Zurück zum Artenverzeichnis Home Zurück zum  Familienverzeichnis

Strandpieper

Anthus petrosus

MOTACILLIDAE

Beschreibung

Größe 17 cm

Gewicht 21-30 g

Mit langem, schwärzlichen Schnabel, der kräftiger ist als beim Wiesenpieper;

die Beine sind schwarz oder braunviolett, der Schwanz ist schwarz. Prachtkleid :

Körperoberseite graubraunoliv, mit gestricheltem Rücken. Die Unterart "petrosus"

aus Westeuropa ist dunkler mit breiteren Strichen an der Brust. Die Unterart

"littoralis" aus Nordeuropa kann mit dem Bergpieper verwechselt werden :

manche Individuen sind blasser grau an Kopf, Nacken und Mantel ;

die rosafarben überlaufene Brust ist kaum gestrichelt. Im Schlichtkleid ist der

graubraune Körper insgesamt dunkler als beim Bergpieper, auf der Oberseite mit

olivfarbenem Anflug und großen, dunklen verschwommenen Punkten auf der Brust

und an den Flanken. Der helle Augenring ist gut sichtbar, dagegen ist der

Überaugenstreif undeutlicher als beim Bergpieper. Singt ähnlich wie der

Wiesenpieper : während der geradlinig aufsteigenden Flugphase wiederholt

er das gleiche, schneller werdende Motiv. Beim Heruntergleiten mit steifen

Flügeln wird das tonlose Motiv fast "übereilt" trillerartig vorgetragen.

Die Unterart "petrosus" ist in Westeuropa Standvogel, "littoralis" aus Nordeuropa

überwintert von Westeuropa bis in den südlichen Teil Afrikas. Wegzug

Oktober-November, Heimzug März-April.

Lebensraum

Felsküsten.

Nahrung

Insekten, Krebstiere und Mollusken, die zwischen Algen und Steinen gefangen werden.

Fortpflanzung

Baut in einer Felsspalte ein Nest aus Gräsern, Moos und Algen, das im Inneren mit

Fasern und Tierhaaren ausgekleidet wird. Legt 1-2mal jährlich, Mitte April-Anfang

Mai und im Juni 4-5 blaßgraue, manchmal schwach grünliche, dunkel

gefleckte Eier. Brutdauer 14 Tage, Nestlingszeit 16 Tage.

Bergpieper

Anthus spinoletta

MOTACILLIDAE

Beschreibung

Größe 17 cm

Gewicht 21-30 g

Im Prachtkleid ist die Körperunterseite an den Brustseiten und an den

Flanken rosafarben überlaufen, Oberkopf und Mantel sind graubraun.

Im Schlichtkleid ist die Brust deutlicher gestreift, die graubraune Oberseite ist heller

als beim Strandpieper, der Überaugenstreif ist kräftiger, der Flügelstreif

weißer, die Schwanzkanten sind wie bei der anderen Art auch weiß. Singt wie

ein Wiesenpieper : während der geradlinig ansteigenden Flugphase

wiederholt er den gleichen Ton mit schneller werdendem Rhythmus. Dann

gleitet er mit steifen Flügeln abwärt, dabei wird das Einzelmotiv "übereilt"

fast trillerartig, aber tonlos mechanisch gereiht vorgetragen.

Zugvogel; brütet in den Gebirgen Südeuropas und in den Alpen; überwintert

von September-Mai im Flachland von Holland und der britischen Küste

südlich bis nach Nordafrika.

Lebensraum

Im Sommer an flachen, dicht bewachsenen Binnengewässern; im Winter an größeren

Gewässern und Meeresküsten.

Nahrung

Insekten, Mollusken und Krebstiere, ferner Samen und Pflanzenteile.

Fortpflanzung

Nest in einer Felsspalte aus Gräsern und Moos, mit Fasern und Tierhaaren

ausgepolstert. Legt 1-2mal jährlich, Mitte April-Anfang Mai und im Juni 4-5

blaßgraue, manchmal schwach grünliche, dunkel gefleckte Eier von 21 mm Größe.

Brutdauer 14 Tage, Nestlingszeit 16 Tage.

Zurück zu Systematik Home

Wiesenpieper

Anthus pratensis

MOTACILLIDAE

Beschreibung

Größe 14,5 cm

Gewicht 16-25 g

Kleinste Pieperart. Schlanker und kurzbeiniger als der Baumpieper;

die olivbraune Körperoberseite ist stärker dunkel gestreift, die helle

Unterseite ist weniger gelblich ; die schwarzen Flecken auf der Brust ordnen

sich auf den Flanken zu regelmäßigeren Streifen an. Die Schwanzkanten sind weiß,

die Beine bräunlich gelb, bei den Jungvögeln rosafarben.

Singt im Balzflug auf ähnliche Art und Weise wie der Baumpieper (steigt erst flatternd

auf und kreist dann abwärts), manchmal auch sitzend von einem Pfahl oder einem

Strauch ; Struktur und Motive des Gesangs sind monotoner. Sitzt nicht so oft auf

Bäumen.

Teilzieher; Brutvogel Nordosteuropas. Überwintert von den Britischen Inseln

und Dänemark südwestwärts bis zum Mittelmeergebiet, auch in Nordafrika.

Zugbewegungen finden im August und im Mai statt.

Lebensraum

Feuchte und offene Landschaften : Wiesen und moorige Heiden, Weiden,

Moore im Hochland. Manchmal in trockeneren Gebieten : Dünen, Steppen

und Ödland, im Winter auch an Flachküsten.

Nahrung

Kleine Insekten, Spinnen, Würmer. Im Winter auch Samen.

Fortpflanzung

Brütet versteckt in der Vegetation, oft an einem Abhang in einer flachen,

gekratzten Bodenmulde. Das Nest besteht aus trockenen Gräsern, die mit

Tierhaaren ausgelegt werden. Legt 1-2mal jährlich, Mitte April bis Mai

und Ende Juni-Juli 4-5 gräuliche, dunkel gefleckte Eier von 20 mm Größe.

Brutdauer 13-14 Tage, Nestlingszeit 13-14 Tage.

Baumpieper

Anthus trivialis

MOTACILLIDAE

Beschreibung

Größe 15 cm

Gewicht 20-25 g

Etwas kleiner als die Feldlerche, mit längeren Beinen, Körperoberseite

warm braun mit dunklen Streifen. Unterseite hell, die rötlichbraune Brust ist

dunkel gestrichelt, Schwanz mit weißen Kanten, der Schnabel ist lang und dünn.

Ähnelt stark dem Wiesenpieper, ist aber kräftiger, der Mantel ist einfarbiger.

Die Brust ist mit großen Flecken besetzt, die sich an den Flanken zu

unregelmäßigeren feinen Streifen anordnen als beim Wiesenpieper. Am besten

sind die beiden Arten am Gesang und an den Rufen zu unterscheiden.

Schauflug : fliegt meist von einer Baumspitze los und steigt mit flatternden

Flügelschlägen nach oben, um dann fallschirmartig mit angehobenen Flügeln

und gespreiztem Schwanz wieder zum Ausgangspunkt zurückzugleiten.

Beim Anstieg wird der dabei vorgetragene Triller beschleunigt; sinkt beim

Abwärtsgleiten kaskadenartig mit vielen Variationen. Bewegt sich am Boden

schleichend und geduckt und wippt dabei häufig vorsichtig mit dem Schwanz.

Zugvogel; brütet in ganz Europa außer in Irland und auf der Iberischen Halbinsel.

Überwintert im Sahel und in Ostafrika. Wegzug August-September, Heimzug April-Mai.

Lebensraum

Kahlschläge, Waldgebiete mit Freiflächen, wo er nach Nahrung sucht, fliegt bei Störung

sofort in einen Baum. Im Gebirge bis zur Baumgrenze.

Nahrung

Nahrungssuche am Boden : Insekten und ihre Larven (Käfer, Heuschrecken,

Zweiflügler, Hautflügler, Schmetterlinge), Spinnen, manchmal kleine Sämereien.

Fortpflanzung

Brütet gut versteckt in der Vegetation am Waldrand in einer kleinen

Mulde in einem Nest aus trockenem Pflanzenmaterial, das mit dünnen

Halmen ausgelegt wird. Legt 2mal jährlich, Ende April-Mai und Ende Juni-Anfang

Juli 4-6 verschieden gefärbte, braun und schwarz gefleckte Eier von 21 mm Größe.

Brutdauer 13-14 Tage, Nestlingszeit 12-13 Tage.

Brachpieper

Anthus campestris

MOTACILLIDAE

Beschreibung

Größe 16,5 cm

Gewicht 20-28 g

Größer, schlanker und heller als alle anderen Pieper, Silhouette ähnlich wie eine

Schafstelze. Gefieder blaß mit hellbrauner Oberseite, Unterseite ungefleckt

rahmfarben und leicht rötlichbraun, Flügel dunkelbraun. Der Überaugenstreif

ist auch rahmfarben, Schwanz mit weißen Kanten, die langen Beine sind rötlich

oder gelblich.

Zugvogel; brütet in ganz Europa außer auf den britischen Inseln und in

Skandinavien; überwintert im Sahel und in Ostafrika. Wegzug August-Oktober,

Heimzug April-Mai.

Lebensraum

In trockenen und sonnigen Gebieten, mit kurzer und schütterer Vegetation,

vor allem in der Brutzeit : Heiden, Ödland, steinige Flächen, sandige Wege,

Salzsteppen, Trockenrasen.

Nahrung

Fängt am Boden Insekten und ihre Larven.

Fortpflanzung

Nistet in einer flachen gekratzten Bodenmulde im Schutz eines Gras- oder

Heidebüschels. Das Nest ist voluminös wie bei der Heidelerche und besteht

aus Gräsern, Stengeln, Moos und feinen Wurzeln, das Innere ist mit Tierhaaren

ausgekleidet. Legt 1-2mal jährlich Ende Mai-Juni und Anfang Juli 4-5 weißliche,

dunkelbraun und graubraun gefleckte Eier von 22 mm Größe. Brutdauer 13-14 Tage,

Nestlingszeit ca. 15 Tage.

Bachstelze

Motacilla alba alba

MOTACILLIDAE

Beschreibung

Größe 17,5 cm

Spannweite 31 cm

Gewicht 23 g

Prachtkleid, Männchen : grauer Rücken, weißer Bauch, Kopfplatte,

Nacken, Kinn und Vorderbrust schwarz, Gesicht weiß; Weibchen: grauer Nacken,

der in eine schwarze Kopfplatte übergeht. Schlichtkleid bei beiden

Geschlechtern : Kinn und Kehle weiß, Brust weiß mit schwärzlichem Band.

Läuft wie die anderen Stelzen mit ständig wippendem Schwanz, wird deshalb

auch Wipsteert genannt.

Teilzieher. Brutvögel, die nördlich der Linie Lille (Nordfrankreich)-Athen

(Griechenland) brüten sowie die isländischen und Teile der britischen Brüter

ziehen im Winter Richtung Süd-Westen. Südlich dieser Linie trifft man sie

ganzjährig an; die eigentlichen Überwinterungsgebiete befinden sich im

Süden der Iberischen Halbinsel, an der französischen Mittelmeerküste, auf

den Mittelmeerinseln und bis ins nördliche und tropische Afrika. Wegzug

August-September, Heimzug März-April.

Lebensraum

Kulturfolger, um Häuser, in Ortschaften, Gärten. Oft, aber nicht ausschließlich in

der Nähe von Wasser.

Nahrung

Kleine Insekten, die häufig in der Nähe von weidendem Vieh erjagt werden.

Fortpflanzung

Nest aus Gräsern und Moos, in einer Halbhöhle versteckt. Legt von April-August

5-6 gräuliche, dunkelgrau gefleckte Eier von 21 mm Größe. Brutdauer 13 Tage,

Nestlingszeit zwei Wochen. Oft zwei Gelege pro Jahr.

Trauerbachstelze

Gebirgsstelze

Motacilla cinerea

MOTACILLIDAE

Beschreibung

Größe 18 cm

Spannweite 29 cm

Gewicht 20 g

Schwanz viel länger als bei der Schafstelze. Kopf und Rücken grau,

Kinn und Kehle schwarz, unterseits hellgelb.

Teilzieher, kommt in fast ganz Europa vor, Gebirgsbrüter ziehen im Winter in die Ebenen.

Lebensraum

Bäche und Wasserläufe in der Ebene und im Gebirge.

Nahrung

Kleine Insekten.

Fortpflanzung

Nest aus Stengeln, Moos, Gräsern, mit Wurzeln und Haaren ausgekleidet,

in einer Halbhöhle versteckt. Legt von März-Juli 4-6 Eier. Brutdauer 12-14 Tage,

Nestlingszeit 12-13 Tage. Oft 2 Gelege pro Jahr.

Waldpieper

Rotkehlpieper

Spornpieper

Pazifischer Wasserpieper

Schafstelze

Zitronenstelze