Jungvögel sind Platzhocker und können mit ca. 30 Tagen fliegen.

Mantelmöwe

Larus marinus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 64-78 cm

Spannweite 150-170 cm

Gewicht 1150-2150 g

Sehr große, kräftige Möwe mit fast schwarzem Rücken und fleischfarbenen

Beinen. Schnabel gelb mit einem roten Fleck am Unterschnabel. Jungvogel :

dunkelbraun gefleckt mit einer Mischung aus heller und dunkler Zeichnung, die

viel kontrastreicher ist als bei der jungen Silbermöwe. Unterscheidet sich

von dieser durch kräftigeren Körper und Schnabel, Kopf und Schwanz sind heller.

Meistens einzeln oder paarweise, sammelt sich in großen Zahlen an geeigneten

Plätzen.

Teilzieher; brütet in der Bretagne, auf den britischen Inseln und in Skandinavien.

Im Winter an allen Küsten von Spanien bis nach Island.

Lebensraum

Im Sommer Küsten und Felsinseln, auch an Stränden, im Winter umherstreifend

entlang der Küsten, nicht zu weit vom Brutplatz entfernt, manchmal bis zum Mittelmeer.

Nahrung

Abwechslungsreich : Wirbellose, Fische, Säugetiere bis zu Kaninchengröße,

Vögel (Enten, Sturmtaucher...) und ihre Gelege; durch die Ausbreitung

der Mantelmöwe werden die Arten bedroht, von der sie sich ernährt.

Fortpflanzung

Brütet in kleinen, oft isolierten Kolonien an Abhängen, auf Felseninseln oder

manchmal an Seen. Legt 3 hellbraune bis olivbraune, dunkelbraun gefleckte

Eier von 77 mm Größe. Brutdauer 27-28 Tage, Jungvögel sind Platzhocker und

können mit 49-56 Tagen fliegen.

Silbermöwe

Larus argentatus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 55-67 cm

Spannweite 130-158 cm

Gewicht 750-1250 g

Größer als die Sturmmöwe, mit fleischfarbenen Beinen in Westeuropa,

gelben Beinen am Mittelmeer und in Osteuropa, gelber Iris. Schnabel gelb mit

rotem Fleck am Unterschnabel. Jungvögel sind erst am Ende des vierten

Kalenderjahres ausgefärbt. Im ersten Winter ist der Mantel vollständig braun

gefleckt und die Iris dunkel; im zweiten Winter sind 20-80% des Mantels

grau und die Iris wird heller. Fliegt mit langsameren Flügelschlägen als die Sturmmöwe,

gleitet wie ein Greifvogel. Streckenflug oft truppweise in offener V-Formation.

Teilzieher; Brutvogel der nördlichen Hälfte Westeuropas. Brütet an Küsten und

im Binnenland, manchmal in Städten. Überwintert im ganzen Verbreitungsgebiet

bis nach Island.

Lebensraum

Koloniebrüter an Steilküsten und Felsinseln, auch in Dünen und Salzwiesen,

manchmal in der Stadt oder an Seen. Im Winter küstennahes Kulturland, im

Binnenland an Müllplätzen.

Nahrung

Sehr vielseitig : Muscheln, Regenwürmer, Seesterne, Fische, Abfälle, erbeutet

Gelege und Nestjunge, oft auf Müllkippen.

Fortpflanzung

Koloniebrüter, der am Boden oder zwischen Felsen, auf Sand- oder Kiesboden

eine Mulde mit Gräsern, Zweigen, Algen und Abfällen auslegt. Legt im April-Mai

2-3 zwischen gelbbraun, grünlich und bläulich variierende, dunkel gefleckte Eier,

70 mm groß. Brutdauer 25 Tage, Jungvögel sind Platzhocker und können mit

42-48 Tagen fliegen.

Weißkopfmöwe

Larus cachinnans

LARIDAE

Beschreibung

Größe 55-67 cm

Spannweite 130-158 cm

Gewicht 750-1250 g

Früher als Unterart der Silbermöwe geführt. Unterscheidet sich von

dieser durch gelbe und nicht fleischfarbene Beine und einen etwas dunkleren Mantel.

Im Schlichtkleid sind Kopf und Hals nicht gestreift, der rote Fleck an der unteren

Schnabelhälfte ist größer. Diese Art wird in mehrere Unterarten aufgeteilt :

"michahellis" am Mittelmeer, "atlantis" auf den atlantischen Inseln und

"cachinnans" vom Schwarzen Meer ostwärts. Wie bei der Silbermöwe sind die

Jungvögel erst nach dem 4.Kalenderjahr ausgefärbt. Im ersten Winter ist das

Gefieder einheitlich braun gefleckt, die Iris ist dunkelbraun; deutlich abgesetzte

dunkle Schwanzendbinde. Im zweiten Winter sind 20-80% des Mantels grau,

die Iris hellt sich auf. Fliegt mit langsameren Flügelschlägen als die

Sturmmöwe, gleitet wie ein Greifvogel, Streckenflug oft truppweise

in offener V-Formation.

Brütet an den Mittelmeerküsten und entlang großer Flüsse, an Seeufern und

an den atlantischen Küsten von Mauretanien bis Portugal. Überwintert in der

Nähe vom Brutplatz und umherstreifend bis zum Schwarzen Meer. Breitet sich

nordwärts an der Küste und im Binnenland aus.

Lebensraum

Brütet zu Tausenden in Kolonien an Steilküsten und Felsinseln des

Mittelmeers, manchmal am Atlantik, auch im Binnenland.

Nahrung

Vielseitig : Fische, Abfälle, erbeutet Küken von Brandgänsen, Seeschwalben,

Röhrennasen, oft auf Müllkippen.

Fortpflanzung

Brütet in Kolonien, auf Felsen oder am Boden auf Sand oder Kies, in einer gekratzten

Mulde, die mit Pflanzen, Zweigen, Algen oder Abfällen ausgelegt wird. Legt

Ende März bis April 2-3 hellbraune, grünliche oder bläuliche, dunkel gefleckte

Eier von 70 mm Größe. Brutdauer 25 Tage, Jungvögel sind Platzhocker und

können mit 42-48 Tagen fliegen.

Polarmöwe

Eismöwe

Larus hyperboreus

LARIDAE

Beschreibung

Größe 62-68 cm

Spannweite 142-162 cm

Gewicht 1200-2000 g

Große Möwe, so groß wie eine Mantelmöwe, mit einheitlich hellgrauem

Mantel, ohne Schwarz an den Flügeln, gelbem Augenring und fleischfarbenen Füßen.

Die Jungvögel sind erst im 5.Kalenderjahr ausgefärbt : im ersten Winter graubraun

gefleckt mit schmutzigweißen Handschwingen; die Schnabelbasis ist

blaßrosa, die Spitze ist schwarz. Im Lauf des Frühjahrs und des folgenden

Sommers bleicht das Gefieder aus und wird schließlich einheitlich

schmutzig weiß. Im zweiten Winter ist die Körperoberseite fleckig braun, weiß und

hellgrau gefärbt, der schwarze Teil des Schnabels wird kleiner, die Iris hellt sich

auf. Im Flug wirkt der "Armteil" des Flügels breit und der "Handteil" kurz.

Arktischer Brutvogel; Wintergast an den britischen Küsten und in der Nordsee.

Lebensraum

Während der Brutzeit Klippen und arktische Felsküsten. In Europa selten, dort

in Häfen und im Hinterland auf Müllhalden anzutreffen.

Nahrung

Andere, manchmal verletzte Vögel ; Fische, Mollusken, Krebstiere, Abfall,

auch Aas.

Fortpflanzung

Nest aus Moos und Algen, auf Felsvorsprüngen oder ebenem Boden.

Legt einmal jährlich 3 hellgraue bis braune, dunkelbraun gefleckte Eier

von 77 mm Größe. Brutdauer 27-28 Tage, Jungvögel sind Platzhocker und können

mit 45-50 Tagen fliegen.

Dreizehenmöwe

Rissa tridactyla

LARIDAE

Beschreibung

Größe 38-40 cm

Spannweite 95-108 cm

Gewicht 300-500 g

Ähnelt im Flug der Sturmöwe, aber die Flügelspitzen sind einheitlich schwarz

ohne weiße Flecken, die grauen Handschwingen sind heller als die Armdecken

und der Mantel, die Beine sind schwarz und der Schnabel ist gelb. Im Schlichtkleid :

dunkler Fleck auf den Ohrdecken, hellgraues Nackenband. Jungvogel : im ersten

Kalenderjahr mit schwarzem Zickzackmuster auf dem Rücken und den Flügeln,

mit schwarzem Nackenband und grauem Mantel; im zweiten Jahr : wie der Altvogel

im Schlichtkleid. Fliegt bei leichtem Wind mit schnellerem Flügelschlag als die

Sturmmöwe, bei starkem Wind gleitet sie wie ein Sturmtaucher.

Teilzieher; brütet von der Bretagne über Großbritannien bis nach Skandinavien,

überwintert entlang der Küsten und auf offener See bis zum Mittelmeer.

Lebensraum

Im Winter über der offenen See, zur Brutzeit an Felsküsten.

Nahrung

Fische, Wirbellose des Meeres : Krebstiere und Mollusken, Fischereiabfälle.

Fortpflanzung

Brütet in großen Kolonien an Steilküsten im Nordatlantik, manchmal auf Gebäuden.

Legt 2-3 blaugraue bis hellbraune, dunkelbraun gefleckte Eier von 55 mm Größe.

Brutdauer 25-32 Tage, Nestlingszeit ungefähr 43 Tage.

Elfenbeinmöwe

Rosenmöwe

Schwalbenmöwe

Ringschnabelmöwe

Fischmöwe

Bonapartemöwe

Präriemöwe

Aztekenmöwe