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Mariskensänger

Acrocephalus (Lusciniola) melanopogon

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 10-14 g

Ähnelt dem Schilfrohrsänger, das Gefieder ist stärker rostbraun, im

frischen Gefieder auf der Körperoberseite fast kastanienbraun; die Flanken und

die Brustseiten sind warm rotbraun, mit einem rötlichen, schwach dunkel

gestreiften Brustband. Die Kopfzeichnung ist noch kontrastreicher als beim

Schilfrohrsänger : Kopfplatte schwarzbraun, Wangen dunkler braungrau ;

Kehle und der wie abgeschnitten endende Überaugenstreif sind reinweiß

(beim Schilfrohrsänger beige).

Bewegt sich in Bodennähe oder direkt am Boden in dichten Schilfbeständen.

Hält oft den Schwanz angehoben und schlägt ihn nervös auf und ab, wenn

ein Eindringling im Revier ist. Geschwätzig, stößt bei der Nahrungssuche

knarrende Rufe "trrrt" aus; singt aus der Deckung heraus.

Teilzieher; brütet im Mittelmeergebiet von Gibraltar bis in die Türkei, auch in der

Camargue und am Neusiedler See. Einziger Rohrsänger, der sich im Winter in

Europa aufhält; ein Teil der östlichen Populationen überwintert in Griechenland,

auf Sizilien und in Spanien. Wegzug August-November, Rückzug Februar-April.

Lebensraum

Röhrichte, dichte Sumpfvegetation, gerne in Binsenbeständen.

Nahrung

Wasserinsekten und ihre Larven.

Fortpflanzung

Baut knapp über der Wasseroberfläche ein tiefes, napfförmiges Nest aus trockenen

Schilfblättern, Gräsern und Seggen, das an Sumpfpflanzen befestigt oder unter

abgestorbenem Schilf verborgen wird. Legt 2mal jährlich ab Anfang April 3-4

weißliche, olivbraun und aschgrau gepunktete Eier von 18 mm Größe. Brutdauer

und Nestlingszeit sind nicht bekannt.

Seggenrohrsänger

Acrocephalus paludicola

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 13 cm

Gewicht 10-14 g

Heller und gelblicher als der Schilfrohrsänger. Der Mittelteil des Mantels ist

stark schwarzbraun gestreift, begrenzt durch zwei breite, gelblich weiße

Längsbänder. Der Rücken, die Flanken und der Bürzel sind ebenfalls gestreift. Wie der

Schilfrohrsänger hat er einen breiten, gelblichen Überaugenstreif ;

zusätzlich hat er einen ebensolchen Scheitelstreif, der von 2 schwarzbraunen

Streifen begrenzt wird. Der Schwanz ist abgerundeter als beim Schilfrohrsänger,

mit zugespitzten Steuerfedern. Der Gesang, weniger vielfältig als beim Schilfrohrsänger,

besteht aus kürzeren Phrasen ohne Imitationen ; der Rhythmus ist monoton.

Manchmal wird der Gesang auch im Flug vorgetragen.

Lebensraum

Überschwemmte Wiesen mit Seggenbulten, Moore und Quellgebiete mit ausgedehnten

Seggenbeständen. Seltener Brutvogel mit lückenhaftem Vorkommen.

Nahrung

Insekten.

Fortpflanzung

Baut ein Bodennest aus locker zusammengefügten, trockenen Gräsern, mit Spinnweben

und Federn ausgelegt, auf Seggenbulten in Wassernähe. Legt 1-2 mal jährlich

Mitte Mai und Anfang Juli 5-6 weißliche, gelblich-oliv gepunktete Eier, die

den Eiern des Schilfrohrsängers sehr ähnlich sind. Brutdauer ca. 13 Tage,

Nestlingszeit 12-14 Tage.

Schilfrohrsänger

Acrocephalus schoenobaenus

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 13 cm

Gewicht 10-13 g

Auffälligster Rohrsänger. Der beigegraue Rücken ist schwach gestreift, mit

hellem Flügelfeld, die Flanken sind rostbeige, der zimtfarbene Bürzel ist

ungestreift. Die dunkle Kopfoberseite wird durch zwei schwarze Bänder begrenzt ;

mit deutlichem, langem, weißlichem Überaugenstreif ; Wangen, Augenstreif und

Schnabelwinkel setzen sich dunkel ab. Im ersten Herbst haben die Jungvögel

oft einen deutlichen beigebraunen Scheitelstreifen. Singt sitzend im Schilf und

fliegt hin und wieder zu einem schmetterlingsartigen Singflug auf, um sich wie

ein Fallschirm wieder ins Röhricht fallen zu lassen, ohne dabei den Gesang zu

unterbrechen. Singt abwechslungsreicher als der Teichrohrsänger, auch

mit Imitationen.

Zugvogel; fehlt in der Mittelmeerregion. Überwintert in Afrika südlich der

Sahelzone. Wegzug im August-November, Rückzug im März-Mai.

Lebensraum

Dichte und abwechslungsreiche Vegetation am Ufer von Teichen, Gräben

und Sümpfen, vor allem in Röhrichten oder Seggensümpfen mit

eingestreuten Büschen.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, z. B. Blattläuse und Raupen.

Fortpflanzung

Baut ein napfförmiges Nest aus Gräsern, trockenen Halmen und Spinnfäden, das

zwischen senkrechten Halmen verflochten wird. Legt 1-2mal jährlich, von Mai bis

Anfang Juni, 5-6 einfarbig ockergelb erscheinende Eier von 17,5 mm Größe, die

bei genauer Betrachtung grün bis fahlrot mit sehr blassen, olivgrünen oder

graubraunen Punkten und oft mit einigen schwarzen Stricheln gezeichnet sind.

Brutdauer 13-14 Tage, Nestlingszeit 12-14 Tage.

Teichrohrsänger

Acrocephalus scirpaceus

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 10-15 g

Häufigster Rohrsänger. Körperoberseite wärmer braunoliv gefärbt als beim

Sumpfrohrsänger. Unterseite weiß, an Brust und Flanken bräunlich getönt,

Bürzel rostbraun. Die Beine sind braun bis dunkelgrau. Mit länglicherem Kopf,

Stirn und Kopfplatte sind lang und abgeflacht, der Gesichtsausdruck ist auch wegen

der blaß gefärbten Iris nicht so sanft wie bei den anderen Rohrsängern. Der helle

Augenring setzt sich gegenüber dem kurzen Überaugenstreif ab.

Am besten ist er vom Sumpfrohrsänger durch den Gesang zu unterscheiden.

Singt kontinuierlich sehr knarrend und rhythmisch, wie ein Metronom, mit wiederholtem

Motivton. Kein Singflug.

Zugvogel; brütet in ganz Europa bis auf Irland, Schottland und Nordskandinavien;

überwintert im tropischen Afrika. Wegzug im Juli-Oktober, Rückzug im März-Mai.

Lebensraum

In Schilf- und Rohrkolbenbeständen an Wasserflächen, manchmal, besonders zur

Zugzeit auch etwas weiter vom Wasser entfernt.

Nahrung

Insekten, im Herbst auch Beeren.

Fortpflanzung

Brütet meistens versteckt in der Schilfzone am Ufer an Schilfhalmen oder

anderen Sumpfpflanzen, oft in kleinen Kolonien. Baut aus Schilfhalmen und

-blättern, die mit Spinnweben und Raupenseide verflochten werden, ein stabiles

körbchenförmiges Nest, in das mehrere senkrechte Halme eingewoben

werden. Das Innere besteht aus Pflanzen- und Tierhaaren sowie aus Federn.

Legt 1-2mal jährlich, Ende Mai-Anfang Juni und im Juli 4-5 blaßgrüne

oder bläulichweiße, olivgrün gefleckte Eier von 22,5 mm Größe. Brutdauer

15 Tage, Nestlingszeit 9-13 Tage.

Rohrschwirl

Locustella luscinioïdes

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 14-18 g

Ähnelt dem Feldschwirl, aber mit einfarbiger, ungestreifter, rötlicher

(manchmal olivfarbener) Körperoberseite; die Unterseite ist beige bis

hellrötlich gefärbt, Kinn und Kehle sind weiß. Der Schwanz ist lang, breit und

abgerundet, die Beine sind dunkel rostbraun.

Hält sich in höheren Bereichen der Vegetation auf als der Feldschwirl und kann

daher leichter beobachtet werden. Singt gut sichtbar von der Spitze eines

Schilfhalmes oder eines Busches aus, vor allem bei Sonnenaufgang und -untergang.

Zugvogel; lückenhafte Verbreitung in Europa, fehlt in fast ganz Italien und England

und fehlt völlig in Irland, Schottland und Skandinavien. Überwintert von Niger

bis Sudan. Wegzug im Oktober, Rückzug im April.

Lebensraum

Typischer Schilfbewohner. Mehr ans Wasser gebunden als der Feldschwirl :

Sümpfe und Röhrichte.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Spinnen, kleine Mollusken.

Fortpflanzung

Brütet versteckt im Röhricht zwischen dichten Sumpfpflanzen in einem

Nest aus Schilfblättern, Seggen und verflochtenen Schilfteilen, das im Inneren

mit feinerem Material sorgfältig ausgekleidet wird. Legt 2mal jährlich,

Ende Mai-Anfang Juni und im Juli 4-6 weißliche, dunkel gefleckte Eier

von 20 mm Größe. Brutdauer 12 Tage, Nestlingszeit 12-14 Tage.

Seidensänger

Cettia cetti

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Spannweite 14 cm

Gewicht 14 g

Schwer zu beobachten, aber charakteristischer Gesang : eine plötzlich ausbrechende,

sehr laute Strophe. Oberseite dunkel-rotbraun mit kurzem Überaugenstreif, Unterseite

grau-weiß mit leichter Strichelung an den Unterschwanzdecken und braunen Flanken.

Abgerundeter und oft gestelzter Schwanz.

Standvogel der atlantischen und mediterranen Regionen West- und Südeuropas,

kommt auf den britischen Inseln nur an der Südküste vor.

Lebensraum

Bewegt sich in Bodennähe im dichten Gestrüpp, oft in Wassernähe.

Nahrung

Kleine Insekten.

Fortpflanzung

Nest im niedrigen Unterholz. Unterbau aus Blättern, Stengeln, Pflanzenmaterial,

ausgekleidet mit Wurzeln. Legt von April-Mai 4 dunkelorange bis

braunrötliche Eier, 18 mm groß. Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit zwei Wochen.

Oft zwei Gelege pro Jahr.

Feldschwirl

Locustella naevia

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 13 cm

Gewicht 11-15 g

So groß wie ein Schilfrohrsänger, mit schlanker Silhouette. Die olivbraune

Körperoberseite ist dunkel gestrichelt, die Unterseite gelblichweiß, mit braun

gefleckter Brust, abgerundetem Schwanz und rostbraunen Flecken an den

Unterschwanzdecken. Sehr heimlicher, verborgen lebender Vogel, der flink wie eine

Maus durch die Hochstauden läuft und nur selten fliegt. Sein charakteristisch

schwirrender Gesang wird oft mit dem von Insekten verwechselt.

Zugvogel; brütet in ganz Europa außer im Mittelmeergebiet und in Nordskandinavien;

überwintert in Afrika, vor allem von Marokko bis Mali. Wegzug im

August-November, Rückzug im März-Mai.

Lebensraum

Bevorzugt Flächen mit üppiger, krautiger Vegetation : Buschige Feuchtwiesen,

Moore, trockene Heiden, Brennesselbestände, Getreidefelder, liegengelassene

Asthaufen auf Kahlschlägen und Lichtungen.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Spinnen, kleine Schnecken.

Fortpflanzung

Brütet dicht über oder direkt am Boden in Grasbüscheln oder unter Wurzeln

in einem Nest aus Zweigen, Blättern und trockenem Moos, das von innen mit

feinerem Material und Tierhaaren ausgekleidet wird. Legt 2mal jährlich

ab Ende April-Mai 5-6 rötlichweiße, rotbraun und gelblichbraun gefleckte

Eier von 18 mm Größe. Brutdauer 13-15 Tage, Nestlingszeit 12-14 Tage.

Sumpfrohrsänger

Acrocephalus palustris

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 11-15 g

Seltener als der sehr ähnliche Teichrohrsänger und nicht an

Wasserflächen gebunden. Die Körperoberseite ist bräunlich mit

schwachem Olivton und kaum abgesetztem Bürzel, die Unterseite ist

rahmfarben, die Flanken sind beige. Der Gesamtausdruck ist weicher

als bei der anderen Art, mit runderem Kopf, dunkler Iris und hellem

Augenring, der den Überaugenstreif dominiert. Am Flügel mit kontrastreicherer

Zeichnung : die dunklen Schirmfeder haben helle Federsäume und die

Handschwingen helle Spitzen. Nur in der Hand verläßlich vom

Teichrohrsänger zu unterscheiden. Am besten sind beide Arten

am Gesang zu unterscheiden : singt flüssig in scharfem Rhythmus

und lebhaft mit sehr vielen Imitationen. Beide Geschlechter singen.

Zugvogel; brütet in Mittel- und Osteuropa; fehlt in den Mittelmeerländern,

auf den Britischen Inseln und in fast ganz Skandinavien. In Frankreich

kommt er nur östlich der Linie Alpen-Normandie vor. Überwinterung

in Süd-Ostafrika. Wegzug im Juli-September, Rückzug Mitte April-Juni.

Lebensraum

Meistens seltener, lokal häufiger Brutvogel in hochstaudenreichen Flächen :

Brennesseln, große Doldengewächse, und in Feuchtgebieten : Moore, entlang

von Wasserläufen, im Überschwemmungsgebieten von Flußtälern.

Nahrung

Insekten, im Herbst auch Beeren.

Fortpflanzung

Brütet versteckt in Brennesseln, hohen Gräsern, Getreidefeldern oder

Sumpfpflanzen. Das Nest besteht aus einer dicken Schicht Halmen und

trockenen Gräsern und wird von innen mit Wurzeln ausgekleidet.

Legt einmal jährlich Ende Mai-Juni 5 bläulichweiße bis grünliche, braun

gefleckte Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 15 Tage,

Nestlingszeit 12-14 Tage.

Blaßspötter

Hippolais pallida

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 13,5 cm

Gewicht 10-13 g

Schlanke Silhouette, mit blassem, kontrastarmem Gefieder. Körperoberseite

sandbeige bis graubraun mit schwachem Olivton, die Flügel sind etwas dunkler,

die Unterseite schmutzigweiß. Ähnlich wie der Orpheusspötter, aber

oberseits grauer, unterseits ohne Gelbfärbung. Im Herbst kann man ihn auch

mit dem Sumpfrohrsänger und dem Teichrohrsänger verwechseln,

wenn die Flanken im frischen Gefieder rötlich beige gefärbt sind. Kontrastarme

Gesichtszeichnung mit schwachem, hellem Überaugenstreif, oft mit dunklem

Schnabelwinkel, was ihm einen "verärgerten" Gesichtsausdruck gibt; der Schnabel

ist lang und breit. Die sehr kurzen Flügel reichen kaum über die Schwanzbasis

hinaus. Der Schwanz wird oft in typischer Art und Weise abwärts geschlagen. Der

Gesang erinnert an den des Teichrohrsängers, ist aber schneller, flüssiger und

monotoner, mit wiederholten komplexen Motiven. Zugvogel; brütet in Südosteuropa

und in Spanien, überwintert im tropischen Afrika. Wegzug von Mitte Juli bis September,

Heimzug April-Mai.

Lebensraum

Brütet in busch- und gestrüppreichen Gebieten : Parks, lichte und feuchte Wälder,

Kulturland mit niedrigen Bäumen und Tamariskenbüschen, Gärten, Obstwiesen und

Olivenhaine.

Nahrung

Insekten und Beeren.

Fortpflanzung

Baut in niedrigem Gebüsch ein Nest aus Zweigen, Halmen, feinen Gräsern

und Kiefernnadeln, das Innere wird mit Pflanzenhaaren ausgekleidet. Legt

von Mitte Mai bis Juni 3-4 weißliche, schwarz oder rotbraun gefleckte Eier

von 17 mm Größe. Brutdauer 12-13 Tage, Nestlingszeit 11-13 Tage.

Drosselrohrsänger

Acrocephalus arundinaceus

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 19 cm

Gewicht 25-37 g

Größer und kräftiger als der Teichrohrsänger, etwas kleiner als eine

Singdrossel. Mit deutlichem Überaugenstreif, das Gesicht ist grauer,

der Schnabel länger und kräftiger. Die Körperoberseite ist einfarbig rostbraun,

die Unterseite heller, mit weißlicher Kehle. Die laute Stimme ist weit zu hören,

singt auch nachts.

Zugvogel; brütet in ganz Europa außer in Skandinavien und auf den Britischen

Inseln. Vielerorts im Rückgang oder ausgestorben. Überwintert in Afrika südlich

der Sahelzone. Wegzug im August-Oktober, Rückzug im März-Mai.

Lebensraum

Brütet in Schilfgürteln an Seen und Wasserläufen, in ausgedehnten Teichröhrichten.

Nahrung

Nicht zu kleine Insekten, Spinnen, Wasserflöhe, Amphibien und kleine Fische.

Fortpflanzung

Brütet manchmal in kleinen Kolonien. Das napfförmige, tiefe Nest wird an

senkrechten Schilfhalmen befestigt und aus Schilfblättern und -halmen gebaut,

das Innere mit Wurzeln, Schilfblüten und Pflanzenhaaren ausgelegt. Ein Männchen

kann gleichzeitig mit 2 bis 3 Weibchen verpaart sein. Legt einmal jährlich

Ende Mai-Anfang Juni 4-6 schmutzig weiße, dunkelbraun, olivbraun und grau

gefleckte Eier von 23 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage, Nestlingszeit ca. 12 Tage.

Waldlaubsänger

Phylloscopus sibilatrix

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 7-12 g

Größter der 4 Laubsänger. Mit langen Flügeln und breiten Schultern, die

Beine und der Schwanz sind relativ kurz; die hübsche Färbung unterscheidet

ihn von den anderen Arten : die Körperoberseite ist gelblich grün, die Flügel

sind olivbraun. Brust und Kehle sind schwefelgelb, der Bauch ist weiß.

Deutlicher gelber Überaugenstreif. Selten kommen auch farblosere Individuen

vor. Er ist besser zu beobachten als die anderen Laubsänger, da er sich bei der

Nahrungssuche meist im unteren Baumkronenbereich aufhält, wobei er in seiner

typischen horizontalen Körperhaltung an eine Gartengrasmücke erinnert.

Mit charakteristische Stimme, die ihm auch den Namen "Nähmaschine des Waldes"

eingebracht hat. Dabei vollführt er im freien Stammbereich einen schwirrendern

Singflug von Ast zu Ast.

Zugvogel, brütet in Nordosteuropa ; fehlt im Mittelmeergebiet außer in Italien

und in den Apenninen. Überwintert im tropischen Afrika. Wegzug Juli-November,

Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Baumgruppen und Laubhochwald fast ohne Unterholz, seltener in Gehölzen oder

großen Parks. Geht im Gebirge bis auf 1200-1500 Meter.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Beeren.

Fortpflanzung

Brütet am Boden unter einer Böschung, am Fuß eines Baumes oder an

einem Abhang und baut in einer Vertiefung ein backofenförmiges Nest

aus trockenen Blättern, das im Inneren mit feinerem Material ausgekleidet

wird. Brütet 1-2mal jährlich, Erstgelege Ende April bis Mitte Juni, 5-7

weiße, braun und violett gefleckte Eier von 16 mm Größe. Brutdauer

13-14 Tage, Nestlingszeit 11-12 Tage.

Berglaubsänger

Phylloscopus bonelli

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 11,5 cm

Gewicht 7-9 g

So groß wie ein Fitis, mit blasserem Gefieder, nicht so grün und gelb

wie die anderen Laubsänger. Beide Geschlechter sind gleich : Körperoberseite

fahl graubraun mit gelbgrünlichem Bürzel, Unterseite weißlich, Gesicht

kontrastlos, wie "gewaschen", oft mit blassem, dünnem, aber vollständigem

Augenring; die Wangen sind hell, die Steuer- und Schwungfedern haben

grünlichgelbe Federsäume. Aktiver, graziöser und ruffreudiger Vogel, der

oft im dichten Blattwerk verborgen bleibt. Der trillernde Gesang erinnert an

den Grünfink oder an das Endmotiv beim Waldlaubsänger,

aber er ist kratzender und langsamer. Die Balkanpopulation scheint sich als eigene

Art abgespalten zu haben.

Zugvogel. Südliche Verbreitung ; fehlt von Nordfrankreich bis Skandinavien

und auf den Britischen Inseln; in Süddeutschland Verbreitungsschwerpunkt auf der

Schwäbischen Alb und im Schwarzwald; überwintert in der Sahelzone von Senegal bis

Äthiopien. Wegzug August-Oktober, Heimzug April.

Lebensraum

Im Flachland und im trockenen und besonnten Bergland. Bevorzugt lichte

Wälder, Baumgruppen oder mit Eichen und Kiefern lückig bestandenes Brachland.

Geht im Gebirge bis auf 2000 Meter Höhe.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, kleine Spinnen, im Herbst auch Beeren.

Fortpflanzung

Baut verborgen in der Bodenvegetation in einer Vertiefung ein backofenförmiges

Nest aus trockenen Gräsern und Blättern, das Innere mit feinem

Pflanzenmaterial und Haaren ausgekleidet. Legt 1-2mal jährlich im Mai-Juni

und im Juli 4-6 weiße, dunkelbraun gepunktete Eier von 16 mm Größe.

Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit 10-12 Tage.

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Zilpzalp

Phylloscopus collybita

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 11 cm

Gewicht 6-9 g

Kleiner und rundlicher als der Fitis, mit kürzeren Flügeln. Das

Gefieder ist oberseits graugrün, nicht so gelb und matter gefärbt, unterseits

gelblichgrau. Die Kehle ist heller, die Beine sind eher schwärzlich als fleischfarben.

Die verschiedenen europäischen Unterarten unterscheiden sich sowohl im

Aussehen als auch im Gesang und in den Rufen : "collybita", die häufigste Form,

ist eher grünlich braun und kleiner als "abietinus" aus Skandinavien, und der

Überaugenstreif ist undeutlicher. Die nur gelegentlich auftauchende Unterart

"tristis" aus Sibirien ist insgesamt grauer, mit schwacher grauer Flügelbinde;

die Zügel an den Wangen sind tabakbraun oder hellbraun, die Beine und der

Schnabel sind glänzend schwarz.

"collybita" singt mit sehr regelmäßig angeordneten Elementen, fast metronomartig,

"brehmii" von der Iberischen Halbinsel dagegen beschleunigt seine Strophe,

die am Ende absinkt.

Teilzieher ; brütet in ganz Europa. Südliche Populationen sind Standvögel

(Frankreich, Italien, Spanien, auch England) ; nordöstlichere Populationen,

darunter auch die mitteleuropäischen Brutvögel, überwintern vom

Mittelmeergebiet über die Sahelzone bis Sudan und Tansania. Wegzug

August-November, Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Sehr anspruchslos : Mischwälder, große Hecken, Parks und Gärten, im Norden

auch Nadelwälder. Eher an Lichtungen als im dichten Wald. Im Gebirge bis in 2000

Meter Höhe.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Beeren und andere Früchte.

Fortpflanzung

Brütet am Boden oder unter 1 Meter Höhe im Gebüsch, unter Brennesseln

Heidekraut oder in einer Höhlung in einem backofenförmigen Nest aus

Halmen, Gräsern und trockenen Blättern, Moos und Flechten, das in dichter

Vegetation verborgen ist. Legt 1-2mal jährlich, Ende April-Mai und

Mitte Juni-Juli 6 weiße, braunviolett gefleckte Eier von 15 mm Größe.

Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit 13-14 Tage.

Bairdlaubsänger


Dunkellaubsänger

Fitis

Phylloscopus trochilus

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 11 cm

Gewicht 8-10 g

Im Gelände leicht mit dem Zilpzalp zu verwechseln, ist aber schlanker

und graziöser, mit längeren Flügeln und helleren, hornfarbenen Beinen.

Körperoberseite olivbraun, gelblicher und heller als beim Zilpzalp, Unterseite

weißlich mit gelblichem Einschlag an Kinn und Brust; Überaugenstreif gelb;

ohne Flügelstreifen.

Oft sind die beiden Zwillingsarten nur anhand des Gesanges sicher zu unterscheiden ;

die absteigende, dabei schneller werdende flötende Strophe ist charakteristisch.

Nordischer Brutvogel, fehlt im ganzen Mittelmeergebiet ; überwintert in der

Südhälfte Afrikas. Wegzug Ende Juli-November, Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Vor allem im Flachland in eher feuchteren Gebieten, geht im Bergland nicht über

1300 Meter. Bevorzugt lichte Wälder mit dichtem Unterholz, Dickicht,

bewaldete Nieder- oder Hochmoore, Schonungen.

Nahrung

Insekten, ihre Larven und Eier, im Herbst auch Beeren.

Fortpflanzung

Brütet am Boden, kratzt eine Mulde in die Streu und baut aus Halmen, Gräsern,

trockenen Blättern und Flechten ein backofenförmiges Nest, das in dichter

Vegetation verborgen ist. Legt 1-2mal jährlich, Ende April-Anfang Mai und im

Juni 6-7 weiße, rostbraun gefleckte Eier von 15 mm Größe. Brutdauer 13 Tage,

Nestlingszeit 13-14 Tage.

Goldhähnchen-Laubsänger

Goldbrauen-Laubsänger

Wintergoldhähnchen

Regulus regulus

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 9 cm

Gewicht 5-7 g

Zusammen mit dem Sommergoldhähnchen kleinster Vogel Europas.

Der beim Weibchen lebhaft gelbe, beim Männchen am Hinterkopf und

im mittleren Bereich orangefarbene Scheitel wird seitlich durch zwei schwarze

Bänder begrenzt. Körperoberseite olivgrün, Unterseite rahmfarben grau. Mit

doppelter, gut sichtbarer weißer Flügelbinde und kurzem Schwanz. Hält sich meist

in den Baumkronen auf und ist daher, obwohl wenig scheu, schwer zu beobachten.

Fliegt oft wie ein Kolibri schwirrend auf der Stelle. Im Winter bilden sich lockere

kleine Trupps, die mit Meisen vergesellschaftet sind.

Sehr hohe, wispernde Stimme.

Teilzieher ; brütet in fast ganz Europa außer auf dem größten Teil der Iberischen

Halbinsel, Nordskandinavien und im südliche Osteuropa. In Mittel- und Westeuropa

ganzjährig, mit allgemeiner Zugbewegung Richtung Süden. Zugbewegungen

September-Oktober und April-Mai.

Lebensraum

Vor allem Nadelwälder mit Fichten, auch Mischwälder. Im Gebirge bis zur

Waldgrenze, teilt sich den Lebensraum mit dem Sommergoldhähnchen. Leidet

unter strengen Wintern.

Nahrung

Sehr kleine Insekten, ihre Eier und Larven, kleine Spinnen, wie beim

Sommergoldhähnchen, aber vorwiegend von den Astunterseiten.

Fortpflanzung

Das Nest wird oft recht hoch, manchmal auch in Augenhöhe an herunterhängenden

Zweigen gebaut und ist eine nach oben hin offene Kugel, die aus Moos, Flechten

und Spinnweben besteht; das Innere wird mit Federn ausgekleidet. Legt 2mal

jährlich, Ende April-Mai und im Juli, 7-8 weiße, rotbraun gepunktete Eier

von 14 mm Größe. Brutdauer 16 Tage, Nestlingszeit 18-20 Tage.

Sommergoldhähnchen

Regulus ignicapillus

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 9 cm

Gewicht 5-7 g

Zusammen mit dem Wintergoldhähnchen, dem er sehr ähnlich ist,

kleinster Vogel Europas. Unterscheidet sich von diesem durch die

Kopfzeichnung, die sich über dem Auge aus drei Streifen zusammensetzt,

beim Männchen orange/schwarz/weiß, beim Weibchen gelb/schwarz/weiß :

der Scheitel ist je nach Geschlecht gelb oder orange und wird durch schwarze

Streifen begrenzt, und direkt über dem Auge sitzt ein weißer Überaugenstreif.

Durch das Auge selbst läuft ein dunkler Augenstreif, und unter dem Auge

befindet sich ein kleines weißes Feld. Die Halsseiten sind goldbraun, die

Oberseite ist grünlicher, der Bauch weißlicher. Auf dem Zug oft in Büschen.

Teilzieher; brütet in Mittel- West- und Südeuropa, fehlt in Nord- und

Osteuropa. Überwinterung in West- und Südeuropa bis zum Maghreb,

alle mitteleuropäischen Vögel wandern im Herbst Richtung Südwesten.

Lebensraum

Weniger an Fichten gebunden als das Wintergoldhähnchen, mit dem es

ansonsten den Lebensraum teilt, auch in anderen Nadel- oder Laubwäldern.

In Städten kommt es in Parks und Gärten vor, im Gebirge bis in

1500-1600 Meter Höhe.

Nahrung

Kleine Insekten (vor allem Mücken), ihre Eier und Larven; kleine Spinnen,

wie die Zwillingsart, aber vor allem auf Astoberseiten erbeutet..

Fortpflanzung

Brütet relativ hoch in einem Nadelbaum, in Efeu oder Wacholder. Das Nest

ist eine nach oben offene Kugel, die an dünnen, herunterhängenden Zweigen

befestigt ist und besteht aus Moos und Flechten, durch Spinnweben

miteinander verbunden. Legt 2 mal jährlich 7-9 weißliche, rostbraun gepunktete

Eier von 13 mm Größe. Brutdauer 14-15 Tage, Nestlingszeit 19-20 Tage.

Gelbspötter

Hippolaïs icterina

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 13 cm

Gewicht 13,5 cm

Kleiner Singvogel, der im Profil den Laubsängern und den Grasmücken

ähnelt, wirkt aber durch aufrechte Sitzhaltung und eckige Stirn größer.

Die Körperoberseite ist graugrünlich, die Unterseite heller, meistens

hellgelb. Im frisch vermauserten Gefieder erscheint auf den Flügeln ein

helles Feld, das durch die gelben Federsäume der Armschwingen gebildet wird.

Die hellen Zügel unterscheiden ihn von den anderen Spöttern. Mit blassem,

gelbem Augenring, aber ohne Überaugenstreif. Durch die grauen und nicht

braunen Beine sowie durch die längeren Flügel mit dem nicht immer ausgebildeten

hellen Flügelfeld unterscheidet er sich vom Orpheusspötter. Gesang ähnlich

wie die Rohrsänger, kontinuierlich, scharfklingend, rhythmisch, mit vielen

Imitationen und sehr variabel. Singt verborgen aus dem Blattwerk heraus. Sträubt

bei Erregung das Kopfgefieder.

Zugvogel; brütet in ganz Europa außer auf den Britischen Inseln, in Westfrankreich,

in den Mittelmeerländern und in Nordskandinavien. Überwintert im südlichen

Afrika. Wegzug im Juli-Oktober, Rückzug im März-Mai.

Lebensraum

Waldränder, Hecken, Parks und Gärten mit dichtem Buschwerk, manchmal lichte

Laub- und Mischwälder, auch im Siedlungsgebiet.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Spinnen, Beeren und andere Früchte.

Fortpflanzung

Brütet zwischen 1 und 4 Meter hoch in einer Astgabel in Sträuchern, manchmal in

Bäumen. Das Nest ist ein festes Gefüge aus trockenem Gras, Halmen, Spinnweben,

Wurzeln und Rinde. Das Innere wird mit feinem Material ausgekleidet. Legt Ende

Mai bis Mitte Juni 5 rosafarbene, schwarz gefleckte Eier von 18 mm Größe.

Brutdauer 13 Tage, Nestlingszeit 12-13 Tage.

Provencegrasmücke

Sylvia undata

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 10-12 g

Kleine Grasmücke, langer Schwanz mit weißen Außenkanten, kurze Flügel.

Männchen : Rücken braun und schiefergrau; Kehle, Brust und Flanken sind matt

weinrot; Kehle mit undeutlichen weißen Stricheln. Weibchen : blassere Farben.

Jungvögel im Jugendkleid blasser, Unterseite eher rötlichbeige.

Die Schnabelbasis ist gelblich, der weiße Bauch setzt sich oft scharf ab, und

bei 9 von 10 Vögeln sitzt auf der Alula ein weißer Fleck, der bei der

Sardengrasmücke immer fehlt.

Hält sich meist im Gesträuch verborgen. Singt von einer Strauchspitze aus oder im

kurzen Balzflug. Im Winter zum Teil in kleinen, umherstreifenden Trupps.

Standvogel oder Teilzieher; brütet in der Mittelmeerregion außer in

Südosteuropa. Außerdem in Westfrankreich nördlich bis in die Bretagne und im

südlichsten Teil Englands.

Lebensraum

Mit Dornbüschen und Sträuchern dicht bewachsene Flächen : Macchie und

Trockenheiden, Ginster- und Heidekrautflächen. Verträgt keine lange

Schneelage.

Nahrung

Kleine Insekten, Spinnen, im Herbst auch Beeren.

Fortpflanzung

Brütet verborgen im dichten Gebüsch in Bodennähe. Baut ein voluminöses

Nest aus Halmen, Flechten und Moosen, das mit Kokons, Haaren usw.

verwoben wird. Legt 2mal jährlich, Ende April-Anfang Mai und im Juni-Juli

3-5 weißliche, fein grau und rötlich gefleckte Eier von 17 mm Größe.

Brutdauer 12-13 Tage, Nestlingszeit auch 12-13 Tage.

Sardengrasmücke

Sylvia sarda

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12 cm

Gewicht 13,5 g

Grasmücke mit langem Schwanz und einfarbig schiefergrauem Gefieder.

Der hellere Bauch mit undeutlicher Abgrenzung unterscheidet sie von der

Provencegrasmücke, die eine weinrote Unterseite hat. Die

Schnabelbasis ist bei der Unterart "balearica" auf den Balearen rosa bis

himbeerrot, bei der Nominatform "sarda" eher gelblich. Männchen : der

rote Augenring kontrastiert mit dem schiefergrauen Kopf, die Beine sind

blaß gelb bis rosa. Weibchen : Körperoberseite brauner, Unterseite heller,

Augenring weiß, Beine schmutzig beige. Jungvogel : ähnelt dem Weibchen,

aber mit dunkelbrauner Iris. Singt von der Spitze eines Strauches oder im

Singflug. Der Gesang ist nicht so rauh wie bei der Provencegrasmücke.

Standvogel; brütet auf Sardinien, Korsika, auf den Balearen und lokal an der

spanischen Ostküste ; erscheint im Frühjahr gelegentlich an der französischen

Mittelmeerküste.

Lebensraum

Bevorzugt buschige, trockene und felsige Flächen mit öderem Charakter als die

Provencegrasmücke : Macchie, Brachland.

Nahrung

Insekten, Spinnen und Beeren, vor allem vom Meerträubel (Ephedra).

Fortpflanzung

Brütet im Gebüsch in einem Nest aus Zweigen, trockenen Grashalmen und

Pflanzenhaaren. Legt 1- oder 2mal jährlich, von April-Mitte Juni, 2-4 gelblichweiße,

olivbraun und grauviolett gefleckte Eier von 17 mm Größe, die 14-15 Tage lang

nur vom Weibchen bebrütet werden. Bei den sperrenden Nestjungen sieht man

eine Zunge mit zwei schwarzen Punkten und einen chromgelben Rachen.

Samtkopf-Grasmücke

Sylvia melanocephala

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 13,5 cm

Gewicht 14-23 g

So groß wie eine Klappergrasmücke, mit kurzen Flügeln, gewölbter Stirn

und struppiger Haube, wirkt insgesamt sehr energisch und lebhaft. Stellt oft den

gerundeten Schwanz mit den weißen Kanten auf. Männchen : schwarze, glänzende

Kopfkappe, die bis unterhalb der Augen reicht, Kinn und Kehle sind weißgrau,

Körper schiefergrau, gestufter schwärzlicher Schwanz mit weißen Kanten, roter

Augenring und orangefarbene Iris. Weibchen insgesamt brauner, Kopf grau bis

grauschwarz, der Augenring ist rot. Jungvogel : Augenring weiß,

Schirmfedern mit braunen Federsäumen. Der Gesang ist ähnlich wie bei der

Dorngrasmücke; knarrende Elemente wechseln sich mit melodiöseren Tönen

ab. Der schwätzende, teils rauhe, teils reine Gesang und die typischen, ratternden

Erregungsrufe erleichtern die Bestimmung.

Standvogel und Teilzieher; Charaktervogel des Mittelmeergebiets, nur gelegentlich

weiter nördlich anzutreffen. Viele Vögel ziehen im Winter Richtung Süden.

Lebensraum

Offene, buschige Flächen im ganzen Mittelmeergebiet : Ödland, Parks, Gärten,

niedrige Macchie. Verträgt keine Kälte und keine lange Schneebedeckung.

Nahrung

Vor allem Insekten, Beeren, manchmal Nektar.

Fortpflanzung

Brütet in Bodennähe im dichten Gebüsch. Das sorgfältig gebaute Nest besteht

aus trockenen Halmen und Gräsern und wird mit Wurzeln, Pflanzen- und

Tierhaaren ausgekleidet. Legt 2mal jährlich, Ende März bis Mai und im

Juni-Juli 3-4 weißliche, braun und grau gepunktete Eier von 17 mm Größe.

Brutdauer 11-12 Tage, Nestlingszeit auch 11-12 Tage.

Weißbart-Grasmücke

Sylvia cantillans

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12 cm

Gewicht 9-13 g

Ähnelt der Provencegrasmücke, aber mit hellerer und lebhafterer Färbung.

Männchen : Körperoberseite heller graublau als die männliche

Provencegrasmücke, die Schwingen sind dunkler grau, die

Körperunterseite ist orangebraun. Der kürzere Schwanz hat weiße Kanten,

an den Kopfseiten deutlicher, weißer Bartstreif. Das Weibchen ist kontrastarmer :

oberseits graubraun, unterseits rosa angehaucht, der weiße Bartstreif ist

undeutlicher ausgeprägt, der Augenring ist weißlich und der Schwanz kürzer als

beim Männchen, die Beine sind gelb. Jungvogel : ähnlich wie Weibchen, mit

dunklen Augen und weißlicher Körperunterseite; die Flanken sind schwach bräunlich

getönt.

Stelzt oft den Schwanz ; lebt meist versteckt in der Vegetation.

Zugvogel ; brütet in der Mittelmeerregion, überwintert in der Sahelzone. Wegzug

August-Oktober, Heimzug März-April. Erscheint gelegentlich von Mai-Juni

nördlich des normalen Verbreitungsgebietes.

Lebensraum

Trockene und eher dicht bebuschte Flächen im Flachland, im Hügelland und

manchmal im Gebirge : Buschwerk in Heiden und Macchie, Waldränder,

Lichtungen und lichte Wälder.

Nahrung

Insekten.

Fortpflanzung

Brütet versteckt im niedrigen Gebüsch in einem Nest aus einer dicken Schicht

Halmen und Gräsern. Legt 2mal jährlich, Anfang April-Anfang Mai und im

Juni 3-4 weißliche, grau und braun gefleckte Eier von 17 mm Größe. Brutdauer

11-12 Tage, Nestlingszeit 11-12 Tage.

Brillengrasmücke

Sylvia conspicillata

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 12,5 cm

Gewicht 8-10 g

Ähnelt einer kleinen Dorngrasmücke. Der feinere und dunkle Schnabel hat

eine gelblichweiße Basis, der Schwanz ist kürzer. Männchen : die weiße Kehle

setzt sich scharf von der graurosa Brust ab, Kopf grau mit dunklerer Stirn und

grauschwarzen Zügeln, die Wangen sind schwärzlich, mit deutlichen, weißen

Augenringen, die Flügel sind rostbraun. Weibchen : blassere und mattere Färbung,

die Beine sind gelb. Im Frühling ist die Oberseite hell graubraun. In beiden

Geschlechtern haben die Altvögel eine ocker bis rotbraun gefärbte Iris.

Singt oft im Flug, der Gesang erinnert an den einer Dorngrasmücke, ist aber

höher und reiner.

Teilzieher; brütet im Mittelmeergebiet außer den größten Teil Südosteuropas; hat im

Wallis in der Schweiz gebrütet ; überwintert im Maghreb und in der Sahara. Wegzug

August-Oktober, Heimzug März-April.

Lebensraum

Trockene und offene Flächen, mit niedriger Vegetation locker bewachsene

Gebiete : Garrigue, Salzwiesen mit Quellerbeständen.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, ferner Samen.

Fortpflanzung

Brütet niedrig über dem Boden in einem körbchenförmigem Nest aus Halmen

und trockenen Wurzeln, das im Inneren mit Pflanzenhaaren und Wolle ausgekleidet

wird. Legt 2mal jährlich, Mitte April-Anfang Mai und im Juni, 3-4 weißliche,

graugrün gefleckte Eier von 17 mm Größe. Brutdauer 12-14 Tage, Nestlingszeit

12-13 Tage.

Mönchsgrasmücke

Sylvia atricapilla

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 14-20 g

Große Grasmücke mit einfarbig grauem Gefieder, oberseits eher dunkelgrau,

unterseits eher weißlich, beim Männchen mit glänzend schwarzer, beim

Weibchen mit rostbrauner Kopfplatte. Der flötende und melodiöse Gesang

mit mehr oder weniger langem Vorgezwitscher ist kürzer als bei der

Gartengrasmücke, die sie zusammen mit den Stimmen anderer Arten

imitiert.

Teilzieher ; brütet in ganz Europa bis auf Nordskandinavien. Die mittelund

westeuropäischen Vögel ziehen zum Überwintern Richtung Südwesten

bis zum westlichen Mittelmeergebiet, manchmal bis Westafrika; zunehmend

überwintern sie auch in Großbritannien/Irland ; östliche Vögel wandern

Richtung Südost; die Zugscheide verläuft mit einem breitem Mischgebiet

durch Mitteleuropa. Immer mehr Vögel überwintern auch in Westeuropa,

vereinzelt auch in Deutschland. Wegzug August-September, Heimzug

März-April.

Lebensraum

Häufige Art in schattigen Gehölzen mit dichtem Unterholz und lichteren

Bereichen : Knicklandschaften, Gebüsche mit großen Bäumen, Lichtungen

und Waldränder, Parks und Gärten. Im Gebirge bis zur Waldgrenze.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, Spinnen und im Herbst auch Früchte.

Fortpflanzung

Brütet zwischen 1 und 2 Meter hoch in Büschen, im Brombeergestrüpp

oder in kleinen Nadelbäumen. Das Nest besteht aus einer lockeren Schicht

Gräsern und trockenen Halmen, manchmal mit Moos und anderen

Pflanzenteilen zusammen, das Innere wird mit feinerem Material

wie Wurzeln und Pferdehaaren ausgekleidet. Legt 1-2mal jährlich, Ende

April-Mai und im Juni 5 gräuliche oder rötliche, braun und grau gefleckte

Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 12-15 Tage, Nestlingszeit 10-11 Tage.

Klappergrasmücke

Sylvia curruca

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 13,5 cm

Gewicht 10-16 g

Etwas blasser, kleiner und nicht so schlank wie die Dorngrasmücke, der

sie ansonsten ähnelt. Körperoberseite braungrau, Kopfplatte und Nacken

sind grau, die Iris und die Ohrdecken dunkelgrau. Die Unterseite ist fast rein weiß.

Die Flügel, dunkelbrauner als das übrige Gefieder, haben keine rostbraunen

Federsäume; ohne Augenring wie bei der Dorngrasmücke, mit dunkelgrauen Beinen.

Bei einigen, helleren Individuen ist die Oberseite hellbraungrau, die Ohrdecken

sind fast nicht zu sehen. Andere sind oberseits matt braun, und die schiefergrauen

Ohrdecken setzen sich deutlich davon ab.

Hält sich meistens in der Vegetation verborgen und zeigt sich nicht so oft wie die

Dorngrasmücke. Der Gesang besteht aus zwei Teilen : aus einem leisen,

grasmückentypischen Vorgezwitscher und einem hölzernen Klappern,

daher auch der Name.

Zugvogel ; brütet in fast ganz Europa, fehlt auf der Iberischen Halbinsel, in

Südwestfrankreich, in Italien, in Schottland, in Irland und in Nordskandinavien.

Überwintert im Sahel von Niger bis Äthiopien. Wegzug Juli-Oktober,

Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Halboffene Landschaften mit Büschen : Schlehen, Weißdorn, Wacholder, junge

Nadelbäume, auch an Waldrändern und in Parks oder Gärten. Geht im Gebirge bis

auf 2200 Meter.

Nahrung

Insekten und kleine Spinnen, Beeren.

Fortpflanzung

Brütet zwischen 0,5 und 1 Meter hoch im dichten Gebüsch. Baut ein körbchenförmiges

Nest aus Zweigen und trockenen Gräsern, das von innen mit Wurzeln, Daunen und

Haaren ausgekleidet wird. Legt 1-2mal jährlich, im Mai-Anfang Juni und im Juli

4-6 cremefarbene, grau und braun gefleckte Eier. Brutdauer 11-13 Tage,

Nestlingszeit 11-12 Tage.

Dorngrasmücke

Sylvia communis

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 12-18 g

Schlanker und größer als die Klappergrasmücke, der sie ansonsten

ähnlich ist. Männchen im Prachtkleid : Körperoberseite grau, auf den Flügeln und

am Hinterrücken rostbraun. Unterseite beigerosa; die rosafarbene Brust

kontrastiert mit der weißen Kehle und der aschgrauen Kopfplatte, die im

Schlichtkleid dunkler wird. Mit weißem Augenring, die Iris ist meistens hellbraun

oder rahmfarben, die Beine sind hellbraun. Das Weibchen ist blasser gefärbt.

Beide Geschlechter im ersten Winter mit dunkelbrauner Iris.

Zugvogel ; brütet in ganz Europa bis auf Nordskandinavien. Überwintert

in Afrika südlich der Sahara. Gestaffelter Wegzug von Ende Juli bis November,

Heimzug März-Mai.

Lebensraum

Sehr verbreitete Grasmücke. Offene und buschige Landschaften : Heiden

mit Heidekraut oder Ginster, buschiges Brachland und dornige Hecken, Waldränder,

Lichtungen, Straßenränder.

Nahrung

Vor allem Insekten und Ihre Larven, auch Spinnen, kleine Schnecken und Früchte.

Fortpflanzung

Brütet in Bodennähe in einem kleinen Strauch oder einem Dornbusch, auch in

Brennesseln. Das Nest besteht aus trockenen Gräsern mit einer dicken Schicht aus

feinerem Pflanzenmaterial, Wurzeln und Tierhaaren. Die Außenwand wird mit

Pflanzenhaaren und Wollfäden dekoriert. Legt 2mal jährlich, im Mai und im

Juni-Juli 5 hellgrüne, dunkel gefleckte Eier von 19 mm Größe. Brutdauer 12 Tage,

Nestlingszeit 10 Tage.

Gartengrasmücke

Sylvia borin

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 14 cm

Gewicht 16-23 g

Unauffälliges Gefieder ohne besondere Zeichnung : Körperoberseite braun,

Unterseite grauweiß und bräunlich. Rundliches Profil mit kurzem, kräftigem,

grauem Schnabel, sanfter Gesichtsausdruck mit feinem, hellem Augenring,

die Beine sind graubraun. Heimlicher Vogel, der sich selbst bei den langen,

schwätzenden Gesangsstrophen im Gebüsch versteckt hält. Der schnelle,

melodiöse und ungegliederte Gesang aus langen Strophen enthält keine klaren

Flötentöne wie bei der Mönchsgrasmücke; ist aber manchmal amselartig

tief.

Zugvogel ; brütet in ganz Europa außer in Süditalien, Griechenland,

Nordskandinavien und im südlichen Teil der Iberischen Halbinsel ; überwintert

in Afrika südlich der Sahelzone. Gestaffelter Wegzug von August bis November,

späte Rückkehr im März-Juni.

Lebensraum

Gehölze und Wälder mit dichtem Unterholz, auch Parks und Gärten.

Nahrung

Insekten und ihre Larven, vor allem Raupen. Gegen Ende und nach der

Brutzeit nimmt sie auch gerne Beeren und andere Früchte.

Fortpflanzung

Brütet zwischen 0,5 und 2 Meter hoch in einem Strauch oder im Dickicht.

Das locker zusammengefügte Nest besteht aus trockenen Gräsern, ist im Inneren

mit feinerem Pflanzenmaterial, Wurzeln und Tierhaaren ausgekleidet. Brütet

1-2mal jährlich, Erstgelege von Mitte Mai-Juni, 4-5 trübweiße oder grünliche,

unregelmäßig grau und dunkelbraun gefleckte Eier von 20 mm Größe. Brutdauer

12 Tage, Nestlingszeit 10 Tage.

Sperbergrasmücke

Sylvia nisoria

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 15 cm

Gewicht 21-35 g

Große Grasmücke, fast so groß wie ein Neuntöter. Kräftiger Vogel mit

langem Schwanz und kurzem Schnabel. Die Gefiederzeichnung erinnert an einen

Sperber, das Gesicht mit dem gelben Auge hat etwas Geifvogelartiges.

Iris mit variabler Färbung : beim erwachsenen Männchen orangegelb, beim alten

Weibchen und beim Männchen im ersten Winter schmutzig gelb, beim Weibchen

im ersten Sommer braunbeige. Im ersten Winter ist das Gefieder einheitlich

sandfarben. Ausgewachsenes Männchen : Körperoberseite aschgrau, mittlere

und große Flügeldecken mit hellen Federsäumen, so daß sich 2 Flügelbänder

ergeben. Schirmfedern und Bürzel mit hellen Federsäumen, der lange Schwanz

hat weiße Kanten, der Bauch und die Unterschwanzdecken sind

grau gesperbert. Ausgewachsenes Weibchen : Körperoberseite brauner, undeutlicher

gestreift. Ein Jungvogel im ersten Sommer kann mit der Gartengrasmücke

verwechselt werden, ist aber größer, mit längerem Schwanz und helleren Federsäumen

an den Schirmfedern und den großen Flügeldecken, der Schnabel ist kräftiger,

und der ganze Vogel bewegt sich langsamer.

Bleibt oft im Gebüsch verborgen. Der Gesang ist rauher und knarrender als bei

der Gartengrasmücke, mit kürzeren Strophen. Singt von der Spitze eines

Busches oder während des schmetterlingsartigen Balzfluges.

Zugvogel; Brutvogel von Nordost- bis Südosteuropa; in Deutschland westlichstes

bedeutendes Vorkommen in Lüchow-Dannenberg; in Italien in den Nordalpen.

Überwintert in Afrika an den großen Seen bis Tansania. Gestaffelter Wegzug von

Ende Juli bis Anfang Dezember, Heimzug Ende März bis Mitte Mai.

Lebensraum

Offene, buschige Flächen, Hecken, Waldränder, einzelne Bäume. Teilt den

Lebensraum oft mit dem Neuntöter.

Nahrung

Insekten und Beeren.

Fortpflanzung

Das Nest wird gut verborgen oft an einer Astgabel zwischen 0,5 und 2,5 Meter

hoch in einem Dornenstrauch angelegt und besteht aus einer voluminösen

Ansammlung von trockenen Halmen, das Innere wird mit Wurzeln und Haaren

ausgekleidet. Legt 1-2mal jährlich, Erstgelege Ende Mai-Anfang Juni, 4-6

weißliche oder grünliche, undeutlich grau gefleckte Eier von 21 mm Größe.

Brutdauer 12-15 Tage, Nestlingszeit 12-15 Tage.

Orpheusgrasmücke

Sylvia hortensis

SYLVIIDAE

Beschreibung

Größe 15 cm

Gewicht 20-27 g

Größer als die Samtkopf-Grasmücke. Beim Altvogel ist die Iris gelb,

beim Jungvogel dunkel, hellt sich aber allmählich auf. Die oft gesträubten

Stirnfedern geben der Stirn ein gewölbtes Aussehen. Im ersten Winter

ähnelt sie der Sperbergrasmücke, aber die Ohrdecken sind dunkler,

und es fehlt die schwach gewellte Flankenzeichnung. Sie unterscheidet sich

von der Mönchsgrasmücke durch die Größe, die schwärzlichen Wangen,

die bis unterhalb der Augen reichende matt-schwarze Kopfplatte und die

weißen Schwanzkanten. Die Körperunterseite ist rosa getönt. Das

Weibchen ist brauner und hat eine undeutlichere Scheitelfärbung. Die

Jungvögel sind an der Oberseite einfarbig grau.

Aktiver und scheuer Vogel. Der volltönende Gesang erinnert manchmal an

den einer Amsel. Bewegt sich beim Singen weiter, singt manchmal auch im

Flug, wenn sie von einem Busch zum nächsten fliegt.

Zugvogel ; brütet im Mittelmeergebiet, eingeschlossen der Pyrenäen

und der Südalpen, in Süd-Westfrankreich bis zur Loire ; nur ausnahmsweise

nördlich des Verbreitungsgebiets anzutreffen (brütet auch in der Schweiz

im Wallis) ; überwintert in der Sahelzone. Kehrt spät aus dem

Überwinterungsgebiet zurück ; Ankunft in Frankreich und in der Schweiz April-Mai.

Lebensraum

Warme und trockene, mit hohen Büschen und Bäumen oder Baumgruppen

locker bestandene Flächen : lichte Wälder, Hecken, Parks und Obstwiesen.

Nahrung

Insekten und Früchte.

Fortpflanzung

Brütet zwischen 1 und 3,5 Meter hoch in einer Astgabel, manchmal höher,

auf Büschen und kleinen Bäumen. Baut aus trockenen Halmen, frischen Gräsern,

Pflanzenhaaren und Spinnweben ein körbchenförmiges Nest, das im Inneren

mit Tierhaaren ausgekleidet wird. Legt mindestens einmal, manchmal

zweimal jährlich 4-5 weißliche, dunkelbraun und grau gefleckte Eier von 20 mm

Größe. Brutdauer und Nestlingszeit je 12- 13 Tage.

Grünlaubsänger

Wanderlaubsänger

Buschspötter

Olivenspotter

Orpheusspötter

Schuppengrasmücke

Wüstengrasmücke

Maskengrasmücke

Cistensänger

Schlagschwirl

Feldrohrsänger

Buschrohrsänger