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Nachtfalke

Rothals-Ziegenmelker

Caprimulgus ruficollis

CAPRIMULGIDAE

Beschreibung

Größe 30-32 cm

Spannweite 58-64 cm

Gewicht 60-75 g

Unterscheidet sich vom Ziegenmelker durch die geringfügig größeren

Ausmaße, den abgeplatteten, größeren Kopf und den längeren Schwanz.

Das graubraune Gefieder ist blasser, der Halsring und Teile des Kopfes

sind gelblichrot, die Kehle ist weiß; beide Gechlechter haben an den Flügeln

und am Schwanz weiße Flecken.

Nächtliche Lebensweise, am besten kann man ihn in der Dämmerung

beobachten, wenn er mit V-förmig nach oben gehaltenen Flügeln

vorbeigleitet und Insekten jagt. Wie beim Ziegenmelker balzt das Männchen

mit Flügelklatschen.

Zugvogel; brütet in Spanien und überwintert in Westafrika.

Lebensraum

An trockene Gebiete mit sandigem oder steinigem Boden, Bäumen und

Büschen gebunden : Hügellandschaften, Pinien- und Olivenhaine,

Eichenwälder, Obstbaumhaine.

Nahrung

Große, fliegende Insekten : Schmetterlinge, Käfer, Heuschrecken.

Fortpflanzung

Bodenbrüter, der kein Nest baut. Legt 2 weißliche, braun und weiß gefleckte

Eier von 31 mm Größe, mit hellerer Färbung als die Eier des Ziegenmelkers.

Die Jungvögel sind Platzhocker.

Ziegenmelker

Caprimulgus europaeus

CAPRIMULGIDAE

Beschreibung

Größe 26-28 cm

Spannweite 54-60 cm

Gewicht 75-100 g

Wegen der nächtlichen Lebensweise auch Nachtschwalbe genannt. So groß wie eine

Turteltaube, mit langem Schwanz, langen, spitzen Flügeln, einem großen,

abgeplatteten Kopf und kleinem Schnabel. Der Rachen kann weit aufgerissen

werden, und unter Mithilfe der Beborstung an den Mundwinkeln werden

Nachtfalter aus der Luft gekeschert. Das braungraue Gefieder ist

dunkelbraun gefleckt und gestrichelt, mit einem schmalen, weißen Halsband an

der Kehle. Das Männchen hat an den Flügelspitzen und an den Schwanzkanten

je einen weißen Fleck. Das Weibchen ist heller als das Männchen und hat keine

weiße Flecken.

Tagsüber sitzt der Vogel in Längsrichtung gut getarnt auf einem Ast oder am Boden.

Wird er aufgescheucht, fliegt er nur kurze Strecken und setzt sich gleich wieder

hin. Am besten ist er in der Dämmerung beim Jagdflug zu beobachten : Silhouette

ähnlich wie ein Kuckuck, weicher Flug einer Eule mit langen

Gleitphasen in V-förmiger Flügelstellung; rüttelt auch kurz wie ein Turmfalke.

Beim Balzflug schlägt das Männchen plötzlich die Flügel über dem Körper

zusammen und erzeugt dabei ein Klatschen, dann segelt es lange mit angehobenen

Flügeln und zeigt dabei die weißen Flügelflecken.

Zugvogel; brütet in ganz Europa bis auf Nordeuropa; überwintert in der Südhälfte

Afrikas. Wegzug Ende August bis Anfang November, Rückzug im März-Mai.

Lebensraum

Trockene, lichte Wälder, Lichtungen in Pinien- oder Kieferwäldern, Heiden und

Brachen.

Nahrung

Fliegende, meist große Insekten : Nachtfalter, Maikäfer und andere Käfer,

Eintagsfliegen, Zweiflügler, Heuschrecken, Köcherfliegen, Wanzen.

Fortpflanzung

Brütet auf dem bloßen Boden, auf Blättern und Nadeln getarnt im Wald.

Legt 1-2mal jährlich, Ende Mai bis Juni und Ende Juni bis Juli 2 längliche, leuchtend

weiße oder rahmfarbene, grau und dunkelbraun marmorierte Eier von 32 mm Größe.

Brutdauer 17-18 Tage, Jungvögel sind Platzhocker und können mit

16-17 Tagen fliegen, mit 30-35 Tagen sind sie selbständig.