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Schneesperling

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Feldsperling

Passer montanus

PLOCEIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 19-25 g

Etwas kleiner und schlanker als der Haussperling. Im Gegensatz zu diesem

ohne äußerlich erkennbare Geschlechterunterschiede : Männchen und Weibchen

haben eine rotbraune Kopfplatte (beim männlichen Haussperling bleigrau,

Weibchen ohne besondere Färbung) ; im Zentrum der weißen Wange ist ein

schwarzes Komma, mit weißem Nackenband und kleinerem schwarzen Kehllatz ;

auf den Flügeln mit doppeltem weißem Flügelstreif.

Beim Jungvogel ist die Mitte der rötlichbraunen Kopfplatte gräulich, das schwarze

Komma in der weißen Wange ist kaum oder gar nicht ausgebildet.

Im Sommer und im Herbst sieht man Feldsperlinge zusammen mit anderen

Finkenvögeln und Ammern auf Feldern bei der Nahrungssuche.

Teilzieher ; in Mittel- und Westeuropa Standvogel mit unbedeutenden

Zugbewegungen, winterlicher Zuzug aus nordosteuropäischen und

nordasiatischen Populationen. Im Frühjahr wandern die Jungvögel in

neue Brutgebiete ab.

Lebensraum

Offene Heckenlandschaften, alte Obstwiesen, Parks, große Gärten in Dörfern,

kleine Gehölze.

Nahrung

Mehr an Samennahrung gebunden als der Haussperling, vor allem Grassamen;

auch Insekten und ihre Larven.

Fortpflanzung

Manchmal in kleinen Kolonien, brütet in Baumhöhlen oder Mauerlöchern,

unter Dächern oder zwischen den Zweigen in Greifvogelhorsten. Nutzt in Sand- oder

Lößgruben auch altee Bruthöhlen der Uferschwalbe oder des Bienenfressers.

Das Nest ist ein nachlässig zusammengefügter Haufen aus Zweigen, Stroh und

trockenen Gräsern, der im Inneren mit Haaren, Wolle und Federn ausgekleidet wird ;

aus langen, zusammengebogenen Halmen entsteht eine Kuppel. Selten wird ein

kugelförmiges Nest frei in einem Baum gebaut. Legt 2-3mal jährlich, Ende

April-Mai, Ende Mai-Anfang Juni und im Juli 4-6 weißliche oder

rahmfarbene, grau und dunkelbraun gefleckte Eier. Brutdauer 12-14 Tage,

Nestlingszeit 14-16 Tage.

Steinsperling

Petronia petronia

PLOCEIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 35 g

Ähnelt dem weiblichem Haussperling, wirkt durch die längeren Beine

aber etwas größer, der Körper ist kräftiger und gedrungener, der Schnabel

dicker, der Schwanz kürzer und die Flügel sind länger. Beide Geschlechter sind

gleich : der breite und blasse Überaugenstreif unterscheidet ihn deutlich von

den anderen Sperlingen, über den Oberkopf zieht sich zusätzlich ein helles

Mittelband. Die Brust ist kräftig gestreift, der gelbe Kehlfleck ist nur sichtbar, wenn

das Männchen während der Balz das Gefieder sträubt und ihn zur Schau stellt.

Flug wellenförmig mit eleganten Richtungswechseln, dabei fallen der dicke

Kopf und der kurze Schwanz auf, die hellen Flecke am Schwanzende sind nur bei

der Landung zu sehen.

Während der Brutzeit ist er sehr scheu. Am Boden bewegt er sich laufend und

nicht hüpfend wie die anderen Sperlinge fort.

Standvogel in den Mittelmeerländern.

Lebensraum

Felsige und besonnte, unberührte oder kultivierte Flächen bis auf 2500 Meter Höhe,

oft in der Nähe von steilen Hängen, Ruinen oder Dörfern. Im Winter schließt

er sich in tieferen Lagen im kultivierten Flachland mit Haussperlingen zusammen.

Nahrung

Vor allem Sämereien, auch Insekten.

Fortpflanzung

Baut in Mauerlöchern oder Baumhöhlen ein kugelförmiges Nest aus trockenen

Halmen, Wurzeln, Stoff und Papier, das im Inneren mit Federn ausgekleidet wird.

Legt 2mal jährlich, Ende April-Mai und im Juni-Juli 5-6 weißgelbliche oder

weißbräunliche, rotbraun bis schwarzbraun gefleckte Eier von 22 mm Größe.

Brutdauer ist unbekannt, Nestlingszeit ungefähr 21 Tage.

Weidensperling

Passer hispaniolensis

PLOCEIDAE

Beschreibung

Größe 14,5 cm

Gewicht 22-32 g

So groß wie der Haussperling, bei gleichzeitigem Vorkommen mehr

in ländlichem Gebiet als dieser. Männchen : unterscheidet sich vom

Haussperling durch den kastanienbraunen Scheitel, die großen,

schwarzen Flecken an Brust und Flanken, die den schwarzen Kehllatz

fortsetzen, durch die weißeren Wangen und die dunkleren Streifen am Rücken.

Im frischen Schlichtkleid überdecken die hellen Federränder diese Merkmale,

und das Gefieder ist dann nicht so kontrastreich. Weibchen und Jungvögel :

Gefieder hellbraungrau, fast nicht von den weiblichen und jungen

Haussperlingen zu unterscheiden; der Schnabel ist ein bißchen dicker,

die Wangen und der Bauch sind weißer, die Brust und die Flanken stärker

gestrichelt. Die Stimme ist durchdringender als beim Haussperling. Lokal

bilden sich große Schlafplätze mit Tausenden von Vögeln wie beim

Star.

Teilzieher ; Standvogel in Südspanien und auf Sardinien. Südosteuropäische Vögel

überwintern in Ägypten und in Syrien.

Lebensraum

Offene Landschaften mit Bäumen, oft in Windschutzhecken an Feldern oder an

Gewässern, in Gehölzen oder Olivenhainen.

Nahrung

Vor allem Sämereien, auch Insekten.

Fortpflanzung

Brütet kolonieweise in Bäumen, oft mehrere Nester im gleichen Baum, oder in

Mauerlöchern, auch in Greifvogelhorsten. Wie die anderen Sperlinge

baut er ein kugelförmiges Nest aus Gräsern und Stroh, dessen Inneres mit Federn

und Haaren ausgekleidet wird. Legt 2-3mal jährlich 5-6 weißliche, rötlichgrau gefleckte

Eier von 23 mm Größe, die nicht so dunkel wie beim Haussperling sind.

Brutdauer 12 Tage, Nestlingszeit 12-15 Tage.

Haussperling

Passer domesticus

PASSERIDAE

Beschreibung

Größe 15 cm

Spannweite 25 cm

Gewicht 30 g

Populärer Vogel. Männchen mit grauer Kopfoberseite, eingerahmt durch ein braunes

Band, das von der Hinterkante der Augen bis zum Nacken reicht. Wangen hellgrau,

großer schwarzer Latz am Kinn und an der Vorderbrust. Weibchen unscheinbar

bräunlich. Hüpft oft auf dem Boden. Sehr sozial und lebhaft. Standvogel.

Lebensraum

Häuser, Gebäude und benachbartes Kulturland. Selten außerhalb bewohnter Gebiete.

Nahrung

Samen, Beeren, Insekten, Knospen, Abfälle.

Fortpflanzung

Nistet meistens in Gebäuden, selten in freistehenden Nestern. Legt von

April-August 4-6 weißliche, braun-grau gefleckte Eier, 22 mm groß.

Brutdauer 11-14 Tage, Nestlingszeit 2 Wochen. Bis zu 3-4 Gelege pro Jahr.