Zurück zum Artenverzeichnis Home Zurück zum  Familienverzeichnis Zurück zu Systematik Home

Skua

Stercorarius skua

STERCORARIIDAE

Beschreibung

Größe 53-66 cm

Spannweite 125-140 cm

Gewicht 1200-1650 g

Größte Raubmöwe, ähnelt einer jungen Silbermöwe, aber mit gedrungenerer

und kräftigerer Silhouette. Kurzer Schwanz und kurze, breite Flügel. Körperunterseite

dunkel, mit großen, weißen Flecken auf Ober-und Unterseite der Flügel an der Basis der

Handschwingen. Die Jungvögel sind dunkler und haben an den Schulterfedern und

an den Flügeldecken helle Ränder. Schwerfälliger Streckenflug.

Zugvogel, brütet auf Inseln im Nordatlantik und überwintert auf dem Atlantik bis

zu den Küstengewässern Brasiliens. An unseren Küsten und am Mittelmeer

im März-April und im August-Oktober, im Winter selten.

Lebensraum

Brütet in küstennahen Mooren oder Ödland in der Nähe von Felsküsten, im Winter

auf dem Meer umherstreifend.

Nahrung

Vor allem Fische, die oft anderen Vögeln abgejagt werden; manchmal Meeresvögel,

die am Brutplatz getötet werden, z.B. Silbermöwe, Dreizehenmöwen,

Papageitaucher, oder Säugetiere bis Kaninchengröße. Frißt auch Aas und

folgt Fischerbooten.

Fortpflanzung

Nest einzeln oder in lockeren Kolonien in einer gekratzten Bodenmulde, die mit

Pflanzenmaterial ausgekleidet wird. Legt Ende Mai-Juni 2 olivgrüne, dunkelbraun

gefleckte Eier von 71 mm Größe. Brutdauer 29 Tage, Jungvögel sind Platzhocker

und können mit 42-49 Tagen fliegen.

Falkenraubmöwe

Stercorarius longicaudus

STERCORARIIDAE

Beschreibung

Größe 35-58 cm

Spannweite 92-105 cm

Gewicht 250-450 g

Kleinste Raubmöwe; die mittleren Steuerfedern sind beim Altvogel sehr lang, dünn

und spitz und überragen den Schwanz weit. Schwarze Kopfplatte, breites weißes

Halsband, weißer Bauch, Rücken und Flügelunterseite dunkel, Beine schwarz und

nicht grau wie bei den anderen Raubmöwen. Graziöser Flug erinnert an

eine Seeschwalbe. Zugvogel; arktischer Brutvogel, der in Skandinavien brütet

und auf dem Atlantik überwintert; zieht entlang der Mittelmeerküsten bis zum

Kap der Guten Hoffnung ; passiert Mitteleuropa im August-Oktober, gelegentlich

auch im Frühjahr, meist nur an der Küste, selten im Binnenland.

Lebensraum

Brütet in der arktischen Tundra, in moorigen Heiden und auf steinigen

Hochebenen. Überwintert größtenteils über dem offenen Meer.

Nahrung

Fische und Aas im Winter. Kleine Säugetiere : Wühlmäuse und Lemminge,

Insekten und Beeren im Sommer ; die Überlebenswahrscheinlichkeit der

Jungvögel wird zum Teil durch die Populationsschwankungen der Lemminge

mitbestimmt.

Fortpflanzung

Brütet in kleinen Kolonien. Legt einmal jährlich auf dem Boden oder im Moos

2 grünlich braune, dunkel gefleckte Eier von 55 mm Größe. Brutdauer 23-25 Tage,

Jungvögel sind Platzhocker und verlassen das Nest mit 24-26 Tagen.

Schmarotzerraubmöwe

Stercorarius parasiticus

STERCORARIIDAE

Beschreibung

Größe 46-67 cm

Spannweite 97-115 cm

Gewicht 380-600 g

Häufigste der kleinen Raubmöwen, ähnelt in ihrem eleganten Flugbild einer dunklen

Lachmöwe. Die mittleren Steuerfedern sind spitz ausgezogen, die langen Flügel

sind immer dunkel mit (außer bei sehr dunklen Vögeln) hellen Handschwingenspitzen;

der Nacken ist regelmäßig gestreift. Das Gefieder variiert zwischen einer hellen und

einer dunklen Farbvariante. Bei der hellen Morphe sind die Kopfplatte und die

Körperoberseite dunkel, Hals, Brust und Bauch sind weiß. Bei der dunklen Morphe

ist der ganze Körper dunkel, am dunkelsten ist die Kopfplatte. Jungvogel : Gefieder

variabel, von Graubeige mit dunkler Bänderung an der Unterseite bis zu Schwarzbraun

mit rotbraunem oder zimtbraunem Nackenband und ebenso gefärbten Federsäumen.

Fliegt reißend wie ein Falke.

Brutvogel Skandinaviens und Schottlands, überwintert auf den Ozeanen bis zu den

Gewässern Australiens. An unseren Küsten August-September und April-Mai.

Lebensraum

Im Sommer küstennahe Tundra und Sümpfe; überwintert auf dem offenen Meer,

nähert sich manchmal der Küste. Einzelvögel werden durch Stürme ins Binnenland

verschlagen.

Nahrung

Parasitiert bei Möwen und Seeschwalben, die sie bedrängt und dazu bringt, ihre

Beute auszuwürgen. Erbeutet selbst Vögel und Insekten, nimmt auch Beeren.

Fortpflanzung

Brütet in lockeren Kolonien oder kleinen Gruppen auf Felsblöcken, in Heiden oder

Mooren. Nest in einer Mulde, die manchmal mit Moos oder Gräsern ausgelegt wird.

Legt 2 braungrüne, dunkel gefleckte Eier von 57 mm Größe. Brutdauer 25-27 Tage,

Jungvögel sind Platzhocker und verlassen das Nest mit 25-30 Tagen.

Spatelraubmöwe