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Meerstrandläufer

Calidris maritima

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 20-22 cm

Spannweite 40-44 cm

Gewicht 60-75 cm

Größer und robuster als der Alpenstrandläuferit dunklem Gefieder, so groß

wie eine Amsel. Im Prachtkleid : Mantel schwarzbraun mit graugelben und

rotbraunen Federrändern, die gelben Beine dunkeln zu Grünbraun, die Schnabelbasis

ist gelb. Im Schlichtkleid : Körperoberseite und Brust dunkel graubraun. Jungvogel :

wie Altvogel im Prachtkleid, aber Gesicht einfarbiger, Zeichnung an Rücken und Brust

undeutlicher. Wirkt im Flug sehr dunkel, Flügel schwarz mit blasser, schmaler

Flügelbinde. Oft sehr vertraut. In Trupps von 10 bis 30 Individuen.

Teilzieher; Teile der skandinavischen Brüter sind Standvögel, ansonsten ziehen sie

zum Überwintern an die mittel- und westeuropäischen Küsten südlich bis in die

Bretagne. Durchzugsspitze im Herbst Oktober-November.

Lebensraum

Im Sommer in der Tundra; überwintert an Felsküsten mit Algenvorkommen.

Nahrung

Im Sommer vor allem Insekten; im Winter : kleine Mollusken, Krebstiere, Algenteile.

Fortpflanzung

Legt in eine Mulde, die mit Gräsern und Flechten ausgelegt wird, 4 graugrüne,

hellbraun gefleckte Eier von 37 mm Größe. Brutdauer 21-22 Tage, Jungvögel sind

Nestflüchter und können mit 28 Tagen fliegen.

Zwergstrandläufer

Calidris minuta

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 12-14 cm

Spannweite 28-31 cm

Gewicht 20-40 g

Einer der kleinsten Watvögel, so groß wie ein Rotkehlchen. Der

schwarze, kurze Schnabel ist kürzer als beim Alpenstrandläufer,

die Beine sind schwarz. Prachtkleid : Körperoberseite dunkel mit rötlicher

und gelblicher Zeichnung, Brust braun, Bauch grauweiß. In allen Kleidern

mit charakteristischer, gelblicher V-förmiger Zeichnung auf dem Rücken

und dunklem Scheitelband. Im Schlichtkleid mattere, grauere Färbung.

Jungvogel ist blasser, mit einem weißen, rundlichen Bauch, einem

orangeroten Mantel, der wie beim Alpenstrandläufer gezeichnet

ist; die weiße Färbung ist sehr klar. Fliegt fledermausartig, kann mit

dem Sanderling verwechselt werden, wenn die

Größenverhältnisse nicht einschätzbar sind. Sehr aktiver und sozialer

Vogel, der sich oft mit anderen Limikolen vergesellschaftet.

Zugvogel aus der Arktis; überwintert an den Küsten von Spanien, Sardinien,

Italien, Griechenland und des Maghreb. Durchzug durch Nordwesteuropa

im August-Oktober während des Herbstzuges vor allem der Jungvögel, die

zusammen mit anderen Strandläufern gemischte Zugtrupps bilden.

Lebensraum

Brütet in Mooren, in der arktischen Tundra. Im Winter an der Küste,

in Buchten, Lagunen, an künstlichen Wasserflächen und ruhigen Wasserläufen.

Nahrung

Wirbellose : hauptsächlich Insekten im Sommer, Würmer, Mollusken und

Krebstiere, manchmal auch Pflanzenteile.

Fortpflanzung

Auch 2 Gelege jährlich, wenn sich jedes Elternteil um eine Brut kümmert. Legt in

ein Nest aus Gräsern und Blättern 4 hellbraun grüne, dunkel braunrot gefleckte

Eier von 28 mm Größe. Brutdauer 20-21 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter.

Temminckstrandläufer

Calidris temmincki

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 12-14 cm

Spannweite 28-31 cm

Gewicht 17-32 g

Sehr kleiner Strandläufer, kaum größer als der Zwergstrandläufer, dem

er sehr ähnlich ist. Kurzbeinig mit länglichem Körper. Schlichtkleid : Rücken

grauer als beim Zwergstrandläufer, ohne weißes V. Unterschwanzdecken

weiß und grau, mit Augenring und blassem Überaugenstreif. Prachtkleid :

graubrauner oder brauner Mantel ohne rostrote Tönung wie beim

Zwergstrandläufer; einige Individuen tragen dazwischen schmutziggraue

Schlichtkleidfedern. Jungvogel : schuppiger Mantel mit dunklen Flecken auf

den oberen Schulterfedern. Vom Zwergstrandläufer in allen Kleidern durch

die helleren, grünlich erdfarbenen Beine zu unterscheiden.

Bei Störung himmelt er wie eine Bekassine in schräg aufwärts

führender Flugbahn. Nicht so gesellig, geduckter und unauffälliger als

der Zwergstrandläufer, vergesellschaftet sich nicht mit

anderen Wattvögeln.

Brutvogel Skandinaviens und der Arktis. Zugvogel, der vorwiegend

süd-südöstlich abzieht und punktuell in Italien, in Griechenland und

im nordafrikanischen Küstengebiet überwintert, hauptsächlich in

Äquatorialafrika. Wegzug August-September, Durchzugsspitze im

Frühjahr im Mai.

Lebensraum

Brütet in der arktischen Tundra, oft in höheren Bereichen und auf mit

Kriechweidenbeständen durchsetzten Grasflächen. Auf dem Durchzug

und im Winterquartier an vegetationsreichen Binnengewässern und

Meeresküsten, wenn sie nicht zu offen oder zu felsig sind.

Nahrung

Wirbellose, vor allem Insekten.

Fortpflanzung

2 Bruten jährlich, wenn sich jedes Elterntier gleichzeitig um eine Brut kümmert.

Legt 3-4 graugrüne, dunkel rotbraun gefleckte Eier von 28 mm Größe. Brutdauer

21-22 Tage. Jungvögel sind Nestflüchter und können mit 15-18 Tagen fliegen.

Sanderling

Calidris alba

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 20-21 cm

Spannweite 36-39 cm

Gewicht 45-85 g

Größer als der Alpenstrandläufer, robuste Silhouette, schwarze Beine

ohne Hinterzehe. Im Prachtkleid Körperoberseite und Brust blaß rostbraun,

mit dunkelbrauner Querstrichelung, Bauch weiß. Ausnahmsweise auch ohne

rostbraunes Prachtkleid. Im Schlichtkleid Körperoberseite blaß grau, unterseits

weiß, Flügelbug auffallend schwarz, der weiße Bürzel wird durch ein schwarzes

Band längsgeteilt. Jungvogel : Körperoberseite schwarzweiß gemustert, mit

cremegelben Feldern, vor allem an den Brustseiten. In allen Kleidern ist der

Flügelstreif weißer und breiter als bei den anderen Strandläufern. Der Sanderling

ist sehr beweglich und läuft schnell, pickt dabei oft in Reihen an der Wasserlinie

und begleitet dabei die auslaufenden Wellen.

Arktischer Zugvogel; überwintert an den mittel- und westeuropäischen Küsten,

auch im Maghreb. Zugbewegungen Ende Juli-November und April-Anfang Juni.

Lebensraum

Brütet in der arktischen Tundra, bevorzugt im Winter Schlammflächen

und flache Sandstrände, während des Zuges auch an Binnengewässern.

Nahrung

Vor allem Wirbellose : kleine Krebstiere, Mollusken, Meereswürmer und

Insekten, auch Fischkadaver und Pflanzenteile.

Fortpflanzung

Legt versteckt in der Vegetation auf steinigem Boden in einer Mulde, die mit

Blättern ausgelegt wird, 4 olivgrüne, braun gefleckte Eier von 35 mm Größe.

Brutdauer 24-27 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können mit 23-24 Tagen

fliegen.

Sumpfläufer

Limicola falcinellus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 16-18 cm

Spannweite 34-37 cm

Gewicht 30-45 g

Kleiner als der Alpenstrandläufer, viel seltener, so groß wie ein Sperling.

Die Beine sind kürzer, graugrünlich gefärbt, der Schnabel ist recht lang und deutlich

nach unten gebogen. Mit doppeltem weißem Überaugenstreif; der Bauch ist

nie schwarz. Prachtkleid : im frischen Zustand sind die Farben etwas kräftiger, dunkeln

aber mit der Zeit nach, Gefieder dann schwarzbraun mit weißen Federrändern, mit einer

gestreiften Oberseite wie bei einer Bekassine. Schlichtkleid :

wie Alpenstrandläufer, mit dunklem Flügelbug und angedeutetem doppeltem

Überaugenstreif. Jungvögel blasser als die Altvögel im älteren Prachtkleid, mit

deutlicheren Streifen an der Oberseite und weniger gezeichneten Flanken.

Nicht so aktiv wie die anderen Strandläufer, geruhsam und nicht so gesellig, in

kleinen Trupps.

Zugvogel, skandinavischer Brutvogel, der punktuell an der ostafrikanischen Küste

und am Indischen Ozean östlich des Suezkanals überwintert. Vergesellschaftet auf

dem Zug durch Mittel- und Westeuropa mit Alpenstrandläufer und Sandregenpfeifer.

Vor allem in Frankreich beobachteter seltener Durchzugsgast, im Mai und von Juli

bis Oktober.

Lebensraum

Im Sommer hocharktische Moorgebiete, im Winter Moore und Schlammflächen

im Binnenland.

Nahrung

Vor allem Wirbellose, auch Samen.

Fortpflanzung

Legt im seichten Morast auf einer Pflanzenschicht 4 rotbraun gepunktete Eier.

Brutdauer 21 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter.

Kampfläufer

Philomachus pugnax

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe W:20-25 cm; M:45-58 cm

Spannweite 28,5-31,5 cm

Gewicht W:70-150 g; M:130-230 g

Leicht bestimmbarer Watvogel : rötliche bis olivgraue, relativ lange Beine,

Gefiederfärbung wirkt schuppig. Die Männchen sind größer, tragen von Mai-Juni

ein sehr variables Prachtkleid : braun, rotbraun, weiß oder schwarz gemischtes

Gefieder mit einer bunten, aufsehenerregenden Halskrause : Weibchen

unauffälliger braunschwarz und beige geschuppt, manchmal insgesamt sehr

dunkel. Jungvogel : von graubraun bis rostbraun. Schlichtkleid : matteres Grau

als die Jungvögel, mit weißlicher Schnabelbasis.

Flug reißend taubenartig, mit weißer Flügelbinde und zwei weißen, ovalen

Flecken beidseitig des Bürzels wie bei den Strandläufern. Sehr stiller Vogel,

Weibchen und Jungvögel sind gesellig und vergesellschaften sich mit anderen

Wattvögeln, während sich die Männchen im Prachtkleid abseits bewegen.

Zugvogel; brütet in Skandinavien und in Nord-Osteuropa rund um die Ostsee und

im Küstenbereich der Nordsee von Dänemark bis Belgien. Überwintert punktuell

an den westeuropäischen und britischen Küsten, der größte Teil zieht bis

Äquatorial- und Südafrika. Wegzug August-September, Heimzug März-April.

Lebensraum

Tundra, überschwemmte Wiesen, Moore im Sommer; Schlammufer von Seen und

Teichen, Moore und selten Flachküsten im Winter.

Nahrung

Vor allem Wirbellose.

Fortpflanzung

Die Männchen fechten Scheintuniere in Balzarenen aus und werden dort von

den Weibchen zur Paarung aufgesucht. Diese legen in der zweiten Maihälfte

in eine Mulde, die mit Gräsern ausgepolstert wird, 4 graugrüne oder gelbliche,

aschgrau und dunkelbraun gefleckte Eier von 44 mm Größe. Brutdauer

20-23 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können mit 25-28 Tagen

fliegen.

Waldschnepfe

Scolopax rusticola

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 33-35 cm

Spannweite 55-65 cm

Gewicht 250-420 cm

Größer als die Bekassine, Flugbild plumper, tarnfarbenes Gefieder

wie trockenes Laub. Bemerkenswerte Balz, die bis zum Sommer dauern

kann (auch Schepfenstrich genannt) : das Männchen fliegt in der Morgen- und

Abenddämmerung 10 bis 30 Minuten lang an Waldrändern und Schneisen entlang

und läßt dabei das typische tiefe "Quorren" und das hohe "Pfuitzen" hören.

Im Wald aufgescheucht verschwindet die Waldschnepfe im Zickzackflug zwischen

den Bäumen. Heimlicher, stummer und einzeln lebender Vogel.

Nachts ziehender Teilzieher, Überwinterung in West-, Mittel- und Südosteuropa.

Die nordöstlichen Populationen ziehen im Oktober-November Richtung Südosten,

andere sind Standvögel, vor allem wenn der Winter nicht so streng ist, wieder andere

ziehen bis zum Maghreb. Zugbewegungen Oktober-November und Februar-Mai.

Lebensraum

Wälder und sumpfige Gehölze mit Brombeergestrüpp; gerne auf Viehweiden.

Nahrung

Wirbellose der Bodenstreu oder auf Feldern : bodenbewohnende Larven und Würmer,

Tausendfüßer, Asseln; auch Pflanzenteile. Nahrungssuche nachts.

Fortpflanzung

Das polygame Männchen verläßt das Weibchen nach der Eiablage, um sich erneut

zu paaren. Nest versteckt im Gebüsch in einer Bodenmulde, die mit alten Blättern

ausgelegt wird. Legt zweimal jährlich, einmal Mitte März bis Ende April, einmal

Juni-Juli 4 hell gelbbraune, dunkelbraun gefleckte Eier von 44 mm Größe.

Brutdauer 22 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können mit 15-20 Tagen

fliegen.

Alpenstrandläufer

Calidris alpina

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 16-22 cm

Spannweite 35-40 cm

Gewicht 40-50 g

Häufigste kleine Limikole an unseren Flachküsten : Die Größe ist variabel; der Schnabel

ist etwas länger als der Kopf und leicht abwärts gekrümmt. Die ersten Altvögel

kommen im Juli-August und sind gut erkennbar am schwarzen Bauch

und rotbraunem Rücken, die Brust ist weiß mit braunen Streifen. Die Jungvögel

kommen später im August-Oktober, mit variabler Zeichnung : am Bauch dunkel gefleckt,

am Rücken mit gelbroten bis braunroten Federrändern. Sie mausern früher ins

Schlichtkleid als die Altvögel und werden dann oberseits einheitlich graubraun,

unterseits weiß. Im Flug in allen Kleidern mit deutlichem weißen Flügelstreif und

dunkel längsgeteiltem Bürzel. Teilzieher; Brutvögel der Arktis, aus Skandinavien

und aus dem Norden der Britischen Inseln überwintern im Süden Großbritanniens,

an den mittel- und westeuropäischen Küsten einschließlich der Mittelmeerküsten

und in Nordafrika. Jahresvogel in Dänemark, in Südskandinavien und in

Norddeutschland. Ankunft der Altvögel in den Überwinterungsgebieten im Juli-August,

die Jungvögel folgen im August-Oktober nach, Heimzug in die Brutgebiete im März-April.

Lebensraum

Brütet in der arktischen Tundra, in Mooren, in Feuchtwiesen, überwintert an Felsküsten

mit Algen. Oft vergesellschaftet mit Zwergstrandläufer, Knutt,

Sandregenpfeifer und mit Staren.

Nahrung

Hauptsächlich Wirbellose : Meereswürmer, Mollusken, Krebstiere, Zweiflügler,

Käfer, manchmal Pflanzenteile.

Fortpflanzung

Legt Mitte April-Juni in eine Mulde, die mit Gras oder Heide ausgelegt

wird, 4 cremefarbene bis olivbraune, dunkelbraun gefleckte Eier von 32 mm

Größe. Brutdauer 21-22 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können

mit 19-21 Tagen fliegen.

Pfuhlschnepfe

Limosa lapponica

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 38 cm

Spannweite 70-80 cm

Gewicht W : 400-450 g, M : 280-380 g

Winterkleid: Männchen und Weibchen hell braungrau, mit dunklen Streifen auf

der Brust und auf dem Rücken, während die Uferschnepfe einheitlich grau ist.

Die Jungvögel ähneln einem Großen Brachvogel mit geradem Schnabel und

ohne Streifung auf der Brust. Zugvogel, brütet in der Arktis, zieht zum Überwintern

lokal an die britischen und westeuropäischen Küsten, vor allem im Bereich der

Flußmündungen. Weiter südlich im Winter an der gesamten westafrikanischen

Küste.

Lebensraum

Küstenvogel ; nur während der Brutzeit in der feuchten Tundra und an den Rändern

nordischer Wälder. Das übrige Jahr trifft man ihn an Flußmündungen, Stränden und

auf küstennahen Wattflächen an.

Nahrung

Meereswürmer, Miesmuscheln, Schnecken, Larven, Käfer,

Fortpflanzung

Bodenbrüter, Nest eine mit Halmen gepolsterten Mulde. Legt von Mai-Juni 3-4 olivgrüne

Eier mit braunen Flecken, 55 mm groß. Brutdauer 21 Tage, Küken sind Nestflüchter.

Zwergschnepfe

Lymnocryptes minimus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 17-19 cm

Gewicht 35-70 g

Kleinste Schnepfe, mit kurzem Schnabel, dreieckigem Kopf und dunklen

zugespitzten Schwanz, der den recht kurzen Körper etwas verlängert. Der

Rücken ist schwarzbraun mit grünem Schimmer und breiten hellgelben

Längsstreifen. Läßt einen bis auf einen Meter herankommen, um dann

niedrig aufzufliegen und so schnell wie möglich wieder in der Deckung

zu verschwinden. Im Gegensatz zur Bekassine bleibt sie im Winter

meistens stumm. Balzflug aber ähnlich; der Rhythmus des Gesangs, der

noch schwerer zu lokalisieren ist, erinnert an ein galoppierendes Pferd.

Sehr unauffälliger und heimlicher Vogel.

Zugvogel; brütet in Nordosteuropa, überwintert auf den britischen Inseln,

im mittel- und westeuropäischen Küstengebiet und an der Adria. Der

größte Teil zieht bis Zentralafrika. Durchzug August-Dezember und

Februar-Mai.

Lebensraum

Wald, feuchte Seggenwiesen, Moorflächen. Bevorzugt weniger feuchte Flächen

als die Bekassine, immer mit Vegetationsbedeckung.

Nahrung

Vor allem Insekten, aber auch andere Wirbellose und Samen.

Fortpflanzung

Neststandort im Moor oder im Gebüsch, eine Mulde aus Gras und Blättern.

Legt einmal jährlich 4 olivgrüne, dunkelbraun gefleckte Eier. Brutdauer

24 Tage oder mehr, Jungvögel sind Nestflüchter.

Uferschnepfe

Limosa limosa

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 40 cm

Spannweite 82 cm

Gewicht 300 g

Großer Watvogel mit langen Beinen, von der Größe einer Taube.

Schnabel sehr lang und gerade, orange mit schwarzer Spitze. Im

Brutkleid grau-brauner Rücken mit schwarzer Fleckung, Kopf, Brust

und Hals rot-braun. Einige Weibchen behalten die graue Färbung

des Winterkleides, das beiden Geschlechtern gemeinsam ist.

Verteidigt heftig sein Nest durch Flugangriffe gegen Eindringlinge.

In Mitteleuropa Zugvogel. Standvogel nur lokal an der Südküste der

Bretagne und an der Girondemündung. Die Brutpopulationen

Nordwesteuropas (bedeutendste Population in den Niederlanden),

Mitteleuropas und Osteuropas überwintern an den europäischen

Atlantikküsten, an den nordafrikanischen und den

gegenüberliegenden spanischen Küsten sowie im tropischen Afrika.

Wegzug von Juli bis Oktober, Heimzug von März bis Mai.

Lebensraum

Feuchtwiesen, Weiden, flache Meeresküsten und Flußmündungen.

Nahrung

Würmer, Heuschrecken, Käfer, Schnecken, kleine Krebstiere, Kaulquappen.

Fortpflanzung

Bodenbrüter. Legt von März-Juni 4 olivgrüne oder hellbraune, braungefleckte

Eier von 55 mm Größe. Brutdauer 22-24 Tage. Küken sind Nestflüchter, die

nach ca. 30 Tagen flügge werden.

Doppelschnepfe

Gallinago media

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 27-29 cm

Spannweite 42-46 cm

Gewicht 160-190 g

Größer und gedrungener als die Bekassine, so groß wie eine Turteltaube,

mit kürzerem Schnabel, längeren Beinen, dunklerem Gefieder und deutlicher

gezeichnetem Bauch. Im Flug ist der Körper kompakter, fliegt langsamer

und oft geradlinig, durch abrupte Landemanöver unterbrochen; weiße Schwanzkanten;

zwei weiße Flügelbinden, die die dunklen Flügeldecken umrahmen.

Fliegt erst im letzten Moment auf, aber ohne im Zickzack aufzufliegen

wie die Bekassine.

Brutvogel Nord-Osteuropas, zieht zum Überwintern Richtung Süd-Osten bis

nach Südafrika. Durchzug im August-September und im April-März.

Lebensraum

Im Sommer Moorgebiete : Berghänge, in Skandinavien mit Weiden bewachsene

Moore, in Polen große Niederungen. Im Winter ebenfalls Moore, aber auch

andere, trockenere Flächen als die Bekassine.

Nahrung

Larven und Würmer aller Art, ferner Mollusken, Insekten, Samen.

Fortpflanzung

Gemeinschaftsbalz der Männchen auf festen Balzarenen, die von den Weibchen zur

Paarung aufgesucht werden. Nest in einer Bodenmulde, die mit Gras und Moos

ausgelegt wird. Legt 1 mal jährlich 4 hellbraune, dunkelbraun gefleckte Eier.

Brutdauer 22-24 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können mit

21-28 Tagen fliegen.

Bekassine

Gallinago gallinago

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 25-27 cm

Spannweite 37-43 cm

Gewicht 80-120 g

Wegen des durch die gespreizten Schwanzfedern im Revierflug erzeugten

"Meckerns" auch Himmelsziege genannt. Schnepfe mit sehr langem Schnabel,

schwarz und rotbraunem Gefieder, mit deutlicher Kopfzeichnung und etwas

Weiß an den Schwanzkanten. Taucht bei Gefahr bis zu zwei Drittel ins Wasser ein,

Fliegt aufgescheucht im Zickzack 10-15 m hoch und ruft dabei. Flug sehr

schnell. Vor allem morgens und abends aktiv.

Teilzieher; die Brutvögel Nord-Osteuropas ziehen durch Mittel- und Westeuropa

bis zum Maghreb und weiter südlich bis Zentralafrika. Ganzjährig auf den

Britischen Inseln und von Frankreich bis Dänemark anzutreffen. Zugbewegungen

März-Mai und Juli-Oktober.

Lebensraum

Hoch- und Niedermoore, Feucht- und Salzwiesen, Schlammufer an

Teichen, Klärteiche.

Nahrung

Typische Nahrungssuche : stochert mit dem Schnabel ruckartig und mechanisch

im Schlamm nach Würmern, außerdem Insekten, Mollusken, Spinnentiere

und Sämereien.

Fortpflanzung

Nest an einer Waldlichtung oder einer Hecke in einer Mulde, die mit feinen

Gräsern ausgelegt wird, manchmal mit Sichtschutz nach oben durch zusammengezogene

Pflanzen. Legt Ende April-Mai 4 olivbraune, dunkel gefleckte Eier von

39 mm Größe. Brutdauer 18-20 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können

mit 19-20 Tagen fliegen.

Kleiner Gelbschenkel

Großer Gelbschenkel

Einsamer Wasserläufer

Terekwasserläufer

Waldwasserläufer

Tringa ochropus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 21-24 cm

Spannweite 41-46 cm

Gewicht 70-90 g

Unterscheidet sich vom Bruchwasserläufer durch die kürzeren, graugrünen

Beine, eine gedrungenere Silhouette, dunkleren Mantel und dunkle

Flügelunterseiten. Dieser nervöse und heimliche Vogel wird oft erst beim

Auffliegen entdeckt : breite, dunkle Flügel mit ruckartigen Flügelschlägen, Bürzel

und Bauch weiß. Jungvogel : oberseits dunkler, mit gelb-bräunlichen Flecken

auf dem Mantel und den Flügeln. Wippt oft mit dem Hinterkörper. Einzeln

lebender Vogel.

Brütet in Nord-Osteuropa, in Deutschland vereinzelt, überwintert in Südengland,

in Frankreich, in Marokko, lokal in den Mittelmeerländern und in Zentralafrika.

Zugbewegungen März-Mai und Juni-August.

Lebensraum

Im Sommer sumpfige Wälder, im Winter und auf dem Zug an Gräben, Wasserlöchern,

Schlammufern von Wasserläufen.

Nahrung

Wirbellose : Ringelwürmer, Mollusken, Krebstiere, Insekten und Spinnentiere

Fortpflanzung

Brütet im Wald in alten Drossel- oder Taubennestern. Legt einmal jährlich

4 hellgrüne bis hellgelbe, rotbraun gefleckte Eier von 39 mm Größe. Brutdauer

20-23 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter, springen vom Baum und können mit

28 Tagen fliegen.

Rotschenkel

Tringa totanus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 27-29 cm

Spannweite 45-52 cm

Gewicht W : 110-155 g; M: 85-140 g

Im Prachtkleid graubraune, dunkel gesprenkelter Wasserläufer, im Schlichtkleid

einfarbiger. Die Beine und beim Altvogel auch die Schnabelbasis sind leuchtend

orangerot. Im Flug breiter, weißer Flügelhinterrand und weißer Bürzel.

Wird sehr unruhig, wenn man sich dem Brutplatz nähert.

Teilzieher mit komplexen Zugmustern. Brütet fast überall in Skandinavien und

Europa, fehlt aber im Binnenland großflächig in Nord-Ostfrankreich und daran

anschließend im Westteil Deutschlands, im größten Teil Italiens, auf Sizilien und

auf Korsika. Im Winter ziehen die Populationen Skandinaviens und Osteuropas sowie

von Island auf die Britischen Inseln und nach Mittel- und Westeuropa, die dortigen

Brutvögel ziehen weiter südlich bis zum Maghreb. Der Wegzug erfolgt gestaffelt

von Juli bis November, Heimzug im März-April.

Lebensraum

Brütet auf Feuchtwiesen und Salzwiesen, auf Ödland. Überwintert an

Flachküsten und Flußmündungen, manchmal in Feuchtgebieten im Binnenland.

Nahrung

Meeresringelwürmer oder landlebende Würmer, Krebstiere, Insekten.

Fortpflanzung

Legt in eine flache Bodenmulde, die mit pflanzlichem Material ausgelegt wird,

4 hellbraune, dunkelbraun gefleckte Eier von 45 mm Größe. Nest ist unter

zusammengezogenen Grashalmen versteckt. Brutdauer 24 Tage. Jungvögel sind

Nestflüchter und können mit 23-35 Tagen fliegen.

Dunkler Wasserläufer

Tringa erythropus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 29-32 cm

Spannweite 48-52 cm

Gewicht W:160-205 g; M:135-170 g

Schlanke Silhouette mit langem Hals, langem, dünnem, geraden Schnabel,

der an der Spitze leicht gekrümmt ist. Prachtkleid rußschwarz mit weißen

Flecken, rote Beine; Weibchen mit deutlicherer weißer Zeichnung am Bauch

als das Männchen. Schlichtkleid : Körperoberseite blaß grau, unterseits weiß,

vor dem Auge weißer Augenstreif. Weißer Bürzel zieht sich bis weit auf den

Rücken; Flügel ohne weißen Hinterrand. Jungvogel im ersten Sommer

graubraun, unterseits dunkel gebändert; im Jugendkleid charakteristisch

durch die langen, orangeroten Beine, kälteres und dunkleres Grau als

beim Rotschenkel im Jugendkleid, Bauch fein gemustert.

Schneidiger, schneller Flug, kompakter Gesamteindruck; dabei fällt

das langgezogene, weiße Bürzelfeld ins Auge.

Arktischer Zugvogel; überwintert an den Küsten des Mittelmeers und am Atlantik,

vor allem in der südlichen Sahara. Wegzug August-Oktober, Heimzug

im April.

Lebensraum

Brütet in Hoch- und Niedermooren, Waldheiden. Überwintert in Mooren, auf

überschwemmten Wiesen, an Ufern von Teichen, auf Schlammflächen und an

Flußmündungen.

Nahrung

Wirbellose, Kaulquappen, Fischbrut.

Fortpflanzung

Legt versteckt in der Vegetation in einer mit Gräsern und Blättern ausgelegten Mulde

4 grünliche oder olivgrüne, dunkelbraun gefleckte Eier von 47 mm Größe.

Brutdauer und Nestlingszeit sind unbekannt.

Teichwasserläufer

Regenbrachvogel

Numenius phaeopus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 40-46 cm

Spannweite 80-100 cm

Gewicht 270-450 g

Kleiner als der Große Brachvogel, so groß wie eine Ringeltaube,

kurzbeiniger, Gefieder verschwommener gezeichnet. Schnabel kürzer und

etwas hakenförmig. Die beiden dunklen Streifen an den Oberkopfseiten

kontrastieren mit dem blassen Überaugenstreif. Im Flug deutlich kleiner als

der Große Brachvogel; ähnlich wie eine Pfuhlschnepfe, mit V-förmigem

weißen Bürzel; Flügelschläge sind schneller. Zug in kleinen gemischten

Trupps zusammen mit dem Großen Brachvogel. Manchmal wenig

scheue Vogelart.

Zugvogel aus der Arktis, überwintert an den afrikanischen Küsten, wenige auch

an zwei Stellen auf der Iberischen Halbinsel und am Mittelmeer. Durchzug

April-Mai und Juli-Oktober.

Lebensraum

Brütet in der Tundra, auf Ödland, in nordischen Mooren, an Küsten, in

norwegischen Fjorden. Auf dem Durchzug an Flachküsten, auf

Schlammflächen, Wiesen und Feldern. Überwintert an den afrikanischen Küsten.

Nahrung

Meeresringelwürmer, Mollusken, Krebstiere, Insekten, Regenwürmer, Spinnen,

Insekten, Samen und Beeren.

Fortpflanzung

Weibchen legt in eine Mulde, die mit pflanzlichem Material ausgelegt wird,

3-4 blaß grünbraune, dunkelbraun gefleckte Eier von 58 mm Größe. Brutdauer

27-28 Tage. Jungvögel sind Nestflüchter und können mit 35-40 Tagen fliegen.

Großer Brachvogel

Numenius arquata

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 50-60 cm

Spannweite 80-100 cm

Gewicht W:675-950 g; M:575-800 g

Sehr großer, dunkelbraun gefleckter Watvogel, größer als der Regenbrachvogel,

mit längerem, regelmäßiger gekrümmtem Schnabel und anderer Kopfzeichnung.

Im Flug kontrastiert der blaß braune Rücken mit den dunkelbraunen Handschwingen.

Jahreszeitliche, geschlechtliche und altersmäßig bedingte Unterschiede sind sehr

gering : im Frühjahr kräftig ockergelb, im Winter ist die Unterschnabelbasis oft

rosa gefärbt. Das größere Weibchen hat einen längeren Schnabel als das

Männchen. Die Jungvögel haben noch gegen Ende des Sommers einen kürzeren

Schnabel als die Altvögel.

Teilzieher. In Nord-Osteuropa Zugvogel, weiter westlich lokal Standvogelpopulationen

an der Nordseeküste, auf den Britischen Inseln und in Irland. Überwintert an den

west- und mitteleuropäischen und an den afrikanischen Küsten. Durchzug

Juni-November und April-Mai.

Lebensraum

Im Sommer Feuchtwiesen, Hoch- und Niedermoore, Hochlandheiden, Dünen,

im Winter an Flußmündungen und in Wattengebieten.

Nahrung

Fängt auf Feldern Insekten und ihre Larven, Regenwürmer, Amphibien,

im Süßwasser kleine Fische, frißt auch Samen und Beeren. Ernährt sich an der

Küste von marinen Wirbellosen, vor allem Würmer und Muscheln.

Fortpflanzung

Nest auf einer Erhöhung in einer gekratzten Bodenmulde, die mit trockenen

Gräsern ausgelegt wird. Legt im April-Mai 4 grünliche bis bräunliche, braun

und grau gefleckte Eier von 68 mm Größe. Brutdauer 27-29 Tage, Jungvögel

sind Nestflüchter und können mit 32-38 Tagen fliegen.

Grünschenkel

Tringa nebularia

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 30-35 cm

Spannweite 53-60 cm

Gewicht 140-270 g

Größter Wasserläufer, kräftige Silhouette, mit schwach aufgeworfenem Schnabel

und olivgrünen Beinen. Prachtkleid : Rücken grau mit schwarzen Längsbändern,

an der Brust und an den Flanken pfeilförmige und runde Flecken; Körperunterseite

weiß. Schlichtkleid : Rücken blasser, Zeichnung undeutlicher, mit hellem Feld

vor dem Auge. Jungvogel : wie Altvogel, aber an der Oberseite spitzere, dunklere

Federn mit hellem Saum. Im Flug überragen die Beine den Schwanz, ohne

Flügelbinde, der weiße Bürzel zieht sich V-förmig bis auf den Rücken.

Einzelgängerisch, manchmal in kleinen Trupps.

Nordischer Zugvogel. Überwintert zum Teil an den westeuropäischen Küsten

und am Mittelmeer, hauptsächlich an den Küsten des südlichen Afrikas.

Wegzug der Altvögel Ende Juni-Juli, der Jungvögel Juli-August ;

Heimzug März-April.

Lebensraum

Brütet in Feuchtgebieten, Mooren, Waldgebieten. Überwintert in Sumpfgebieten,

auf überschwemmten Wiesen, an Schlammufern, Teichen, Watten und Flußmündungen.

Nahrung

Insekten, Krebstiere, Amphibien, häufig auch kleine Fische.

Fortpflanzung

Legt in eine Bodenmulde, die mit Gräsern und Blättern ausgelegt wird, 4 gelbbraune,

dunkel rotbraun gefleckte Eier von 51 mm Größe. Brutdauer 24 Tage, Jungvögel sind

Nestflüchter und können mit 25-31 Tagen fliegen.

Drosseluferläufer

Großer Schlammläufer

Tharshühnchen

Knutt

Calidris canutus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 23-25 cm

Spannweite 47-54 cm

Gewicht 125-215 g

Deutlich größer als die anderen Strandläufer, fast so groß wie eine Misteldrossel.

Gedrungene Silhouette, mit geradem, kurzem Schnabel und graugrünen Beinen.

Prachtkleid : Rücken schwarz gefleckt, Körperunterseite typisch ziegelrot.

Im Schlichtkleid oberseits hellgrau, unterseits weißlich, Schwanz und Bürzel hellgrau,

mit weißem Flügelstreif. Jungvogel bis zum ersten Herbst : Körperoberseite wie

Altvogel im Schlichtkleid, außerdem mit weißen Federsäumen, Flanken und

Brustseiten mit dunklen, V-förmigen Flecken oder Punkten : auf der Brust anfänglich

mit pfirsichfarbener Tönung. Nach der ersten Herbstmauser wie Altvogel im

Schlichtkleid. Im Flug in allen Kleidern mit schmalem weißem Flügelstreif,

charakteristischem blaßgrauem Bürzel und einfarbig grauem Schwanz.

Auf dem Zug manchmal in Trupps von mehreren Tausend Individuen.

Zugvogel der Hocharktis; überwintert an den Küsten Westeuropas, sibirische Brutvögel

ziehen bis Westafrika und weiter südlich. Durchzug im Herbst (Altvögel im

Juli-August und Jungvögel im September) und im Frühjahr (Durchzugsspitze im Mai).

Lebensraum

Brütet in der arktischen Tundra, überwintert entlang der Küsten und an

Flußmündungen, bevorzugt Schlammflächen oder steinige Sandflächen.

Nahrung

Im Sommer vor allem Insekten, im Winter marine Wirbellose : Würmer,

Krebstiere, Mollusken.

Fortpflanzung

Legt in einer Mulde, die mit Flechten ausgekleidet wird, 4 graue bis

olivfarbene, leicht gefleckte und gestrichelte Eier von 43 mm Größe. Brutdauer

21-22 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können mit 18-20 Tagen fliegen.

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Rotkehl-Strandläufer

Sichelstrandläufer

Wiesenstrandläufer

Sandstrandläufer

Weißbürzelstrandläufer

Graubrust-Strandläufer

Spitzschwanz-Strandläufer

Bairdstrandläufer

Grasläufer

Prärieläufer

Bindenstrandläufer

Bruchwasserläufer

Tringa glareola

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 19-21 cm

Spannweite 36-40 cm

Gewicht 50-90 g

Ähnelt dem Waldwasserläufer]165, ist aber ein wenig kleiner, die graue Unterseite der

Flügel ist heller, der Kontrast zwischen der Oberseite und dem weißen Bürzel

ist nicht so stark. Im Flug ragen die gelblichen Beine nicht so weit über den

Schwanz hinaus. Jungvogel : charakteristisch durch die gelbbraune Flecken

auf dem Mantel. Beim Auffliegen typische Rufe

Nordischer Zugvogel, der im April-Mai und ab Ende Juni bis November durch

Mittel- und Westeuropa zieht; überwintert in der südlichen Hälfte Afrikas und

lokal im Maghreb.

Lebensraum

Brütet in Mooren, überwintert an Binnengewässern : Teiche, Flüsse, Seen.

Nahrung

Würmer, Mollusken, Krebstiere, Insekten, kleine Fische.

Fortpflanzung

Nest in einer Mulde, die mit Gräsern und Blättern ausgelegt wird, manchmal

auch in alten Baumnestern von anderen Vögeln. Legt 4 gelbliche bis grünliche,

dunkelbraun gefleckte Eier von 38 mm Größe. Brutdauer 22-23 Tage, Jungvögel

sind Nestflüchter und können mit 30 Tagen fliegen.

Flußuferläufer

Actitis hypoleucos

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 19-21 cm

Spannweite 32-35 cm

Gewicht 40-60 g

Sehr klein, schlanke Silhouette, kurze gelbliche Beine, Schnabel so lang wie der

Schwanz. Steht gerne geduckt auf einem Felsen und wippt dabei unentwegt mit

dem Hinterkörper. Prachtkleid : Körperoberseite graubraun mit olivfarbener Tönung.

Die weiße Unterseite zieht sich vor dem Flügelbug seitlich nach oben. Schlichtkleid

und Jugendkleid : Körperoberseite leicht geschuppt mit weiß bräunlichen

Federsäumen. Fliegt mit hellen Rufen flach über die Wasseroberfläche, dabei

sind der weiße Flügelstreif, der dunkle Bürzel und die weiß gebänderten

Schwanzkanten charakteristisch; die schnellen und vibrierenden

Flügelschlagsequenzen werden von kurzen Gleitphasen mit nach unten

gebogenen Flügeln unterbrochen.

Teilzieher; verläßt Nord-Osteuropa, um im Mittelmeergebiet und im südlichen Teil

Afrikas zu überwintern. Eine kleine Population überwintert in Südengland. Herbstzug

Juli-September, Frühjahrszug April-Mai.

Lebensraum

Feuchtgebiete und Flußufer im Binnenland, bevorzugt im Winter geschützte Felsküsten,

die zum Teil Pflanzenbewuchs aufweisen.

Nahrung

Vor allem Insekten, auch andere Wirbellose.

Fortpflanzung

Nest gut versteckt in der Vegetation in einer Bodenmulde, die mit trockenen

Gräsern ausgelegt wird, immer in Wassernähe. Legt 4 hellbraune, dunkelbraun

gefleckte Eier. Brutdauer 21-22 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und können

mit 26-28 Tagen fliegen.

Steinwälzer

Arenaria interpres

CHARADRIIDAE

Beschreibung

Größe 21-24 cm

Spannweite 44-49 cm

Gewicht 80-110 g

Kleiner Watvogel von der Größe einer Amsel, robuster Vogel mit

orangefarbenen Beinen, kurzem, konisch zulaufendem Schnabel und

charakteristischer Gesichtszeichnung ; im Flug schwarzweiß gebänderter

Gesamteindruck. Im Prachtkleid auf dem Rücken mit hell rostbraunen Feldern,

im Schlichtkleid wird er dunkel graubraun, die Gesichtszeichnung ist nicht so

kontrastreich. Der Jungvogel ähnelt dem Altvogel im Schlichtkleid, aber mit

graubraunen und nicht schwarzen Feldern auf der Brust, auf dem Rücken

beigefarben geschuppt. Lebt an steinigen Küsten; sucht unter Algen und unter

Steinen, die er mit einer schnellen Kopfbewegung umdreht, nach Nahrung,

daher auch sein Name. Oft vergesellschaftet mit anderen Limikolen.

Zugvogel; brütet in der Tundra und überwintert südwestlich an allen

europäischen Küsten (einschließlich Großbritanniens) südwärts bis

Nordafrika, nicht aber an den europäischen Mittelmeerküsten.

Frühjahrszug Mitte März bis Anfang Juni, Herbstzug von Ende Juli

bis November.

Lebensraum

Brutvogel der arktischen Tundra; im Überwinterungsgebiet und auf der

Wanderung an steinigen Küsten, auch an ausgedehnten Schlammoder

Sandufern, manchmal an steinigen Böschungen von Seen

oder Wasserläufen.

Nahrung

Wirbellose : im Sommer vor allem Insekten; im Winter Meerestiere,

pflanzliche Abfälle.

Fortpflanzung

Legt in einer Bodenmulde, die mit Blättern oder Flechten ausgelegt wird,

4 olivgrüne oder hellgrüne, schwarzbraun gefleckte Eier von 40 mm Größe.

Brutdauer 22-24 Tage. Jungvögel sind Nestflüchter und können mit

19-21 Tagen fliegen.

Odinshühnchen

Phalaropus lobatus

SCOLOPACIDAE

Beschreibung

Größe 18-19 cm

Spannweite 31-34 cm

Gewicht 25-50 g

Kleiner Vogel mit sehr dünnem und spitzem Schnabel. Im Flug ähnlich wie ein

Sanderling. Prachtkleid : die weiße Kehle kontrastiert mit dem übrigen dunklen

Gefieder, Männchen nicht so farbenprächtig wie das Weibchen, das am Hals einen

leuchtend orangefarbenen Fleck hat. Im reinen Schlichtkleid (in Europa kaum zu

sehen) : aschgrauer Mantel mit breiten weißen Bändern. Jungvogel : schwarze

Kopfplatte und dicker schwarzer Fleck hinter dem Auge, Rücken grau mit rostgelben

Streifen. Fliegt schnell und nervös, zeigt dabei einen breiten weißen Flügelstreif.

Nickt beim Schwimmen mit dem Kopf und dreht sich dabei oft im Kreis : dabei

wirbelt der Vogel vom schlammigen Boden Plankton und Mückenlarven auf, die er

rasch von der Oberfläche aufpickt.

Zugvogel, in Nord-Osteuropa häufiger Brutvogel, zieht im August-Oktober und im

April-Mai durch Mittel- und Westeuropa. Überwintert in großen Gruppen auf dem

Meer im Indischen Ozean und im Persischen Golf.

Lebensraum

Im Sommer an kleinen Binnengewässern, im Winter auf dem Meer und vereinzelt

auch auf Binnengewässern.

Nahrung

Kleine Wirbellose : im Sommer Insekten, im Winter Kleintiere der Meeresoberfläche.

Fortpflanzung

Das Weibchen übernimmt die Balz und hat zweimal in Folge mit zwei verschiedenen

Männchen ein Gelege, das vom Männchen ausgebrütet und aufgezogen wird.

Nest in Wassernähe in einem Seggenbult oder in einer Mulde, die mit Pflanzen

ausgelegt wird. Legt 4 braun grünliche, dunkelbraun gefleckte Eier von

30 mm Größe.

Brutdauer 17-21 Tage, Jungvögel sind Nestflüchter und mit 18-22 Tagen selbständig.